Residenzplatz bekommt neues Gesicht

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So soll der neugestaltete Residenzplatz aussehen.
So soll der neugestaltete Residenzplatz aussehen. - © Wagner&Widmann/Stadt Salzburg
Der Residenzplatz in der Stadt Salzburg soll ab 2018 in neuem Glanz erstrahlen. Das Projekt zieht sich eigentlich schon über Jahrzehnte, am Dienstag wurde das Siegerprojekt vorgestellt. Startschuss für die 4,9 Millionen Euro teuren Bauarbeiten ist im März 2017.

Die Stadt Salzburg hat am Dienstag das Siegerprojekt für die Neugestaltung des Residenzplatzes in der Altstadt präsentiert. Als Baubeginn wird der März 2017 anvisiert, abgeschlossen sollen die Arbeiten im Juli 2018 sein. In der Vergangenheit scheiterten gleich mehrere Anläufe, den Platz neu zu pflastern. “Was lange währt, wird endlich gut”, meinte Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) heute knapp.

Neugestaltung: Statt Asphalt kommen Granitplatten auf den Residenzplatz

Der Entwurf der Salzburger Architekten Erich Wagner und Eduard Widmann sieht vor, die Niveauunterschiede am Platz aufzuheben. Der Residenzplatz soll in Zukunft von allen Richtungen einheitlich Richtung Residenzbrunnen fallen. Wo heute Asphalt ist, werden Granitplatten unterschiedlichster Größe in Grau-, Gelb- und Rottönen verlegt. Die zentrale Fläche rund um den Brunnen bleibt aber geschottert.

Die Architekten mit ihrem Siegerkonzept./Stadt Salzburg/Killer Die Architekten mit ihrem Siegerkonzept./Stadt Salzburg/Killer ©

Staubfreier Schotter und Barrierefreiheit

Allerdings soll abriebfester Splitt dafür sorgen, dass der Platz nicht staubt. Der dünne Belag ist laut Auskunft der Stadt auch für Rollstuhlfahrer und Benützer von Rollatoren benutzbar. Zugleich gilt ein nicht versiegelter Belag im Sommer als kühler als ein reines Granitpflaster und kann nach starken Regenfällen besser Wasser aufnehmen. “Der Belag ist außerdem für alle Belastungen geeignet”, sagte Schaden. Am Residenzplatz finden unter anderem jedes Jahr der Rupertikirtag und der Christkindlmarkt statt.

Spezieller Fiakerboden und NS-Mahnmal

Einen speziellen Belag erhalten die zukünftig im Schatten des Doms abgestellten Fiaker-Pferde. Sie werden auf im Boden eingelassenen und in Öl getränkten Holzstöcken aus Weißer Tanne stehen. Das schont die Tiere, außerdem ist der Holzuntergrund widerstandfähiger gegen Pferdeurin. Und an der Stelle, wo kurz nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland am 30. April 1938 die einzige NS-Bücherverbrennung auf heimischem Boden stattfand, ist ein im Boden integriertes Denkmal geplant.

Das Siegerprojekt wurde bereits mit dem Denkmalamt und der Sachverständigenkommission für die Altstadt abgestimmt. Die Kosten für die Pflasterung mit den nötigen technischen Einbauten wie Kabelsträngen und im Boden eingelassenen Stromhydranten bezifferte Bürgermeister Schaden heute mit 4,9 Millionen Euro.

Erste Pläne für Residenzplatz in 70er-Jahren

Konkrete Pläne für eine Neugestaltung des Platzes gab es bereits in den 1970er-Jahren. Mitte der Neunzigerjahre versuchte die Stadt schon einmal mit Gönnern und Sponsoren eine Finanzierung zu erreichen, zuletzt wurde 2007 ein Architektenwettbewerb entschieden. Das damalige Siegerprojekt – eine vollständige Pflasterung mit bunten Flusssteinen – scheiterte an der technischen Umsetzung. Dass das Projekt auch dieses Mal nicht realisiert werden könnte, glaubte Stadtchef Schaden am Dienstag nicht. “Es gibt einen überzeugenden Plan, das Projekt ist rundum abgesichert und ausfinanziert und es gibt auch keinen politischen Zank.”

(APA)

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