RLW: Grödigs Führung schrumpft – SAK hingegen im Keller angelangt

Von Aleksandar Andonov
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Anif (Sorda Marinko/re.) feiert sechsten Sieg in Folge und bleibt Grödig auf den Fersen.
Anif (Sorda Marinko/re.) feiert sechsten Sieg in Folge und bleibt Grödig auf den Fersen. - © Krugfoto
Während Anif seine Siegesserie prolongierte, riss Grödigs imposanter Erfolgslauf gegen Hard. Eugendorf hingegen verschaffte sich mit einem Sieg etwas Luft. Für Pinzgau und SAK, die mit einer knappen Niederlage nun erstmals das Schlusslicht bilden, wird es im Tabellenkeller ungemütlich.




Nichts wurde es mit dem angepeilten neunten Sieg in Serie. Der eindrucksvolle Lauf der Grödiger endete mit einer 3:1-Niederlage in Hard. Wie bereits berichtet, soll Grödig-Manager Christian Haas auf der Heimreise von Vorarlberg von Austria-Salzburg-Fans attackiert worden sein, die Violetten nahmen dazu bereits Stellung.

Grödigs Fleck auf der weißen Weste

Grödig reiste mit viel Zuversicht ins Harder Waldstadion, musste aber dieses verdientermaßen als Verlierer verlassen.”Hard hat gut verteidigt und uns so nicht ins Spiel kommen lassen”, erklärte Fötschl, der die Hausherren in den entscheidenden Situationen als das clevere Team sah. “Für uns ist das jedoch kein Beinbruch, nur ein Fleck auf der weißen Weste.” Anif hingegen bleibt nach sechs Spielen ohne Punktverlust Grödig an den Fersen und kann sich für die 1:3- Niederlage aus der Vorsaison gegen Seekirchen revanchieren.

Anif und Patrick Greil zeigte Seekirchen (Mehmet Bulut/re.) im Derby die Grenzen auf./Krugfoto Anif und Patrick Greil (li.) zeigte Seekirchen (Mehmet Bulut/re.) im Derby die Grenzen auf./Krugfoto ©

Anif filetiert Seekirchen nach allen Regeln der Kunst

“Nach dem Altach-Spiel war das die beste Saisonleistung. Einziger Mangel war die Chancenauswertung, da wäre locker ein zweistelliger Sieg drinnen gewesen”, fand Anif-Coach Thomas Hofer nach dem Derby noch ein Haar in der Suppe. Anif zerlegte die chancenlosen Seekirchner mit 6:2, wobei sich Erdogan und Omerovic mit einem Doppelpack sowie Sorda und Greil in die Schützenliste eintrugen. Auf der Gegenseite sorgten Frdrikas und Grössinger für zwei Jubelmomente. Im 4-5-1-System gelang der Schriebl-Elf selten ein Zugriff auf den übermächtigen Gegner.

Wechselbad der Gefühle für Austria Salzburg

Eine wahre Achterbahnfahrt musste Austria Salzburg bei Aufsteiger Hohenems durchleben. Die Emich-Elf lag bereits 2:0 zurück, fühlte sich nach einer Aufholjagd durch Toth (51.) und einem Ndure-Doppelpack (60., 89.) bereits als Sieger. Doch Hohenems gelang in der Nachspielzeit noch der Treffer zum 3:3. “Ein komplett verrücktes Spiel, in dem das Team Moral bewiesen hat. Wir haben uns in der letzten Minute leider das Butterbrot aus der Hand nehmen lassen”, beschrieb Emich das Wechselbad der Gefühle. Die Violetten rangieren nach neun Spielen mit 12 Punkte im Mittelfeld.

Eugendorf und Matthias Finder (li.) bewies Moral und drehte einen 3:1-Rückstand in einen 5:3-Erfolg um./Krugfoto Eugendorf und Matthias Finder (li.) bewies Moral und drehte einen 3:1-Rückstand in einem 5:3-Erfolg um./Krugfoto ©

Eugendorf holt tief Luft

Trotz einer guten Vorstellung musste sich Eugendorf in der Vorwoche Grödig mit 0:2 geschlagen geben. Auch gegen das Überraschungsteam des Saisonstarts lief es lange nicht gut für die Eder-Boys. Nach einer Führung lagen die Eugendorfer zur Pause bereits 3:1 gegen Wörgl zurück, bewiesen Moral und kämpften sich schlussendlich zurück. “Die Mannschaft hat den Glauben wieder gefunden und sich aus der heiklen Situation selber herausgezogen”, erläuterte Eder, der nach dem 5:3-Erfolg das Schlusslicht an den SAK weiter reichte.

SAK übernimmt rote Laterne

Aufsteiger SAK 1914 unterlag Kufstein mit 1:2 und übernimmt nach der sechsten Pleite in Serie die rote Laterne der Fußball-Westliga. Nach drei Runden hatten die Nonntaler bereits sieben Zähler am Konto. Nun scheint der Faden bei der Wintersteller-Crew gerissen zu sein. “Der Kern der Mannschaft spielt nicht schlecht, doch einzelnen Akteure müssen sich steigern, ansonsten haben wir in der Liga nichts verloren”, fand Wintersteller klare Worte. Abstimmungsprobleme und leichte Fehler in der Defensive sind laut ihm Grund für die momentane Flaute. Die Schwäche bei Standards tragen mit elf erhaltenen Toren zur derzeitigen Situation beim SAK ihren Teil bei.

Der SAK (Altardinger Lukas/li.) war gegen Kufstein (Wurmig Daniel/Mitte) meist immer einen Schritt zu spät./Krugfoto Der SAK (Alterdinger Lukas/li.) war gegen Kufstein (Wurmig Daniel/Mitte) meist immer einen Schritt zu spät./Krugfoto ©

In St. Johann wird es ungemütlich

Schwere Zeiten stehen den Kickern vom TSV St. Johann bevor. Nach drei Niederlagen in Folge spielen die Pongauer plötzlich im Abstiegskonzert mit. Nur acht Punkte nach neun Spielen sind für die Ansprüche der St. Johanner eindeutig zu wenig. Gegen Dornbirn fand das Team von Ernst Lottermoser die ersten Hochkaräter vor, musste aufgrund eines Stellungsfehlers nach einem Eckball das 1:0 hinnehmen. In der Folge konnten die von Ausfällen geplagten Pongauer in der Offensive nicht überzeugen, fingen sich nach einem Konter noch das 2:0 ein. “Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, doch ohne Torerfolg kann man ein Spiel leider nicht gewinnen”, sagte Lottermoser.

Pinzgauer Visier noch nicht eingestellt

Mit sieben Punkten aus sechs Spielen verlief der Start vom FC Pinzgau zufriedenstellend ab. In den letzten vier Partien wurde – mit einem geholten Punkt – die Enttäuschung im Pinzgau jedoch immer größer. Die zweite Mannschaft des FC Wacker Innsbruck war für die Pinzgauer eine Nummer zu groß. Nach einem Raketenstart der Tiroler lag das Team von Markus Fürstaller bereits nach einer Minute 1:0 zurück, fing sich in Minute 19 den zweiten Gegentreffer nach einer Unkonzentriertheit ein. Der 3:0-Endstand resultierte nach einem Konter. “Die letzten Runden waren enttäuschend, vorne gelingen uns einfach keine Tore”, sprach Fürstaller die mangelnde Gefahr in der Offensive an. Pinugau hat mit acht erzielten Toren mit Abstand die wenigsten der Liga.

Regionalliga West: 9. Runde

  • SAK 1914 : Kufstein 1:2 (0:2)
  • FC Wacker Innsbruck II : FC Pinzgau Saalfelden 3:0 (2:0)
  • USK Anif : SV Seekirchen 6:2 (3:0)
  • USC Eugendorf : Wörgl 5:3 (1:3)
  • Dornbirn : TSV St. Johann 2:0 (1:0)
  • Hard : SV Grödig 3:1 (1:0)
  • Hohenems : SV Austria Salzburg 3:3 (1:0)
  • Schwaz : Altach Amat. 2:0 (1:0)

(SALZBURG24/Andonov)

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