Rektorenwahl in Mozarteum erneut gescheitert

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Die Rektorenbestellung an der Salzburger Musikuniversität Mozarteum ist erneut gescheitert. Am Donnerstag sollte der Rektorenvertrag der Deutschen Elisabeth Gutjahr vom Universitätsrat beschlossen werden – so weit ist es dann aber nicht gekommen, weil drei Uniratsmitglieder zurückgetreten sind und das Gremium daher nicht beschlussfähig war.

Der Universitätsrat besteht nun noch aus dem Vorsitzenden, dem Salzburger Rechtsanwalt Karl Ludwig Vavrovsky und Nike Wagner. Vavrovsky wollte Gutjahr ein Jahresgehalt von 270.000 Euro brutto im Jahr zugestehen, das wären um rund 100.000 Euro mehr als vergleichbare Posten bringen, schreibt der “Standard”. Den zurückgetretenen Uniratsmitgliedern war dieses Salär zu hoch. Das Mozarteum ist Österreichs zweitkleinste Universität. Die Rektorenkür dort ist wiederholt gescheitert.

Vavrovsky: Sitzung sei vertraulich gewesen

Vavrovsky wollte den Grund des Rücktrittes nicht kommentieren. Obwohl die heutige Sitzung vertraulich gewesen sei, seien Informationen an die Öffentlichkeit geraten, sagte Vavrovsky. Auf die Frage, ob das Rektoren-Gehalt das Streitthema gewesen und den drei von insgesamt fünf Uniratsmitgliedern das Salär für die Rektorin zu hoch gewesen sei, gab der Vorsitzende ebenfalls keine Stellungnahme ab. Jedenfalls habe es keine erforderliche Mehrheit zur Beschlussfassung gegeben, erklärte der Rechtsanwalt.

Neuer Universitätsrat abgewartet?

Zum weiteren Prozedere sagte der Uniratsvorsitzende nur so viel, dass zunächst “innegehalten und nachgedacht” werde. “Wir stehen am Ende der Periode des Universitätsrates, der nach dem Gesetz ab März neu zu besetzen ist.” Es bestehe auch die Möglichkeit, dass der Universitätssenat oder das Ministerium neue Uniratsmitglieder namhaft macht, um wieder beschlussfähig zu sein. Oder man warte eine Neuaufstellung des Unirates ab, dann würde es zu einer Neuausschreibung des Rektorenpostens kommen, erläuterte Vavrovsy. Derzeit gebe es eine designierte Rektorin, mit der noch kein Dienstvertrag abgeschlossen sei.

(APA)

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