RLW: Drei Salzburg-Derbys mit nur einem Happy-End

Von Aleksandar Andonov
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Eugendorf (Wolfgang Suppan/li.) war gegen FC Pinzgau zu unentschlossen, befindet sich weiterhin in der Gefahrenzone.
Eugendorf (Wolfgang Suppan/li.) war gegen FC Pinzgau zu unentschlossen, befindet sich weiterhin in der Gefahrenzone. - © Krugoto
Grödig und Anif ziehen an der Tabellenspitze der Regionalliga West weiterhin einsam ihre Kreise. St. Johann sorgte im Derby gegen die Austria für eine echte Überraschung, während der Ausgang zweier Salzburger Krisengipfel keinem so wirklich weiterhilft.




Grödig eilt weiter von Sieg zu Sieg. Die Fötschl-Elf weist auch im sechsten Heimspiel eine blütenweiße Weste auf, ist auch von Wörgl vor heimischen Publikum nicht zu stoppen.

Grödig weiter unaufhaltsam Erster

Grödig-Manager Christian Haas und Trainer Andreas Fötschl scheinen bei der Kaderzusammenstellung vieles richtig gemacht zu haben. Mit einem Mix aus einer Achse an Führungsspielern, Routine und jungen Wilden sorgen die Grödiger – mit nur einer Niederlage in 13 Spielen – weiterhin für Furore. Gegen Wörgl erzielten Lukacevic und der Liga-Topscorer Jukic früh das 2:0, ehe Feiser und abermals Jukic mit einem Doppelschlag (60., 65.) alles klar machten. Danach ließ die Konzentration nach und Wörgl bestrafte dies sofort mit zwei Gegentreffern. “Es muss uns klar sein, dass wir bei Unkonzentriertheit verwundbar sind. Am Freitag gegen die Austria müssen wir das abstellen”, richtete Fötschl im Gespräch mit SALZBURG24 den Fokus auf das brisante Duell. “Wir werden versuchen dem Duell etwas die Brisanz zu nehmen. Sportlich sind wir mit Emichs Aussage, dass sie uns weghauen werden, motiviert genug.” Zu beobachten gilt, ob Austrias Anhänger, nach dem Vorfall mit dem Grödig-Manager, eine Botschaft für Haas parat haben werden.

Lukacevic Leonardo (Mitte) besorgte den 1:0-Führungstreffer für Grödig. /Krugfoto Leonardo Lukacevic (Mitte) besorgte den 1:0-Führungstreffer für Grödig. /Krugfoto ©

Zehnter Streich für Anif

Apropos Kaderzusammenstellung: Da hat Anif im Sommer anscheinend auch das richtige Händchen bewiesen. Trotz Ausfall wichtiger Stammkräfte, boten die Anifer gegen Hohenems eine solide Leistung ab. Mit einem 1:3-Auswärtserfolg feierte die Hofer-Crew den zehnten Sieg in Serie. Besonders bemerkenswert: Geich vier Anifer sind in den Top zehn der Westliga-Schützenliste zu finden. Gegen das Schlusslicht aus Hohenems trug sich Kranz im Doppelpack sowie Erdogan mit seinem elften Saisontreffer ein. Ein Indiz, dass die Flachgauer in der Offensive nicht leicht auszurechnen sind. “Durch unseren offensiven Spielstil sind wir sehr variabel. Wir gehen gerne den Kompromiss ein, das ein oder andere Gegentor zu kassieren”, erklärte Hofer, dessen Team mit 45 erzielten Treffern den Schnitt auf 3,5 Tore/Spiel anheben konnte.

St. Johann überrascht Austria Salzburg

St. Johann zeigte im Derby gegen Austria Salzburg ihre gewohnte Heimstärke und bestätigte den Auswärtserfolg der Vorwoche in Wörgl. Die Lottermoser-Elf bot bei der Rückkehr einiger Leistungsträger (Pertl & Co.) eine tadellose Leistung gegen die Violetten. Die Pongauer setzten die Dreierkette der Städter immer wieder unter Druck, kamen in der Folge über die Flügel und über ein kompaktes Zentrum drei Mal zum Erfolg. “Die Mannschaft hat unseren Matchplan hervorragend umgesetzt. Der Sieg war hochverdient”, sagte Lottermoser. Leonardo Barnjak (20.), Mario Krimbacher (45.) und Benjamin Ajibade (82.) waren mit ihren Treffern hauptverantwortlich für den Befreiungsschlag aus dem Keller.

Ein Unentschieden das weder SAK (F. Ebner/li.) noch Seekirchen (Stadlmann/re.) aus dem Tabellenkiller hilft./Krugfoto Ein Unentschieden das weder SAK (F. Ebner/li.) noch Seekirchen (Stadlmann/re.) aus dem Tabellenkeller hilft./Krugfoto ©

Unvermögen überwiegt in Salzburger Derbys

Die Salzburg-Derbys zwischen SAK und Seekirchen beziehungsweise Eugendorf und Pinzgau endete jeweils mit einem 1:1. So richtig freuen konnte sich jedoch kein Team über den Ausgang. Alle vier Mannschaften bleiben auch nach der 13. Runde dem Tabellenkeller nahe. Dabei brachte sich Eugendorf teilweise mit Unvermögen vor dem Tor der Pinzgauer selber um die Früchte. “Ein äußerst glücklicher Punkt, den wir aber auch gerne mitnehmen”, erläuterte Linzgau-Coach Fürstaller. “Wir waren zwar spielbestimmend, aber vor dem Tor zu unentschlossen”, sagte Eugendorf-Trainer Thomas Eder. Beim Krisengipfel zwischen SAK und Seekirchen galt verlieren verboten. Die Nonntaler haben – wie schon im Laufe der Saison – stümperhaft ihr Chancen vergeben und sich schlussendlich noch einen Gegentreffer zum Ausgleich eingefangen. “Blackouts von 15-20 Minuten kosten uns derzeit die Siege”, wies SAK-Trainer Wintersteller auf die Parallelen der vergangenen Spiele hin, dessen Team nun vier Punkte auf das rettende Ufer hat.

Regionalliga West: 13. Runde

  • Schwaz : FC Wacker Innsbruck II 1:1 (1:0)
  • SAK 1914 : SV Seekirchen 1:1 (1:0)
  • Hohenems : USK Anif 1:3 (1:2)
  • TSV St. Johann : SV Austria Salzburg 3:0 (2:0)
  • USC Eugendorf : FC Pinzgau Saalfelden 1:1 (0:0)
  • Hard : Kufstein 3:1 (1:1)
  • Dornbirn : Altach Amat. 0:1 (0:0)
  • SV Grödig : Wörgl 4:2 (2:0)

(SALZBURG24/Andonov)

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