Salmonellen-Alarm in Salzburger Seniorenheim

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Bewohner des Seniorenheims Itzling sind an Salmonellen erkrankt.
Bewohner des Seniorenheims Itzling sind an Salmonellen erkrankt. - © APA/dpa/Peter Steffen
Salmonellen-Alarm in der Stadt Salzburg: Wie Ernst Hörzing, Leiter der städtischen Senioreneinrichtungen, am Dienstag mitteilt, sind fünf Bewohner im Seniorenwohnhaus Itzling an Salmonellen-Infektion erkrankt. In den vergangenen sechs Jahren wurden bereits 159 Salmonellen-Fälle in der Landeshauptstadt registriert. 

„Es handelt sich um drei Bewohnerinnen und zwei Bewohner. Ein Bewohner ist in Spitalsbehandlung.“ Und der ärztliche Leiter Randolf Messer ergänzt: „Von keinem Erkrankten ist der Gesundheitszustand bedenklich. Bei einigen sind die Symptome schon wieder am Abklingen. Es handelt sich um eine milde Verlaufsform.“ Letzte Woche waren Brechdurchfälle im Seniorenwohnhaus aufgetreten. Sichergestellte Stuhlproben hatten schließlich im Labortest den Befall mit Salmonellen bestätigt.

„Alle notwendigen Maßnahmen veranlasst“

Sozial-Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer: „Wir haben sofort alle nötigen Hygiene-Maßnahmen veranlasst. Auch die neun KüchenmitarbeiterInnen gaben umgehend Stuhlproben ab – alle waren negativ. Nun läuft die Suche nach der Ursache auf Hochtouren. Wir haben dazu das Gesundheitsamt und das Marktamt beigezogen. Letzteres lässt so genannte ‚Rückstellproben‘ der ausgegebenen Speisen bei der AGES-Wien untersuchen. Die Ergebnisse dürften im Laufe der Woche vorliegen.“

Eier, Geflügel und rohes Fleisch heikel

Amtsarzt Claus Peter Reedl betont, eine Ansteckung erfolge überwiegend durch die Aufnahme von erhöhten Salmonellen-Konzentrationen mit der Nahrung. Heikle Lebensmittel seien Eier und Eiprodukte, Geflügel, rohes Fleisch und Fleischprodukte, Milcherzeugnisse sowie Speiseeis. Eine Mensch-zu-Mensch Weiterverbreiterung von Salmonellen sei schwieriger, beispielweise über Kontakt mit dem Stuhl Infizierter. Tatsächlich erkranken würden zumeist nur Menschen mit herabgesetztem Immunsystem.

Immer wieder Salmonellen-Fälle in Salzburg

Salmonellen kommen leider immer wieder vor. Alleine in den letzten sechs Jahren gab es in der Stadt Salzburg 159 nachgewiesene Salonellen-Fälle, gibt NEOS-Gesundheitssprecher Sebastian Huber gegenüber SALZBURG24 an. “Salmonellen dürfen auf keinen Fall unterschätzt werden. Besonders für ältere Patenten kann die Erkrnakung lebensbedrohlich sein. Salmonellen dringen vom Darm ins Blut ein, verteilen sich über die Blutbahn im ganzen Körper (systemische Infektion) und können eine gefährliche Blutvergiftung (Sepsis) verursachen”, so Huber.

Lebensmittel sollten zehn Minuten bei 75 Grad erhitzt werden

Um Salmonellen-Infektionen zu vermeiden, wird die Erhitzung der Lebensmittel für mindestens zehn Minuten auf mindestens 75 Grad Celsius (Temperatur im Kern) empfohlen. Bei nur 55 Grad Celsius dauert es bereits eine Stunde, bis eine potentielle Salmonellen-Verseuchung hinreichend reduziert wird. Durch Einfrieren werden die Bakterien nicht abgetötet. In sauren Medien sterben sie aber rasch ab. Übliche Desinfektionsmittel töten sie innerhalb weniger Minuten.

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