Riskante Überholmanöver: Zwei tödliche Verkehrsunfälle innerhalb von 48 Stunden in Salzburg

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Tödlicher Crash Freitagabend in Lofer.
Tödlicher Crash Freitagabend in Lofer. - © FF Lofer
In der vergangenen Woche starben fünf Pkw-Lenker, vier Fußgänger, zwei Lkw-Lenker und ein Mopedlenker bei Verkehrsunfällen. In Salzburg kamen zwei Menschen ums Leben. In beiden Fällen hat ein Überholmanöver zum Crash geführt.

Innerhalb von etwas mehr als 48 Stunden sind am Wochenende in Salzburg zwei Frauen bei Verkehrsunfällen getötet worden: Freitagabend krachte in Lofer (Pinzgau) ein 34-jähriger Deutscher mit seinem Auto in das Fahrzeug einer 50-Jährigen. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Der Deutsche war laut Polizei der Meinung, dass die B311 in diesem Bereich zweispurig in Richtung Lofer führe und setzte zum Überholmanöver an.

Schwere Fahrfehler führten in Salzburg zu fatalen Unfällen

Ebenfalls wegen eines schweren Fahrfehlers kam es Sonntagabend auf der B1 in Henndorf (Flachgau) zu einem fatalen Crash. Laut Angaben der Polizei soll ein 28-jähriger Pkw-Lenker trotz doppelter Sperrlinie ein Wohnmobil überholt haben und dabei frontal in den entgegenkommenden Wagen geprallt sein. Die 63-jährige Lenkerin, die nicht angeschnallt war, starb noch an der Unfallstelle. Vier weitere Personen wurden bei dem Unfall in Henndorf verletzt.

Sonntagabend kam in Henndor eine Frau ums Leben./RK Salzburg Sonntagabend kam in Henndor eine Frau ums Leben./RK Salzburg ©

Zwölf Verkehrstote in einer Woche

Doch nicht nur in Salzburg kam es am Wochenende zu tödlichen Verkehrsunfällen. Österreichweit starben innerhalb dieses Zeitraums insgesamt acht Menschen. Über die gesamte Vorwoche kamen zwölf Menschen auf Österreichs Straßen ums Leben.

Vier Menschen verloren ihr Leben in der Vorwoche auf einer Bundesstraße, je drei auf einer Gemeinde- und Landesstraße und zwei auf einer Autobahn. Drei Verkehrstote gab es in Wien, jeweils zwei in Niederösterreich und Salzburg und je einen Verkehrstoten im Burgenland, Kärnten, Oberösterreich, Steiermark und Vorarlberg.

Vermutliche Unfallursachen waren in jeweils drei Fällen nicht angepasste Geschwindigkeit und Unachtsamkeit/Ablenkung, in zwei Fällen eine Vorrangverletzung und in je einem Fall eine Alkoholisierung und Überholen. Bei zwei Unfällen konnte die Ursache bisher nicht geklärt werden. Vier der acht tödlichen Unfälle waren Alleinunfälle und eine Verkehrstote war ausländische Staatsbürgerin.

2017 bereits 298 Verkehrstote

Vom 1. Jänner bis 17. September 2017 gab es im österreichischen Straßennetz 298 Verkehrstote (vorläufige Zahl). Im Vergleichszeitraum 2016 waren es 316 und 2015 359.

(SALZBURG24/APA)

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