RLW: Drei “Watschn”, altbekanntes Leiden und ein souveräner Tabellenführer

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Roman Wallner (re.) verdrängt Grödigs Topscorer Mersudin Jukic auf die Bank und trifft gleich doppelt.
Roman Wallner (re.) verdrängt Grödigs Topscorer Mersudin Jukic auf die Bank und trifft gleich doppelt. - © Krugfoto
Mit Ausnahme von Spitzenreiter Grödig und Wals-Grünaus sensationellen Auftritt blicken die restlichen Salzburger Westliga-Vertreter auf eine verkorkste fünfte Runde zurück. Anifs stolze Heimbilanz riss gegen Aufsteiger Kitzbühel, während St. Johann, Seekirchen und Pinzgau derbe Schlappen einstecken mussten.




Das Grödiger Offensiv-Werk kommt immer besser ins Rollen. Koita (41.) brach für die Fötschl-Elf erst knapp vor der Pause gegen den unterlegenen Gegner Alberschwende den Bann.

Wallner rechtfertigt seinen Jukic-Ersatz

Der Topscorer des Vorjahres, Mersudin Jukic, musste in der Startelf für Grödigs neuen Goalgetter Wallner Platz machen. Der Routinier zahlte Coach Fötschl das Vertrauen gleich mit zwei Toren zurück. “Die Spieler auf der Bank müssen damit umgehen lernen. Bei mir spielen jene, die in Top-Form sind und zum Gegner passen. Dieses Mal hat es eben Jukic erwischt”, erklärte Fötschl im SALZBURG24-Gespräch den Stürmer-Tausch. Mit dem Auftritt war er sehr zufrieden, sah den Aufsteiger beim 4:0 noch gut bedient. Bereits zum vierten Mal hielt Grödig-Goalie Hundertmark seinen Kasten sauber. Der Fokus wird in Grödig weiterhin auf die spielerischen Elementen mit wenig Ballkontakten gelegt. Die Bilanz: in fünf Spielen nur ein Remis, 17 erzielte Treffer und nur ein erhaltenes Tor – macht in Summe, mit einem Punkt Vorsprung, Platz eins vor Altachs Amateuren.

David Hundertmark hielt zum vierten Mal in Folge die "Null" fest. /Krugfoto David Hundertmark hielt zum vierten Mal in Folge die Grödiger “Null” fest. /Krugfoto ©

Altach überrollt St. Johann

Der neue Grödig-Verfolger Altach zeigte nach starker Anfangsphase der Pongauern die Grenzen auf. “Es klingt saublöd, aber vielleicht sind wir zu gut ins Spiel gestartet”, sagte Coach Lottermoser, dessen Team durch Grüll (3.), Ajibade (10.) und Sahin (20.) in Führung hätte gehen können. Altachs Amateure erzielte in der Folge aus jedem Angriff ein Tor. Speziell Akyildiz, der den Sprung zu den Profis schaffen will, war mit drei Treffern von den St. Johannern nicht zu stoppen. St. Johann konnte sich nach dem 3:0 zur Pause nicht erholen, Coach Lottermoser hofft, dass sein Team diesen Lernprozess positiv nützen kann.

Erste Heimniederlage seit 15 Spielen für Anif

Am 7. August 2016 ging Anif (gegen Grödig 1:3, Anm.) zum letzten Mal als Verlierer vom eigenen Platz. Ausgerechnet gegen Aufsteiger Kitzbühel brach die stolze Heimserie mit 15 ungeschlagenen Partien. “Auch diesmal wurde unsere Chancenverwertung bestraft”, resümierte Trainer Hofer. Den 1:0-Rückstand durch Ex-Bürmooser Margic konnte die Hofer-Crew nicht mehr wettmachen. Gelegenheiten dazu hatte der Meister allemal. Oberst, der in den letzten 20 Minuten als Mittelstürmer auflief, sowie Hödl fanden jeweils vier Hochkaräter vor. “Da muss einfach einer reingehen”, ärgerte sich Hofer, der dennoch mit dem Kreieren der Chancen zufrieden war. Es macht den Anschein, Anif würde noch ein Knipser fehlen. Bislang schultert Hödl die gesamte Offensiv-Last.

Wals-Grünau überrascht eigenen Trainer

Um einiges besser machte es Wals-Grünau gegen das Top-Team aus Schwaz. Der Sensationsaufsteiger stellte personell um, ließ Goalgetter Pichler draußen und brachte Ozegovic auf der Seite. Zunächst bediente der überragende Peter nach einem Konter Ozegovic ideal. Beim 2:0 revanchierte sich der Torschütze nur fünf Minuten später mit einem schönen Zuspiel auf Peter. Den Sack machte Ozegovic nach einer erneuten Vorlage von Peter in der 53. Minute zu. “Die Systemumstellungen haben gefruchtet. Das Team hat mich wieder einmal selber überrascht. Hervorzuheben sind Peter und Ozegovic”, sagte Aigner.

 

Dornbirn tanzt Samba mit Seekrichen

“Viel schlechter kann man eigentlich gar nicht spielen”, fand Trainer Schriebl deutliche Worte. Dornbirn demonstrierte ihre Klasse im Konter und schlug dabei sechs Mal eiskalt zu. “Wir dürfen gegen die konterstärkste Mannschaft nicht so einfach die Tore kriegen. Die Brasilianer tanzten Samba mit uns”, erläuterte Schriebl, der sein Team in allen Belangen unterlegen sah. Zu zielstrebig und eiskalt agierten die Bader-Boys gegen die Flachgauer. Gegen Wörgl fordert Schriebl ein anderes Gesicht und einen “freien Kopf”.

Pinzgaus Tief nimmt kein Ende

Im fünften Spiel setzte es für den FC Pinzgau die fünfte “Watschn”. Die Fürstaller-Mannen lagen bereits nach 30 Sekunden per Elfmeter und nach 15 Minuten nach einem Eigentor mit 2:0 in Rückstand und mussten schlussendlich eine bittere 0:5-Heimniederlage hinnehmen. “Wir hatten uns viel vorgenommen, jedoch geht uns leider nichts auf”, lautete der O-Ton von Fürstaller. Mit nur elf Kaderspieler geht es für die Saalfeldener am Wochenende gegen Wals-Grünau. Der nächste “harte Brocken”, wie der Coach den Aufsteiger bezeichnet. Für Pinzgaus Sportchef Hannes Rottenspacher steht der Trainer trotz der Misere nicht in Frage: “Wir sind uns der Problematik mit den sechs Ausfällen bewusst, vertrauen aber der Mannschaft und dem Trainerteam zur Gänze.”

Regionalliga West: 5. Runde

  • SV Wörgl : FC Wacker Innsbruck II 2:2 (0:1)
  • FC Hard : VfB Hohenems 3:1 (1:0)
  • Alberschwende : SV Grödig 0:4 (0:2)
  • Altach Amat. : TSV McDonald´s St. Johann 5:0 (3:0)
  • USK Anif : FC Eurotours Kitzbühel 0:1 (0:1)
  • FC Pinzgau Saalfelden : FC Kufstein 0:5 (0:3)
  • FC Mohren Dornbirn 1913 : SV Seekirchen 6:1 (2:0)
  • SC Schwaz : SV Wals-Grünau 0:3 (0:2)

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