RLW-Transfers: Welche Trainer bleiben und wohin zieht es die heißen Aktien?

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Marco Hödl (Anif), Benedikt Pichler (Grödig) und Ermin Hasic (Pinzgau) sind heiße Aktien in der Regionalliga West (v.l.n.r.).
Marco Hödl (Anif), Benedikt Pichler (Grödig) und Ermin Hasic (Pinzgau) sind heiße Aktien in der Regionalliga West (v.l.n.r.). - © Krugfoto
Neben dem Rückrundenstart steht bei Salzburgs Westliga-Vertretern zum Osterwochenende die Kaderplanung für die kommende Saison an. Welche Trainer verlängern und wie sieht es mit Zu- und Abgängen am Spielersektor aus? Im großen Überblick erfährt ihr, wie es um die begehrtesten Aktien steht.




In den verbleibenden zwei Monaten bieten sich Trainern und Spielern in der Regionalliga West nur noch wenige Schauläufe um einen Verein von ihren Qualität zu überzeugen. Während einige Chefcoaches fest im Sattel sitzen, steht die Zukunft von anderen noch in den Sternen – genauso wie bei einigen Akteuren auf dem grünen Rasen.

Hofer verlängert beim Meister

Stabilität wird beim USK Anif in den letzten Jahren groß geschrieben. Mit akribischer Arbeit verfolgt der Meister seine Philosophie als Ausbildungsverein. Aushängeschild war und bleibt – neben der Führungsetage rund um Obmann Norbert Schnöll – weiterhin Trainer Thomas Hofer, der bereits einige Profi-Angebote erhielt, diese aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht annahm. Auch der Schock um den Aufstiegsverzicht warf die Verantwortlichen nicht aus der Spur. Im Gegenteil. Hofer verlängerte mit seinem gesamten Trainerteam um ein weiteres Jahr und ebnet so den Grundstein für die Spielergespräche.

Neben Anifs Patrick Greil (li.) soll auch noch WG-Kumpel Sebastian Wachter auf dem Wunschzettel einiger Zweitligisten stehen./Krugfoto Neben Anifs Patrick Greil (li.) soll auch noch WG-Kumpel Sebastian Wachter auf dem Wunschzettel einiger Zweitligisten stehen./Krugfoto ©

Anif muss nicht verkaufen, will aber

“Wir haben ein paar Akteure mit Zwei-Jahresverträgen sowie bereits Rene Zia, Matthias Felber und Philipp Stadlmann binden können”, erklärte sportlicher Leiter Helmut Fraisl gegenüber SALZBURG24. Stress hat Anif keinen und lässt sich drei Monate für die Kaderplanung Zeit. Zudem bekunden immer wieder neue Spieler Interesse an einem Engagement beim Tabellenführer, andere hingegen könnten den Sprung nach oben schaffen. “Wir müssen keine Spieler verkaufen, wollen aber unserer Philosophie gerecht werden und keinem Spieler Steine in den Weg legen”.

Zukunft bei Grödig ungewiss

Grödig-Macher Christian Haas tritt im Sommer als Manager und Sponsor um einiges kürzer – gleichbedeutend reduziert sich auch damit das Budget für Trainer und Spieler. Gut möglich, dass die Zeit für Profi-Fußballer am Rande des Untersbergs somit ihre letzte Stunde geschlagen hat. Grödig wird kleinere Brötchen backen und Größen wie Josef Strobl, Roman Wallner, Markus Berger und Co. werden dann wohl kaum zu halten sein – zumindest nicht in der bisherigen Form. “Es wird Abstriche geben, aber wir wollen ein taugliches Team für die Westliga zusammenstellen”, sagte Haas. Auch die Zukunft vom Trainerteam rund um Chef Mario Messner steht mit der Budgetkürzung auf wackeligen Beinen.

Scott Kennedy (li.) vom SV Grödig steht einer großen Karriere nicht viel im Wege. /Krugfoto Scott Kennedy (li.) vom SV Grödig steht einem Karrieresprung nicht viel im Wege. /Krugfoto ©

Wals-Grünau jagt Salzburgs Jugendtalente

Viele Transfer-Gespräche wurden bei Wals-Grünau noch nicht geführt: “Wir starten damit in den kommenden Wochen”, erklärte Coach Franz Aigner, der noch einen Einjahresvertrag besitzt. Ein Problem zeichnet sich dennoch schon frühzeitig ab: Aufgrund der Jugendregelung fallen bei den Walsern einige “Bauernopfer” aus dem Kader. “Mir blutet jetzt schon das Herz, wenn wir drei bis vier Spielern sagen müssen, dass sie aufgrund einer depperten Regelung nicht mehr bei uns dabei sein werden”, ärgerte sich Aigner. Demnach würden nur die jungen Spieler bevorzugt, nicht jedoch die Qualität. Kicker wie Scheibenhofer und Sturm (beide 1996. Jahrgang) fallen aus der Regelung raus. Passenden Ersatz hat Aigner schon gesichtet, dieser könnte sich jedoch mit Qualitätsverlust im Kader bemerkbar machen.

Seekirchen vertraut auf Trainer Schriebl

Trainer Alex Schriebl sieht den Entwicklungsprozess bei Seekirchen unter seinen Fittichen noch nicht als beendet. “Ich werde weiter machen, da ich mein Projekt in Seekirchen nicht als abgeschlossen sehe”, erklärte Schriebl, der auch mit Nachbar Eugendorf ein Gespräch über ein Engagement führte. “Durchaus eine reizvolle Aufgabe, aber ich will in Seekirchen etwas bewirken.” Ob Leihspieler Felix Starzer und Eugen Rexhepi dabei eine Rolle spielen werden, hängt vom Interesse ihres Stammklubs SAK ab. Durchaus möglich, dass die ambitionierten Städter ihre Schützlinge zurückholen werden. “Taferner, Pöllhuber, Rösslhuber, Tittler, Matscher, Tezzele und Eliasch hängen indes noch ein weiteres Jahr an”, erklärte Co-Trainer Mario Lapkalo. Timo Neuhofer nimmt sich aus privaten Gründen eine Auszeit, auch ein Karriereende steht beim Youngster im Raum.

Eugen Rexhepi und Felix Starzer sind beim Stammverein SAK 1914 ein Thema. /Krugfoto Seekirchens Eugen Rexhepi (li.) und Felix Starzer (re.) sind beim Stammverein SAK 1914 ein Thema. /Krugfoto ©

St. Johann setzt auf Kontinuität

Auch bei St. Johann kann man weiter auf die Dienste vom Chefcoach bauen. Ernst Lottermoser bleibt den Pongauern auch im vierten Jahr in Folge erhalten. “Ich mache gerne weiter und habe mich kürzlich mit Präsident Josef Klingler auf eine einjährige Zusammenarbeit geeiningt”, erklärte Lottermoser. Klingler konnte neben Tormann Dominik Waltl auch dessen Bruder Manuel und Mittelfeldspieler Lukas Beran von einem Verbleib überzeugen. “Andere Spieler stehen kurz vor der Unterschrift”, sagte der Coach, der mitteilt, dass die Zeichen von einer Vertragsverlängerung bei Innenverteidiger Thomas Pertl auch gut stehen würden. Gerne würde er auch Routinier Roman Hupf bei seinem 40. Geburtstag im TSV-Dress sehen. Hingegen steht Marco Grüll vor einem Sprung in das Profi-Geschäft. Der Youngster ist im Gespräch mit WAC und Wacker Innsbruck.

St. Johann will Talente wie Benjamin Ajibade (li.) und Marco Grüll binden, hat allerdings Konkurrenz bei den Gesprächen. /Krugfoto St. Johann will Talente wie Benjamin Ajibade (li.) und Marco Grüll binden, hat allerdings Konkurrenz bei den Vertragsgesprächen. /Krugfoto ©

FC Pinzgau setzt Priorität auf Klassenerhalt

Viele Gespräche für die kommende Saison wurden beim abstiegsgefährdeten FC Pinzgau noch nicht geführt. “Erstmal wollen wir die Liga halten, dann sehen wir weiter”, sagte Trainer Markus Fürstaller kurz und bündig. Der Coach habe mit dem Verein eine zeitlich nicht definierte Vereinbarung getroffen: “So lange ich will und so lange der Klub zufrieden ist, werde ich weiter machen”. Bis auf Alexander Gadenstätter, der auf Weltreise gehen wird, steht bislang kein Angang fest. Schlüsselspieler wie Ermin Hasic, Tamas Tandari und David Popovic haben bereits zugesagt. Die Hälfte der Spieler habe man laut Sektionsleiter Hannes Rottenspacher schon fixiert, in einem Monat soll dann der gesamte Kader stehen. Auch Winter-Neuzugang Danijel Tosic, der einen positiven Eindruck macht, soll dann länger am Verein gebunden werden.

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