SAK: Spieler-Revolte sorgt für Trainerentlassung – neuer Coach steht fest

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Westliga-Schlusslicht SAK 1914 geht mit einem neuen Trainer in die Rückrunde.
Westliga-Schlusslicht SAK 1914 geht mit einem neuen Trainer in die Rückrunde. - © Krugfoto/ Red Bull/GEPA
Der Fußball-Westligist SAK 1914 hat sich überraschend von seinem Trainer Eidke Wintersteller getrennt. Von einigen Spielern wurde die Arbeit des Trainers intern heftig kritisiert, worauf der Vorstand seine Schlüsse zog und den Trainer entlassen hat. Mit einem erfahrenen Trainer im Leistungssport steht der Nachfolger bereits fest. Wir bringen euch die ganze Causa ein wenig näher.




Für Wintersteller, der die Nonntaler im Sommer 2016 in die Regionalliga West führte, kam die Trennung überraschend: “Letztendlich hat ein Teil der Mannschaft ihren Willen durchgesetzt und die Diskussion um meine Person ins Rollen gebracht.“ Im Herbst wurde die Arbeit von Wintersteller und seinem Co-Trainer Max Friedmann von einigen Spielern intern heftig kritisiert.

Spieler äußern Unzufriedenheit

Eine kleine Gruppierung von Spielern suchte Ende Oktober das Gespräch mit dem Vorstand und teilte diesem ihre Unzufriedenheit über das Trainerteam mit. Außerdem stellten einige von ihnen Forderungen gegenüber dem Vorstand. Der sportliche Leiter Walter Larionows und Obmann Josef Penco wollten davon jedoch nichts wissen und sprachen dem Trainerteam 100-prozentiges Vertrauen zu. “Die Aussagen die mich betreffen gehen unter die Gürtellinie – einfach nur respektlos”, erklärte Wintersteller im SALZBURG24-Gespräch. Im Zuge dieser Diskussionen musste Mittelfeldspieler Dominik Urmann den Verein verlassen. Larionows sah die Geschichte nicht so heikel, gab aber zu, dass es zu Unruhen innerhalb der Mannschaft kam: “Das Zusammenspiel zwischen Team und Trainer hat nicht mehr wie früher gepasst, der Draht ist verloren gegangen. Das was die Spieler gesagt haben, sind jedoch nicht der Auslöser für unsere Entscheidung.”

Trainerentlassung kurz vor der Vorbereitung

Nach einer durchwachsenen Herbstsaison überwintern die Städter auf dem letzten Platz der Regionalliga West. “Sportlich sind wir gescheitert, da sich einige Spieler geistig nicht weiterentwickelten und an das Niveau nicht anpassen haben können”, erläuterte Wintersteller. “Nach dem Vertrauenszuspruch vom Vorstand bin ich davon ausgegangen, dass wir längerfristig zusammenarbeiten werden”, fügte der ehemalige SAK-Trainer an. Nach einer langen Winterpause kam es dann schlussendlich doch anders: Nach erneutem Treffen zwischen Vorstand und Spielerrat wurde die Causa neu aufgerollt. Penco, Larionows und Co. sind zu dem Entschluss gekommen, neue Impulse zu setzen: “Der Vorstand hat sich mit dem Spielerrat zusammengesetzt, die Sachlage analysiert und dann entschieden getrennte Wege zu gehen”, erklärte Larionows.

Hettegger neuer SAK-Trainer

Martin Hettegger, der in seiner aktiven Zeit für Puch (2. Bundesliga) und jahrelang bei Anif spielte, wird den Fußball-Westligisten in Zukunft betreuen. Der ehemaligen Westliga-Kicker war als Individual- und Rehatrainer im Amateur – und Profisport bereits tätig. Des Weiteren betreute er beim Landesverbands-Ausbildungs-Zentrum (LAZ) eine Jugendmannschaft und ist im Schulsportmodell (SSM) als Fußballtrainer tätig. “Martin hat im Kampfmannschaftsbereich zwar als Chef-Trainer noch keine Erfahrung, dennoch sind wir überzeugt davon, dass er uns zum Klassenerhalt führen kann“, erklärte Larionows. “Vor allem mit seiner Art und seinen fußballerischen Kompetenzen, wird er sicherlich frischen Wind in das Team bringen und uns in der Westliga halten können”, so ein überzeugter Larionows. Hettegger will seinem Team einen frechen, mutigen Spielstil einimpfen: “Eine spannende und zuglich schwierige Aufgabe. Zuerst muss ich mal dafür sorgen, eine Chemie zu dem Team herzustellen. Dann geht es darum, zusammen an einem Strang zu ziehen und gemeinsam motiviert die Aufgabe Klassenerhalt anzunehmen”, erklärte Hettegger.

Wintersteller hatte einen Tag nach seiner Entlassung prompt wieder ein Angebot von Salzburgligist Union Hallein vorliegen. “Zuerst will ich die ganze Sache mit dem SAK ordnungsgemäß abschließen. Für eine andere Aufgabe bin ich momentan so kurz darauf noch nicht bereit”, erklärte Wintersteller. Wie es mit dem Co-Trainer Max Friedmann weitergehen wird, steht noch nicht fest.

(SALZBURG24/Andonov)

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