Russland-Sanktionen: Rindfleischoffensive soll Ausfall kompensieren

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Heimisches Fleisch soll bevorzug gekauft werden.
Heimisches Fleisch soll bevorzug gekauft werden. - © APA/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene
Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) will eine Rindfleischoffensive starten. Am Donnerstag hat er bei einem Betriebsbesuch beim Salzburger Fleischverarbeiter Alpenrind seine Strategien präsentiert, mit denen der Ausfall des Russlandgeschäfts kompensiert werden soll.

Neben der Suche nach neuen Absatzmärkten will er vor allem die Gastronomie dazu bewegen, mehr heimisches (Rind-)Fleisch auf die Speisekarten zu setzen. Rupprechters Rindfleischoffensive lässt sich mit drei Maßnahmenbeschreiben.

Rupprechters Rindfleischoffensive

  1. Österreichisches Fleisch in Asien: “Der Druck auf den Binnenmarkt wächst, darum gilt es Ersatzmärkte zu finden”, sagte Rupprechter gegenüber Vertretern der Presse. Ein Fokus werde dabei auf Asien liegen, der Minister will noch im Oktober nach China und Südkorea reisen. Zumal habe man nordafrikanische Länder zur Agrarmesse in Wels Ende November eingeladen. Konzentrieren will sich die Branche auch auf den Westbalken – und die USA. “Auch ohne transatlantisches Freihandelsabkommen TTIP können wir diesen Markt mit einer Exportoffensive behandlen.” Rupprechter kündigte dazu eine “Edelweißoffensive” für das nächste Jahr an.kündigte dazu eine “Edelweißoffensive” für das nächste Jahr an.
  1. Regionale Produkte kaufen: Zugleich appellierte der Minister an Verbraucher und Einkäufer, bewusst auf regionale Produkte zu setzen. “Ich werde mich auch dafür einsetzten, dass dort wo der Bund als Einkäufer auftrifft, heimische Ware zum Zug kommt.”
  1. Mehr heimisches Fleisch in der Gastronomie: Aufholbedarf nach oben im Bereich Fleisch ortete Rupprechter im Gastrobereich. Denn während im inländischen Lebensmitteleinzelhandel bereits nahezu 100 Prozent österreichische Ware verwendet wird, schaut es beim Fleischverzehr außer Haus anders aus, bestätigte Gerald Hellweger, Europa-Direktor der amerikanischen Alpenrind-Mutterfirma OSI. Hellweger schätzt, dass nur die Hälfte des in der Gastronomie angebotenen Fleisches aus heimischer Produktion stammt. “Auch wenn Unternehmen wie McDonalds zu 100 Prozent österreichisches Rindfleisch anbieten, müssen wir die Möglichkeiten viel stärker ausnutzen.”

Kaum Auswirkungen der Russland-Sanktionen

Große Auswirkungen auf den Rindfleischpreis in Zentraleuropa hätten die Russland-Sanktionen bisher noch nicht gehabt, so OSI-Manager Erik Schöttl. Während beim Schweinefleisch die Preise durchaus auch durch das Importverbot in Russland beeinflusst stark gefallen seien, habe ein Preisrückgang bei Rind eher saisonale Einflüsse. “Das hat nicht zwangsläufig mit Russland zu tun.”

Preisstützungen ausgeschlossen

Preisstützungen jeder Art schloss Landwirtschaftsminister Rupprechter dezitiert aus. “Das ist nicht mit den Regelungen des EU-Binnenmarktes kompatibel. Wir müssen die Mechanismen des Marktes nützen.” (APA)

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