Saalfelden: Alpinist im Steinernen Meer vor Erfrierungstod gerettet

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Die Bergretter hatten bei diesem Einsatz mit schwierigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen.
Die Bergretter hatten bei diesem Einsatz mit schwierigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen. - © Bergrettung Saalfelden
Bei Schneefall und Dunkelheit suchten in der Nacht auf Mittwoch insgesamt 18 Bergretter im Steinernen Meer bei Saalfelden (Pinzgau) nach einem 64-jährigen Alpinisten. Der Mann konnte stark unterkühlt gefunden werden.

Ursprünglich wurden die Bergretter am Dienstagabend gegen 18 Uhr alarmiert, da im Bereich des Hundstodgatterls ein Bergsteiger aus Deutschland ausgerutscht sei und Kopfverletzungen erlitten habe. Vier deutsche Bergsteiger waren am Weg von der Wimbachgrieshütte in Richtung Ingolstädter Haus. Da im Unfallbereich kein Mobilfunkempfang bestand, gingen zwei aus der Gruppe zum Ingolstädter Haus, wo sie über den Notruf die Bergrettung alarmierten.

Suche bei Schnee und Dunkelheit

Die Bergretter machten sich auf den Weg zur Unfallstelle, zu diesem Zeitpunkt herrschte starker Schneefall und im Gelände war es rutschig, heißt es in einer Aussendung Salzburger Bergrettung am Mittwoch. “Dann haben wir gehört, dass der Mann, ein 68-jähriger Deutscher, durch das Rettungshubschrauberteam von Alpin Heli6 gerade noch vor Einbruch der Dunkelheit aufgenommen und ins Krankenhaus gebracht werden konnte”, so Markus Reichholf, Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Saalfelden.

Bergretter suchen nach 64-Jährigem

Die Bergretter wollten bereits umkehren, als sie zufällig noch erfuhren, dass ein weiterer, 64-jähriger Alpinist aus Deutschland zurückgeblieben war und Hilfe benötigte. Im starken Schneefall und bei Dunkelheit suchten die Saalfeldener Bergretter nach dem Mann. “Es gibt dort keinen Mobilfunkempfang, der Mann hatte auch kein Licht eingeschalten, um auf sich aufmerksam zu machen”, beschreibt Reichholf die Bedingungen.

“Er hätte die Nacht dort nicht überstanden”

Stark unterkühlt und geschwächt fanden die Bergretter den Mann schließlich gegen 23 Uhr. „Er hätte die Nacht dort nicht überstanden“, so Reichholf. Der 64-Jährige wurde von den Bergrettern zum Ingolstädter Haus gebracht. Im Einsatz standen 18 Bergretter, die nach dem Einsatz noch ins Tal abstiegen.

Ein wiederholter Appell der Bergrettung: Die richtige Tourenplanung sollte unbedingt die Bedingungen vor Ort bzw. den Wetterbericht berücksichtigen!

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