RLW: St. Johann gewinnt Süd-Derby – Bischofshofen hat Nachsehen

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St. Johanns Marco Grüll (li.) gelang gegen Pinzgau sein achter Doppelpack in der Westliga.
St. Johanns Marco Grüll (li.) gelang gegen Pinzgau sein achter Doppelpack in der Westliga. - © Krugfoto/Archivbild
Während St. Johann nach zwei Niederlagen in Folge mit dem Derby-Sieg gegen Pinzgau wieder voll auf Kurs ist, geht Bischofshofen gegen Schwaz in die Knie und erlebt ein Wellenbad der Gefühle.




Anif und Hohenems verpassten St. Johann zuletzt zwei Dämpfer. Gegen Pinzgau Saalfelden war die Erwartungshaltung der Pongauer erneut hoch. Mit dem Ziel vor den Augen, im Endklassement einen Platz zwischen fünf und acht zu belegen, legten die St. Johanner gleich zu Beginn stark los.

“Dribblanski” verzaubert Pinzgauer

Dass Marco Grüll zu einem der aufstrebenden Youngsters in der Regionalliga West zählt, ist unumstritten. Einige Bundesligisten und Zweitligisten streckten bislang nicht umsonst die Fühler nach dem 20-Jährigen. Der Pongauer Angreifer verzaubert mit seinen technischen Fähigkeiten ein ums andere Mal die Kontrahenten. Nun bekam Pinzgau die Stärken des “Dribblanskis” (steht für technisch versierter Spieler/Dribbler) zu spüren.

Auf und davon – achter Doppelpack für Grüll

Gleich zu Beginn (10.) setzte Djaferovic den Stürmer ideal in Position und Grüll ließ sich nicht zwei Mal bitten. Nachdem Pinzgaus Thomas Herzog (27.) nach einer Tochancenverhinderung mit Rot runter musste, drehte Grüll in Hälfte zwei erneut auf. Diesmal verlängerte Sturm-Partner Benjamin Ajibade per Kopf, ehe der Doppeltorschütze ab der Mittellinie drei Gegner abschüttelte und die Weichen auf Sieg stellte. “Er war nicht zu halten und vor dem Tor eiskalt”, lobte Trainer Ernst Lottermoser seinen Schützling im Gespräch mit SALZBURG24.

Für Grüll ist es bereits der achter Doppelpack in vier Jahren Westliga. Insgesamt bestritt er 91 Partien in seinem zarten Alter von 20 Jahren. Vergangene Saison gelangen ihm 15 Volltreffer – heuer hält er nach zehn Runden bereits bei sieben Toren. Ein Dreierpack blieb ihm bislang allerdings verwehrt. Dennoch stimmt sein Weg, sowie der des gesamten St. Johanner Teams.

Bereits zum vierten Mal in der Saison feierte St. Johann per Jubeltraube einen Sieg. /Krugfoto Bereits zum vierten Mal in der Saison feierte St. Johann per Jubeltraube einen Sieg. /Krugfoto ©

Bischofshofen pfeift aus letztem Loch

Den Nachbarn in Bischofshofen plagen indes Personalsorgen. Zum einen standen gegen Schwaz mit Kühleitner, Pöllhuber und Pierlorz drei angeschlagene Akteure auf dem Feld. Zum anderen fehlte Schilchegger wegen familiärer Gründe am Freitag. “Trotzdem waren 60 Minuten gut. Wir verkauften uns teuer”, erklärte Trainer Thomas Heissl. Just in der Phase, in der die Heissl-Crew durch Khalil und Skandari sechs Hochkaräter vorfand, setzte Pascal Burger Bischofshofen Schachmatt. “Wobei wir die zwei Gegentreffer selber aufgelegt haben”, resümierte Heissl.

Stürmer Barnjak saß zwar auf der Bank, fühlte sich nach dem Aufwärmen allerdings nicht einsatzfähig. So setzte sich die Serie beim Aufsteiger erneut fort. Nach einer Niederlage folgte immer ein Sieg – das Wellenbad der Gefühle nach dem Triumph in der Vorwoche gegen Seekirchen bereits im siebten Duell kein Ende. Behält die Serie ihre Gültigkeit, würde Dornbirn nächste Woche die erste Niederlage einfahren und Bischofshofen für die Sensation schlechthin sorgen.

Nach zehn Runden hält Bischofshofen im Durchschnitt bei einem Punkt pro Spiel./Krugfoto Nach zehn Runden hält Bischofshofen im Durchschnitt bei einem Punkt pro Spiel./Krugfoto ©

Der SV Grödig hat in buchstäblich letzter Sekunde den Hals aus der Schlinge gezogen. Darum gibt es am Samstag ein Weißwurst-Training. HIER könnt ihr die ganze Geschichte nachlesen.

Regionalliga West: 10. Runde

  • Seekirchen : Kitzbühel 1:2 (1:0)
  • St. Johann : FC Pinzgau Saalfelden 3:0 (1:0)
  • Bischofshofen : SC Schwaz 0:2 (0:0)
  • Grödig : SV Wörgl 3:2 (0:1)

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