RLW: Anif bleibt Tabellenführer und SAK nicht mehr Schlusslicht – Goalgetter in die Bundesliga?

Von Aleksandar Andonov
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Seekirchens Lukas Fridrikas (re.) steht noch eine große Zukunft bevor. Der 18-jährige könnte in der Bundesliga landen.
Seekirchens Lukas Fridrikas (re.) steht noch eine große Zukunft bevor. Der 18-jährige könnte in der Bundesliga landen. - © Krugfoto
Nach Anifs “Nullnummer” in Dornbirn, verpasste Grödig im Salzburg-Derby den Sturm auf die Tabellenspitze der Regionalliga West. Indes feierten Seekirchen, Eugendorf und der SAK wichtige Erfolge gegen den Abstieg. Austria Salzburg hingegen nähert sich der Gefahrenzone immer mehr. Außerdem steht ein Goalgetter vor einem Transfer in die Bundesliga.




Grödig verpasste, vor dem anstehenden Westliga-Gipfel am kommenden Samstag, die Führung vor Anif zu übernehmen. Nachdem sich Anif am Mittwoch mit 0:0 gegen Dornbirn trennte, machte es der direkte Titelrivale dem Erzfeind im Salzburg-Derby gegen den FC Pinzgau gleich.

Pinzgauer Mauertaktik gegen Titelanwärter erfolgreich

Dornbirn machte es am Mittwoch gegen Anif vor, stellte sich zu elft hinten rein und versuchte das Spiel des Tabellenführers zu zerstören. Der FC Pinzgau tat es den Vorarlbergern gleich und legte den Fokus ebenfalls auf eine Mauertaktik. “Wir haben gewusst, dass wir nicht mitspielen können und uns mit allen Mitteln wehren müssen”, erklärte Pinzgau-Coach Markus Fürstaller. Grödig rannte vergebens an, hätte durch Jukic, Ottl und Pichler in Führung gehen können. “Teilweise war es Unvermögen, jedoch zog uns Pinzgau-Goalie Stan Van Hoeven mit Glanzparaden auch den Nerv”, erklärte Fötschl. “Die Belastung der langen Saison wird bemerkbar. 23 Spiele in drei Monaten sind kräfteraubend”, führte Fötschl an. Sechs Tage bleibt den Mannen vom Untersberg um sich auf den Westliga-Gipfel (Samstag 15 Uhr) gegen Tabellenführer Anif vorzubereiten.

Anifs Eyüp Erdogan (li.) erlegte St. Johann (Emrah Sahin/re.) quasi im Alleingang. /Krugfoto ©

Anif bleibt am RLW-Thron

Vor dem Schlager gegen Grödig bleibt Anif Tabellenführer. Gegen St. Johann fuhren die Hofer-Boys einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg ein und liegen nun drei Punkte und mit 13 Toren Vorsprung (bei einem Spiel mehr) an der Tabellenspitze der Liga. Ein Erdogan-Doppelpack und eine meisterliche erste Halbzeit entschied das Duell gegen die Pongauer. “Beim zweiten Treffer hatte sich der Stürmer den Ball mit der Hand mitgenommen”, ärgerte sich Lottermoser über den irregulären Treffer. St. Johann muss jedoch noch eine bittere Pille schlucken. Innenverteidiger Thomas Pertl verletzte sich so schwer am Knie, dass er ins Unfallkrankenhaus Salzburg abtransportiert werden musste. “Die Diagnose müssen wir abwarten. Hoffentlich ist es nichts schlimmes”, zittert Lottermoser um seinem Schützling. Sollte Grödig im Nachtrag am Mittwoch gegen Kufstein (18.30 Uhr) gewinnen, halten beide Teams bei gleich vielen Punkten und matchen sich im letzten Spiel um die Winterkrone.

Eugendorf zeigt sein wahres Gesicht

Bis zur neunten Runde hatte Eugendorf mickrige fünf Zähler am Konto. Trainer Thomas Eder bewahrte Ruhe und impfte nach anfänglichen Startschwierigkeiten den Spielern seine Spielphilosophie ein. In der zweiten Hälfte der Hinrunde verlor Eugendorf nur gegen Anif, vervierfachte mit kompakten Mannschaftsleistungen sein Punktekonto auf 21 Zähler. Gegen Schwaz kam etwas Glück dazu. Der Dritte war großteils das bessere Team, fand aber keine Mittel um Keeper Aumayr zu überwinden. Matthias Finder besorgte in der 68. Minute das Goldtor nach einem Abpraller. “Wir hatten das glücklichere Ende auf unserer Seite”, gab Eder zu, der am letzten Spieltag auf Schlusslicht Hohenems trifft. “Ein Schlüsselspiel, in dem wir den Abstand nach hinten vergrößern müssen.”

Seekirchens Torjäger in die Bundesliga?

Gegen Schlusslicht Hohenems tat sich Seekirchen lange Zeit schwer. Die größten Chancen ließen Taferner und Co. teils fahrlässig liegen. Auf einen Mann kann sich Seekirchen derzeit jedoch blind verlassen. Lukas Fridrikas befindet sich in bestechender Form. Nach seinem Transfer von Anif traf der erst 18-jährige Stürmer bereits 15 Mal. “Er hat ein Riesenpotential und kann es noch weit schaffen”, erklärt Seekirchens sportlicher Leiter Mario Lapkalo. Das Management von Fridrikas sei mit Wacker Innsbruck und Sturm Graz eng in Kontakt. “Möglich, dass ihn die Grazer verpflichten und ihn in der zweiten Liga parken. “Wenn er mental reift und im Training auch noch etwas mehr Gas gibt, könnte er es schaffen”, erklärte Lapkalo. Max Hagmayr, sein Manager, bestätigt das Interesse von vier bis fünf Vereinen. “Natürlich sind seine Leistungen nicht verborgen geblieben. Die Scouts haben sein Talent bereits erkannt und werden ihn weiter beobachten. Auch von der Bundesliga und der zweiten Liga sind potentielle Kandidaten dabei”, erläuterte Hagmayr im SALZBURG24-Gespräch.

Austria Salzburg verspielt erneut einen Sieg

Bereits zum vierten Mal verspielt Austria Salzburg in der laufenden Saison einen komfortablen Vorsprung. In der Vorwoche gingen die Violetten gegen Wörgl nach 0:3 doch noch mit 4:3 als Verlierer vom Platz. Gegen die Altacher Amateure gab die Emich-Elf eine 2:0-Führung aus der Hand. Nachdem Öztürk (11.) und Toth (36.) für die Austria getroffen hatten, kam es in der 45. Minute zur spielentschiedenen Szene: Morariju musste nach angeblicher Torchancenverhinderung mit Rot vom Feld, die Altacher erzielten mit dem Pausenpfiff noch das 1:2. Die numerische Überlegenheit wussten die Altacher in der Folge in Toren umzumünzen und erlegten schlussendlich müde Austrianer mit 4:2. “Ein klassischer Selbstfaller, wobei zwei Schiedsrichterentscheidungen uns das Spiel gekostet haben”, ärgerte sich Emich.

SAK schöpft wieder Hoffnung

Seit dem 6. August hatte der SAK 1914 nicht mehr gewonnen. Nach der aufsteigenden Form in den letzten fünf Spielen, in denen die Städter nur einmal verloren, belohnte sich die Wintersteller-Elf wieder einmal für den Aufwand. Die Blau-Gelben drehten gegen Hard ein 0:1 durch Alexander Seywald (55.) und Danijel Vucanovic (74.) noch in ein 2:1 um. “In der zweiten Hälfte betrieben wir etwas mehr Aufwand, hatten die besseren Chancen und konnten so den lang ersehnten Sieg einfahren”, erklärte Wintersteller, dessen Team nach 13 Spielen wieder gewonnen und dadurch das Schlusslicht an Hohenems übergeben konnte. “Wichtig ist, dass wir den Anschluss halten konnten und auch nach der Winterpause dabei sind”, fügte Wintersteller an.

Danijel Vukanovic (li.) sorgte für den 2:1-Siegtreffer für die Nonntaler. /Krugfoto Danijel Vukanovic (li.) sorgte für den 2:1-Siegtreffer für die Nonntaler. /Krugfoto ©

Regionalliga West: 17. Runde

  • Kufstein : Wörgl 1:0 (1:0)
  • FC Pinzgau Saalfelden : SV Grödig 0:0 (0:0)
  • Hohenems : SV Seekirchen 0:1 (0:0)
  • FC Wacker Innsbruck II : Dornbirn 1:1 (0:0)
  • Altach Amat. : SV Austria Salzburg 4:2 (1:2)
  • SAK 1914 : Hard 2:1 (0:1)
  • USK Anif : TSV St. Johann 2:0 (1:0)
  • Schwaz : USC Eugendorf 0:1 (0:0)

(SALZBURG24/Andonov)

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