RLW: Bekommt Anif bei Aufstiegs-Debatte Hilfe vom “großen Bruder”?

Anif-Obmann Norbert Schnöll (li.) und Trainer Thomas Hofer (re.) wollen für den Aufstieg in den Profi-Fußball alles geben.
Anif-Obmann Norbert Schnöll (li.) und Trainer Thomas Hofer (re.) wollen für den Aufstieg in den Profi-Fußball alles geben. - © Krugfoto
Anifs Druck auf die Bundesliga, die Lizenzbestimmungen für die neue zweite Liga zu lockern, half nichts. Das Erfüllen der Auflagen sei für den Westliga-Meister nach dem Workshop am Dienstag in Salzburg in weiter Ferne. Der “große Bruder” Red Bull Salzburg und die Gemeinde Anif könnten jedoch zu Rettungsankern avancieren.




Sportlich bewies Anif bereits des Öfteren die Aufstiegsreife für den Profi-Fußball. Einzig das im letzten Jahr wohl am heißesten diskutierte Thema über das fehlende Flutlicht könnte alle Ambitionen in Rauch aufgehen lassen.

Bundesliga hielt Anifs Druck stand

In den letzten Monaten versuchten Anifs Obmann Norbert Schnöll und weitere potentielle Aufstiegskandidaten der Regionalliga mit sanftem Druck auf die Bundesliga die Lizenzbestimmungen zu lockern. “Die Liga wird auf die Vereine eingehen müssen”, lautete Schnölls Einschätzung gegenüber SALZBURG24. Beim Informationsabend wurde den Anwärtern für die neue zweithöchste Spielklasse – Grödig, Anif, Kufstein und Schwaz – die Rahmenbedingungen präsentiert und zeitgleich die Hoffnungen auf eine Lockerung zerschlagen. “Für uns wäre es ein enormer finanzieller Kraftakt. Wir müssen uns erst klar werden, ob wir das Kapital für das Flutlicht und zwei fix angestellte Dienstnehmer (Trainer und Manager, Anm.) stemmen wollen und können”, sagte Schnöll. Ob die Vereine in der zweiten Liga mit Fernseheinnahmen rechnen können steht in den Sternen – ein weiterer Unsicherheitsfaktor in der Planung.

Flutlicht bleibt Anifs größtes Sorgenkind

Bis 15. März müssen aufstiegswillige Vereine zumindest den Baubeschluss eines Flutlichts (400 Lux) vorweisen. Sollte es bis Saisonbeginn nicht stehen, muss man zudem ein Ausweichstadion finden. Der Aufwand gegenüber der dritten Liga sei immens. In den nächsten zwei Wochen sollen Gespräche mit dem Vorstand Klarheit geben. Bei der Gemeinde Anif, die Grundeigentümer der Sportanlage ist, gab es laut Amtsleiter Gerhard Schnöll bislang keine offizielle Anfrage für den Bau. “Bislang gab es nur ein Gespräch zwischen Tür und Angel mit Bürgermeisterin Gabi Gehmacher”, erklärte Schnöll. Gehmacher, die sich bekanntlich stark für den Sport einsetzt, kündigte bereits gegenüber S24 an, dass sie sich nicht querstellen, sondern die Anliegen mit offenem Ohr lauschen werde. Gut möglich, dass auf der seit 1985 bestehenden Anlage eine Modernisierung stattfinden wird.

Avanciert Red Bull Salzburg zum großen Rettungsanker?

Vor sieben Jahren ging Anif eine vieldiskutierte Kooperation mit Red Bull Salzburg ein. Da die Amateurmannschaft des Bundesligaklubs nicht mehr in der zweithöchsten Klasse spielen durfte, sollte Anif mit Red-Bull-Unterstützung als “Farmklub” in die Erste Liga aufsteigen. Am 28. Juni 2012 wechselte der USK Anif seinen Namen in FC Liefering. Damit ging ein Standortwechsel sowie die Übertragung des Aufstiegsrechts in den bezahlten Fußball einher. Seitdem erhält Anif vielversprechende Talente aus der Nachwuchsakademie zur Verstärkung des Kaders und auch wohl finanzielle Spritzen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebs. “Die Kooperation ist aufrecht und bleibt weiterhin bestehen”, lauten die offiziellen Statements aus Salzburg und Anif. Nähere Details wollten beide Lager nicht preis geben. Gut möglich, dass Anif auch diesmal vom “großen Bruder” unterstützt wird. Damit würden die Bullen erneut ewige Dankbarkeit für die Kooperation Ausdruck verleihen. Und auch ihre Rohdiamanten könnten in einer höheren Liga zu großen Giganten reifen.

 

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