RLW: Alles bereit für den Mega-Kracher um Meistertitel

Akt.:
Von Alberschwende vor Marco Hödl (li.) nicht zu halten. Ob es Anif schafft?
Von Alberschwende vor Marco Hödl (li.) nicht zu halten. Ob es Anif schafft? - © Krugfoto
Anif erlegte Alberschwende mit neun Toren und brennt auf die Titelverteidigung. Auch Grödig gab sich im Liga-Hit vor dem entscheidenden Derby keine Blöße. St. Johann bestätigt indes den Erfolgslauf im Frühjahr mit einem 2:0-Sieg gegen Hard.




Besser hätte nicht einmal Hollywood-Regisseur Steven Spielberg das Drehbuch schreiben können. Die Westliga und Salzburgs Fußball-Fans bekommen am Sonntag (14 Uhr) die zwei besten Amateurteams im alles entscheidenden Duell um die Meisterschaft zu sehen. Weil Leader Anif über das Schlusslicht hinwegfegte und Grödig gegen Verfolger Altach nichts anbrennen ließ.

Anif egalisiert 1.090 Tage alten Torrekord

Der Heim-Auftritt gegen Alberschwende machte abermals die Vormachtstellung des Meisters deutlich. Ganze neun Treffer gelang der Hofer-Elf – so viele wie in der Salzburger Liga vor 1.090 (!) Tagen gegen den FC Hallein. “Das zeigt, dass wir das Spiel ernst genommen haben und den Fokus nicht schon auf Grödig hatten”, erklärte Anif-Trainer Thomas Hofer im Gespräch mit SALZBURG24. Herausstach abermals Goalgetter Marco Hödl, der mit seinem Viererpack sein Torkonto auf 29 Treffern hochschraubte. Laut derzeitigem Stand bleibt er Anif erhalten. Auch wenn die deutsche und italienische zweite Liga anklopfen. Genauso wie Sebastian Wachter, der noch kein konkretes Angebot vorliegen hat.

Fest steht auch, dass der Leader in dieser Form nur schwer zu biegen ist. Die Torausbeute mit 17 erzielten und einen erhaltenen Treffer aus den letzten drei Spielen sprechen Bände.

Josef Weberbauer ist wieder fit – der nächste Erfolgsgarant für Anif. /Krugfoto Josef Weberbauer (li.) ist wieder fit – ein Erfolgsgarant für Anif. /Krugfoto ©

Westliga-Derby mit Cup-Final-Charakter

Auf den Torrekord vom Vorjahr fehlen dem Meister zwar noch zehn Treffer, dennoch blickt Hofer positiv auf das anstehende Duell mit Grödig: “Es spielen die zwei mit Abstand besten Teams gegeneinander. Ich schätze die Chancen auf 50:50 ein.” Von der negativen Bilanz gegen Grödig hält der Meistertrainer allerdings nichts. “Auch bei Red Bull Salzburg ist die Serie gerissen. Von der Vergangenheit kann man sich nichts kaufen. Es wird wieder auf Null gestellt, das Derby hat einen Charakter wie ein Cup-Finale”, fügte Hofer an.

Grödig beweist Herz und Leidenschaft

Will Grödig die Meisterschaft noch spannend halten, muss am Sonntag ein Sieg gegen den Meister her. Die Hausaufgabe gegen Altachs Amateure bewältigte die Messner-Crew mit Bravour. Und das, obwohl acht Spieler verletzungsbedingt ausfielen. “Mit Herz und Leidenschaft haben wir die Ausfälle kompensiert und enormen Teamspirit gezeigt”, sagte Messner, der es mit seinem Betreuerstab erneut schaffte, das Leistungsmaximum aus der Mannschaft heraus zu holen. Stellvertretend dafür stand das erste Tor: Elias Kircher (40.) setzte einen Sprint über das gesamte Feld und köpfte als Rechtsverteidiger eine Omerovic-Flanke zum 0:1 ein. Den 0:2-Endstand von Scott Kennedy (86.) bereitete er mit seinem gefürchteten Freistoß vor.

Grödig muss ab Sommer auf die Dienste von Elias Kircher verzichten – er wechselt zum SAK. /Krugfoto Grödig muss ab Sommer auf die Dienste von Elias Kircher (li.) verzichten – er wechselt zum SAK. /Krugfoto ©

Messner stapelt vor Mega-Kracher tief

Die Ausgangslage ist klar: Grödig muss Anif daheim in die Knie zwingen, ansonsten feiert der Leader seine Titelverteidigung ausgerechnet in der Heimat des Erzrivalen. “Ein Rezept werde ich meinem Team vorlegen, aber in so einem Spiel kommt es auf die Tagesverfassung an. Ich sehe es als ein Duell zwischen David und Goliath”, sagte Messner. Verzichten muss der Neo-Trainer auf Dzidziguri, Erdogan, Lukacevic, Zschock, Nazic und Ziege. Auch Leithammel Robert Strobl ist fraglich.

Viel Potential in St. J0hann vorhanden

Nur zwei Spiele verlor St. Johann im Frühjahr. Die Arbeit von Trainer Ernst Lottermoser trägt immer mehr Früchte. Das zeigte auch die Partie gegen Fixabsteiger Hard. Mit einer Dreierkette diktierten die Pongauer das ganze Spiel und ließen den Gegner nicht ein Mal auf das eigene Tor schießen. Für die eigenen Treffer war Marco Grüll zuständig. In Minute 24 behielt er im Duell mit Keeper Marc-Andre Bursac die Nerven, ehe er in der Nachspielzeit für die Entscheidung sorgte. “Man sieht, dass sehr viel Potential in der Mannschaft vorhanden ist. Auch wenn uns im Vergleich zum Vorjahr noch zehn Punkte fehlen”, sagte Lottermoser, der gern sein Team in der Tabelle etwas weiter vorne sehen würde.

Regionalliga West: 28. Runde

    • FC Pinzgau Saalfelden : FC Mohren Dornbirn 1913 1:1 (0:1)
    • SV Wals-Grünau : SV Seekirchen 2:1 (2:1)
    • FC Eurotours Kitzbühel : FC Wacker Innsbruck II 3:2 (0:2)
    • SC Schwaz : SV Wörgl 3:2 (1:0)
    • USK Maximarkt Anif : Alberschwende 9:0 (6:0)
    • TSV McDonald´s St. Johann : FC Hard 2:0 (1:0)
    • Altach Amat. : SV Grödig 0:2 (0:1)
    • FC Kufstein : VfB Hohenems 3:1 (0:0)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Salzburger gründen acht Untern... +++ - Pensionist vermietet in Salzbu... +++ - Alkolenker reißt Zapfhahn aus ... +++ - Salzburg erwartet Kaltfront +++ - Knapp um die Hälfte weniger Ei... +++ - Immer mehr Mopedlenker ignorie... +++ - Nach Besuch von Wettlokal: 27-... +++ - Urlauberverkehr ohne Blockabfe... +++ - Bergheim: Große Fahndung nach ... +++ - 25-Jähriger im Tennengau mit C... +++ - Saalfelden eröffnet neue Sport... +++ - Das war das Roahax-Turnier 201... +++ - Stau auf der A10: Ortsdurchfah... +++ - Fahrraddieb in Salzburg bedroh... +++ - Eisgrotten-Chef Manfred Dalus ... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen