So sieht die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie in Salzburg aus

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So soll die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie aussehen.
So soll die neue Kinder- und Jugendpsychiatrie aussehen. - © SALK/Wild&Team
Die Bauarbeiten für den Neubau der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie haben bereits begonnen: Mit Sommer 2019 wird die Klinik in ein neues Gebäude auf dem Gelände des Uniklinikums Salzburg-Christian Doppler Klinik (CDK) übersiedeln. Mit dem Neubau wird die Kapazität der Klinik auf insgesamt 30 Betten und 10 tagesklinische Plätze erweitert.

Gleichzeitig wird die Ambulanz neu strukturiert und ein Therapiezentrum eingerichtet. Neben dem Unterbringungsbereich waren auch Flächendefizite auf der Station und die Zugänglichkeit zur Ambulanz war sehr schwierig. So gab es etwa keinen Lift. Diese Defizite hätten sich im historischen Gebäude nicht beheben lassen. Die neue Klinik soll insgesamt 2.100 Quadratmeter groß werden.

Künftig mehr Therapieplätze

Mit derzeit 20 stationären und zehn tagesklinischen Plätzen sowie einer Ambulanz versorgt die Universitätsklinik ein Einzugsgebiet von rund 800.000 Einwohnern. Gesundheits- und Spitalsreferent Christian Stöckl (ÖVP): “Wir setzen alles daran, für die Kinder und Jugendlichen in unserer Gesellschaft die notwendige Unterstützung und Behandlung auf einem zeitgemäßen medizinischen Versorgungsniveau sicherzustellen. Der stationäre Bereich wird so gestaltet sein, dass sich ein Wohlfühlcharakter einstellt, der vor allem bei längeren Aufenthalten den Heilungsprozess unterstützt.”

Eugen Trinka, Christian Stöckl, Leonhard Thun-Hohenstein und Paul Sungler auf der Baustelle. Foto: SALK/Wild&Team Eugen Trinka, Christian Stöckl, Leonhard Thun-Hohenstein und Paul Sungler auf der Baustelle. Foto: SALK/Wild&Team ©

Therapiekonzept schließt das Umfeld mit ein

Leonhard Thun-Hohenstein, Vorstand Kinder- und Jugendpsychiatrie, leitet die Klinik seit 2009 und freut sich sehr, dass die Bauarbeiten für das neue Klinikgebäude bereits im Gange sind. Ein wichtiges Merkmal bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen ist laut Thun-Hohenstein das systemische Grundkonzept. “Wir verstehen Störungen immer als Teil des Kontextes, in dem sie entstehen. Das bedeutet, wir müssen möglichst alle Beteiligten in den Prozess der Behandlung miteinbeziehen.”

Neues Online-Tool für Behandlung

Eine weitere Besonderheit ist das “synergetische Navigationskonzept”. Das ist ein Online-Tool, bei dem stationäre Patienten täglich Fragen zu seiner Befindlichkeit und zu seinen Beziehungen zu Freunden und Angehörigen beantworten soll. “Wir können damit Veränderungen im Laufe der Therapie erfassen”, erklärt Thun-Hohenstein, “welche Ergebnisse als gute Grundlage zur Reflexion liefern.” Die Klinik arbeitet sehr intensiv mit den niedergelassenen Angeboten für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen zusammen.

Angebot der Betreuung in Salzburg ausgebaut

Thun-Hohenstein betont: “Ich bin froh, dass sich das Angebot im Land Salzburg nun auch im niedergelassenen Bereich verbessern wird. Es eröffnet ein vom Land Salzburg getragenes psychosoziale Beratungs- und Versorgungszentrum in der Stadt Salzburg und ein weiteres im Süden Salzburgs, das von der Kinderseelenhilfe von Pro Mente Salzburg getragen wird.” Der Ärztliche Direktor im Uniklinikum Salzburg – Christian-Doppler-Klinik, Eugen Trinka: “Für unsere Patienten ist der Ausbau von großer Bedeutung, denn bei jährlich 580 jährlichen stationären Aufnahmen und rund 1.500 ambulanten Patienten kann man die Notwendigkeit dieser Klinik besonders gut nachvollziehen. In Zukunft blicken unsere jüngsten Patienten ins Grüne und haben helle und freundliche Therapieräume. Es ist bekannt, dass die Genesung auch aufgrund der Umgebung beeinflusst wird.”

11,2 Millionen für neue Klinik

Die Errichtungskosten für den Neubau betragen rund 11,2 Millionen Euro. Darin enthalten sind auch die Kosten für die Medizintechnik und die Möblierung. Mehr Betten und größere Therapie- und Ambulanzeinheiten verursachen höhere Personal- und Sachkosten. SALK-Geschäftsführer Paul Sungler erklärt: “Wir benötigen mit der Fertigstellung im Sommer 2019 zusätzlich 21,8 vollzeitäquivalente Stellen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Dieser zusätzliche Personalbedarf kann durch Umschichtung von Betten gelöst werden. Das ist die Herausforderung der SALK, dass wir mit unseren Budgets so flexibel sind, damit wir Mittel da einsetzen können, wo sie die Patienten benötigen. Die Ausweitung dieser Stellen führt so auch zu keiner Änderung des vorgeschriebenen Stellenplans.”

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