Roms gekündigte Opernmusiker ziehen vor Gericht

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Langwieriger Rechtsstreit droht
Langwieriger Rechtsstreit droht
Nach der kollektiven Kündigung von allen Mitgliedern des Orchesters und des Chors des römischen Opernhauses droht jetzt ein langwieriger Rechtsstreit. Der Gewerkschaftsverband der Musiker des Opernhauses “Umams” zieht vor Gericht und verlangt die sofortige Aussetzung der Kündigung der 182 Orchester- und Chormitglieder.


Es sei unannehmbar, dass die Führung des Opernhauses mit einer Massenkündigung auf die Streikaktionen der letzten Monate gegen die geplante Umstrukturierung des Theaters reagiere, betonten die Gewerkschaften nach Medienangaben vom Freitag. Sie bezogen sich auf den italienischen Arbeitnehmerstatut, der Unternehmen bestraft, die das Streikrecht verhindern.

Das römische Opernhaus will die Arbeit der Künstler künftig ausgliedern. Vorgesehen ist, dass die gekündigten Mitglieder eine eigene Vereinigung gründen, die dann künftig mit der Oper zusammenarbeitet, aber nicht mehr Bestandteil des Hauses ist. Die Alternative sei eine Schließung des Opernhauses, sagten Roms Bürgermeister Ignazio Marino und Intendant Carlo Fuortes.

Erst vor kurzem hatte die Oper den Abgang von Stardirigent Riccardo Muti hinnehmen müssen. Er sehe keine Grundlage für eine erfolgreiche und ruhige Arbeit an dem Theater, hatte er erklärt. Roms Bürgermeister Marino betonte, dass dies ein Weg sei, der “noch niemals zuvor beschritten wurde in unserem Land”. Italiens Kulturminister Dario Franceschini betonte ebenfalls die Notwendigkeit: “Es ist ein schmerzhafter Weg, aber er ist notwendig, um die Oper zu retten.” Das Opernhaus war in den vergangenen Monaten immer wieder von Streiks lahmgelegt worden.

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