Russische Hacker nutzten Kaspersky-Virenscanner für Spionage

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In der Welt der Daten tummeln sich die Spione
In der Welt der Daten tummeln sich die Spione - © APA (AFP)
Russische Hacker haben Medienberichten zufolge Antivirus-Software von Kaspersky Lab genutzt, um US-Behörden auszuspähen. Dies hätten israelische Spione herausgefunden, die sich in die Kaspersky-Netzwerke eingeschleust hätten, berichtete die “New York Times”.

Nach Informationen der “Washington Post” fanden die Spione Programme und Werkzeuge, die nur vom US-Nachrichtendienst NSA kommen konnten. Die NSA habe bei Ermittlungen festgestellt, dass diese Werkzeuge inzwischen in Besitz der russischen Regierung seien. Die NSA, das US-Präsidialamt und die israelische Botschaft lehnten der “New York Times” gegenüber eine Stellungnahme ab, während die russische Botschaft nicht zu erreichen war.

Unklar, welche Informationen Spione erbeuteten

Die israelischen Spione hätten nach ihrer Entdeckung vor zwei Jahren die US-Behörden gewarnt, berichtete die “New York Times” am Dienstagabend weiter. Es ist bisher unklar, welche anderen Geheiminformationen die russischen Hacker durch den Einsatz von Kaspersky-Software erbeutet hätten. Das Unternehmen wies der Zeitung gegenüber jede Beteiligung an Hackerangriffen zurück. “Kaspersky Lab hat nie einer Regierung bei Cyberspionage geholfen und wird das nie tun”, erklärte das Unternehmen.

USA verbietet Kaspersky in Bundessystemen

Kaspersky hat weltweit 400 Millionen Kunden. Das US-Heimatschutzministerium hatte am 13. September den Einsatz der Software des Unternehmens in Systemen des Bundes untersagt. Zur Begründung hieß es, Kaspersky könne von der Regierung in Moskau gesteuert sein und eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen.

Kaspersky weist Spionage-Vorwürfe zurück

Die Firma hat Vorwürfe einer Spionage für die russische Regierung entschieden zurückgewiesen. Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in die amerikanische Präsidentenwahl im November vor. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

(APA/ag.)

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