RLW: Wallner schießt Grödig an Westliga-Spitze

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Roman Wallner (li.) avancierte mit seinem Doppelpack zum Grödiger Held gegen Wörgl.
Roman Wallner (li.) avancierte mit seinem Doppelpack zum Grödiger Held gegen Wörgl. - © Krugfoto
Während Anif mit dem “Hödl-Dilemma” zu kämpfen hat, katapultiert Altmeister Roman Wallner Grödig an die Spitze der Regionalliga West. St. Johann setzt sich im Spitzenfeld fest, während Pinzgau aufgrund interner Probleme am letzten Platz hängen bleibt. Seekirchen kommt nicht über ein Remis hinaus.




Dass dem Meister mit den vier abhanden gekommen Stürmern Offensiv-Power fehlt, ist bekanntlich nichts Neues. In den letzten drei Begegnungen gelangen der Hofer-Elf nur zwei Volltreffer – trotz enormer Überlegenheit und vielen Chancen. Ein ähnliches Bild bot sich auch dem Vizemeister SV Grödig im Vorjahr. Zu sehr lastete die Verantwortung auf Mersudin Jukic – gleich wie heuer auf Anifs Marco Hödl. Es erinnert ein wenig an das Grödiger “Jukic-Problem” aus dem Vorjahr,

Chancen in Hülle und Fülle

Im Salzburg-Derby war Anif die spielbestimmende und bessere Mannschaft. Trotz eines knappen 1:0-Auswärtserfolgs in Wals-Grünau kamen die Schwächen der Anifer zum Vorschein. Die Hofer-Crew hatte Chancen in Hülle und Fülle, Kapital konnten weder Öztürk (24.), Greil (40.), Sorda (63.) noch Weberbauer (67.) daraus schlagen. Grünau, das in Hälfte zwei eine Druckphase verbuchen konnte, scheiterte durch Pichler (53.) und Mayr (71.) entweder an Anifs Defensive oder an Keeper Josef Stadlbauer.

Hofer: “Die Last auf mehreren Schultern verteilen”

Hofer brachte mit der Einwechslung von Prötsch und Wallner viel frischen Wind in die Schlussphase. Marco Hödl (82.), die momentane Anifer Lebensversicherung, besorgte nach einer Prötsch-Flanke das Goldtor. “Beim Gegentor standen drei Spieler im Abseits, das muss der Unparteiische sehen”, wütete Grünau-Coach Franz Aigner. “Grünau ist kein normaler Aufsteiger, wir wussten das es schwer sein wird. Für uns zählt nach dem schweren Spiel nur der Sieg”, erklärte Hödl im SALZBURG24-Gespräch. Anif Trainer Hofer will die Last auf mehrere Schultern verteilen und fordert mehr Verantwortung von den restlichen Angreifern. “Zum Glück haben wir das Tor gemacht. Uns fehlt ein wenig die Lockerheit vor dem Tor”, weiß Hofer, wo der Hebel anzusetzen ist. Sollte die Offensiv-Abteilung um Sorda, Greil, Öztürk und Co. Hödl nicht entlasten, könnte Anif heuer ein “Hödl-Problem” blühen.

Mit einem Freistoß erzielte Roman Wallner (li.) das 2:0 für Grödig./Krugfoto Mit einem Freistoß erzielte Roman Wallner (li.) das 2:0 für Grödig./Krugfoto ©

Roman Wallner erlöst Grödig

Erst in der zweiten Hälfte kam Grödig gegen Wörgl so richtig in Schwung. Jukic, Dzidziguri und Co. waren vor dem gegnerischen Tor zu ungefährlich und so hat es Altmeister Roman Wallner als Joker richten müssen. Eine Minute nach seiner Einwechslung traf Sebastian Wachter mit seinem ersten Liga-Tor für Grödig zur Führung. Zwischen Wallners Doppelpack bewies auch ein zweiter Einwechselspieler seine Qualität. Julian Feiser trug sich nur drei Minuten nach seinem Eintausch zum Torschützen ein. “Nachdem wir den Gegner zermürbt haben, belohnten wir uns selber für den Aufwand. Jedoch haben wir noch viel Luft nach oben, es wird bis zum Schluss ein enges Rennen mit Anif”, erläuterte Wallner.

Eigentor als St. Johanner Dosenöffner

Zunächst hatte St. Johann lange keinen Zugriff auf Aufsteiger Alberschwende, doch mit einer Standpauke zur Halbzeitpause rüttelte Trainer Ernst Lottermoser sein Team wach. Ein kurioses Eigentor nach einem Eckball brachte die Pongauer in Front. Beim 4:0-Sieg waren Beran, Ralph Pertl und Grüll mit einem Prachttreffer für die St. Johanner erfolgreich. “Mit der Entwicklung und Platz vier bin ich zufrieden. Die Jungs haben nach schlechten 35 Minuten den Schalter umgelegt”, erklärte Lottermoser, der in den nächsten Runden auf das Führungstrio Altach, Grödig und Anif trifft. “Da hängen die Trauben sicherlich höher.”

Benjamin Taferner (Mitte) umspielt Tormann Dominik Lambert und bedient Seekirchen-Goalgetter Christof Kopleder (re.) zum 1:1./Krugfoto ©

Keine Belohnung für Seekirchen

Gegen Hard war Seekirchen über weite Strecken das bessere Team. Die Schriebl-Elf belohnte sich allerdings für die gezeigte Leistung nicht vollends. Nach Kopleders Führung (10.) glich Mesa (26.) aus. Danach vergaben Starzer und Taferner gute Gelegenheiten zum Sieg, Morawitz hielt in der Schlussphase den Punkt fest. Im vierten Spiel setzte es für die Seekirchner beim 1:1-Emdstand das zweite Remis.

Interne Probleme als Grund für Pinzgauer Misere?

Es läuft einfach nicht für den FC Pinzgau. Auch nach dem vierten Spiel stehen die Fürstaller-Mannen ohne Punkte da. Ein kollektiver Tiefschlaf galt als Auslöser für den frühen Rückstand gegen Hohenems. “Die Situation wird nicht leichter. Einige Spieler haben zu für den Kopf hängen gelassen und nicht an sich selber geglaubt”, resümierte Fürstaller, dessen Mannschaft bei der 3:1-Niederlage erneut nicht ihr Leistungspotential abrufen hat können. “Wir haben mannschaftsintern die Probleme besprochen und hoffen, dass wir daraus unsere Schlüsse ziehen. Nur gemeinsam kommen wir aus dem Schlamassel wieder raus”, gab Fürstaller die Marschrichtung vor.

Regionalliga West: 4. Runde

  • FC Kufstein : SC Schwaz 0:1 (0:0)
  • SV Wals-Grünau : USK Anif 0:1 (0:0)
  • FC Eurotours Kitzbühel : Altach Amat. 1:2 (1:1)
  • TSV McDonald´s St. Johann : Alberschwende 4:0 (0:0)
  • FC Wacker Innsbruck II : FC Mohren Dornbirn 1913 0:1 (0:0)
  • VfB Hohenems : FC Pinzgau Saalfelden 3:1 (1:0)
  • SV Grödig : SV Wörgl 4:0 (0:0)
  • SV Seekirchen : FC Hard 1:1 (1:1)

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