Rupprechter strebt “Mobilitätswende” an

Akt.:
Rupprechter "unorthodox und katholisch"
Rupprechter "unorthodox und katholisch"
Umweltminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will für Österreich eine “Mobilitätswende hin zu alternativen Antriebssystemen” anstreben. Beim Klimaschutz sei der Verkehr das Hauptsorgenkind, sagte Rupprechter am Samstag in der Ö1-Sendung “Im Journal zu Gast”. Welche konkreten Maßnahmen er plant, wollte der Minister nicht verraten.


Er habe sich mit Verkehrsminister Alois Stöger (SPÖ) darauf verständigt, “in Richtung einer verstärkten Mobilitätsstrategie hin zu E-Mobilität, hin zu Verlagerung von der Straße auf die Schiene, Stärkung des Schienenverkehrs, Bundesbahnen” zu arbeiten, sagte Rupprechter.

Ob er sich für eine Erhöhung der Mineralölsteuer oder eine Erhöhung der Lkw-Maut einsetzt, wollte Rupprechter nicht sagen und verwies auf Stöger: “Ich bin überzeugt davon, dass der Verkehrsminister hier entsprechende Konzepte hat.” Federführend zuständig bei der Steuerreform sei der Finanzminister. “Ich habe ihm meine Vorschläge diesbezüglich schon übermittelt, die brauche ich jetzt hier nicht darlegen, die werden wir in den entsprechenden Gremien beraten.” Seine Vorschläge würden darauf hinauslaufen, “dass wir alle direkten und indirekten Bevorzugungen, Förderungen fossiler Rohstoffe, Energieträger streichen sollen”.

Auch in der Frage einer Zweckwidmung der Wohnbauförderung für klimafreundliches Bauen wollte Rupprechter nicht Position beziehen: “Federführend für die Finanzausgleichsfragen ist der Finanzminister.” Für Umwelt sei nicht nur er alleine zuständig, sondern auch der Verkehrsminister, der Energieminister und, weil Umweltschutz auch eine soziale Komponente habe, sei auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) “aus meiner Sicht ein Umweltminister”. Umweltschutz sei nicht die einsame Aufgabe eines Ressortchefs, “sondern eine umfassende, holistische Angelegenheit”.

Apropos Klima, im Team des neuen ÖVP-Obmanns Reinhold Mitterlehner zu arbeiten, mache ihm Spaß, er habe ein “sehr gutes Verhältnis” zum Parteichef, erklärte Rupprechter. Zur Feststellung des Moderators, dass er in der Vergangenheit mitunter durch “unorthodoxe” Aussagen aufgefallen sei, meinte der Minister: “Dass ich unorthodox bin, das stimmt, ich bin katholisch.” Grundsätzlich bereue er seine Entscheidung für das Ministeramt jedenfalls nicht, habe er doch nicht zuletzt auch das Gefühl, dass seine Arbeit geschätzt wird. Nur: “Manchmal bin ich ein bisschen müde.”

Rupprechter erntete für seine Aussagen Kritik und etwas Lob der Opposition. Die FPÖ sprach sich klar gegen eine “Belastungskeule mit Ökoschmäh” aus. Die Grünen erwarten sich eine ökosoziale Steuerreform.

“Gehen wir die echten Brocken endlich an. Streichen wir die klimafeindliche Bevorzugung von fossilen Energieträgern wie Öl und Gas”, erklärte Grünen-Verkehrssprecher Georg Willi in einer Aussendung. Wenn es nicht bloß bei Ansagen bleibt, könne Rupprechter mit grüner Unterstützung rechnen, so Willi.

Die Freiheitlichen reagierten empört: “Eine Erhöhung der Mineralölsteuer, Einschnitte beim Pendlepauschale – was soll’s werden, Herr Minister?”, kritisierte Generalsekretär Herbert Kickl. Neue Belastungen “unter dem Deckmantel der Ökologisierung” kommen für ihn nicht infrage.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Leogang: Rot-Kreuz-Mitarbeiter... +++ - Frau stürzt bei Brand in Hallw... +++ - Unwetter: Chiemsee Summer und ... +++ - NR-Wahl: Schnell-Liste tritt m... +++ - Berndorf: Person von Heuballen... +++ - Sturm wütet in Salzburg: Knapp... +++ - Person in Salzburg-Lehen aus S... +++ - Drei Verletzte bei Brand in He... +++ - Neun Personen beim Atrium West... +++ - Notorischer Salzburger Kunstdi... +++ - VCÖ-Bahntest: Silber für Salzb... +++ - Postings in rechtsextremem For... +++ - Pfarrwerfen: Fünf Verletzte be... +++ - Summer Fusion: Freiluftparty i... +++ - Nach Nein zu Pendlermaut: Padu... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen