Restaurierung von Stift Rein abgeschlossen

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2006 wurde Grab von Markgraf Leopold I. entdeckt
2006 wurde Grab von Markgraf Leopold I. entdeckt
Nach zehn Jahren sind die rund 3,1 Mio. Euro teuren Restaurierungsarbeiten an der Basilika des Stifts Rein nördlich von Graz nun abgeschlossen. Das teilte die “Kathpress” am Donnerstag mit. Im Zuge der Arbeiten wurden mehrere historische Funde gemacht, darunter im Jahr 2006 das Grab des ersten steirischen Landesherren (1122-1129) und Klosterstifters Leopold I. aus dem Geschlecht der Traungauer.


Ein Drittel der Baukosten für die bauliche “Frischzellenkur” wurde vom Land Steiermark getragen, ein weiteres Drittel steuerten der Bund, die Stadt Graz, die Diözese Graz-Seckau sowie umliegende Gemeinden bei. Das restliche Drittel von rund 1,2 Mio. Euro konnte durch Spenden und Eigenleistungen aufgebracht werden. Am Nationalfeiertag wird um 15 Uhr der Abschluss der Arbeiten mit einem Festgottesdienst gefeiert. Außerdem erscheint der Bildband “Ein Himmel auf Erden”, in dem Fotos des Gotteshauses und Wissen über das Kunsthandwerk zu finden sind.

Der wohl bedeutendste Fund wurde 2006 beim Bau einer Fußbodenheizung gemacht: In einem Grab wurden die Reste von Markgraf Leopold I. aus dem oberösterreichischen Geschlecht der Traungauer entdeckt. Unter dem Markgrafen der Steiermark, Leopold I., später genannt der Starke, war im Jahre 1128 begonnen worden, ein Kloster in den dichten Wäldern nordöstlich von Graz zu errichten. Doch bereits ein Jahr danach verstarb Leopold. Seine Gemahlin Sophie vollendete die Stiftung bis 1138.

Markgraf Leopold hatte 1128 mit dem Zisterzienserkloster Ebrach im bayerischen Erzbistum Bamberg verhandelt und im Jahr 1129 Mönche von dort nach Rein gerufen. Den Mönchen wurde dann der erste Grundbesitz in Rein und Judendorf-Straßengel übergeben. Laut Pater August Janisch vom Stift Rein habe es im Todesjahr Leopolds 1129 in Rein noch kein festes Bauwerk, bestenfalls eine Bauhütte gegeben. Man hat den Markgrafen wahrscheinlich vorübergehend an einem anderen Ort beerdigt und nach Vollendung des “vornehmsten Ortes der Klosteranlage, dem Kapitelsaal, hier endgültig zu Ruhe gelegt”, so Janisch.

Die barocke Stiftsbasilika wurde vor 250 Jahren von Baumeister Johann Georg Stengg errichtet und ersetzte damals die ursprüngliche romanische Kirche aus dem Jahr 1138. Zum Stift Rein gehören heute 16 Mönche, die 13 Stiftspfarren betreuen, sowie zwei Novizen. Rund 10.000 Besucher kommen jährlich in das Kloster nahe Graz, um einen Blick “hinter die Klostermauern” zu werfen.

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