6. März 2010 19:14; Akt.: 6.03.2010 19:14

Salzburg – Wr. Neustadt: Meister nur 1:1 gegen Aufsteiger

Salzburg – Wr. Neustadt: Meister nur 1:1 gegen Aufsteiger © Redbull/Gepa
Meister Salzburg hat seine weiße Weste im Frühjahr verloren. Der Titelverteidiger musste sich in der 23. Runde gegen den SC Wiener Neustadt mit einem 1:1-(1:0)-Heimremis zufriedengeben und verpasste damit den vierten Bundesliga-Sieg im neuen Jahr.

Roman Wallner (39.) erzielte mit seinem 16. Saisontreffer die Führung für die Mozartstädter, Hannes Aigner (84.) gelang aber nach einer desolaten Salzburger Leistung in der zweiten Spielhälfte noch völlig verdient der Ausgleich.

Salzburg musste im Meisterschaftsrennen damit einen kleinen Rückschlag einstecken. Zwar führt das Team von Huub Stevens die Tabelle weiter an, Rapid könnte den Rückstand mit einem Sieg gegen Kapfenberg am Sonntag aber auf vier Punkte reduzieren. Mit dem ersten Gegentreffer nach vier Heimspielen in Folge ohne gegnerischen Torerfolg verpasste Salzburg auch einen neuen vereinsinternen Rekord.

Bereits nach elf Minuten hätten die zunächst souverän agierenden “Bullen” gegen einen harmlosen Aufsteiger vorlegen können, Gercaliu rettete nach einem Eckball bei einem Schuss von Opdam aber auf der Linie. Während sein Sturmpartner Marc Janko bei der Neustädter Innenverteidigung gut aufgehoben schien und mit einem Lattentreffer (30.) auch Pech hatte, deutete Wallner dann seine Gefährlichkeit erstmals an. SC-Torhüter Fornezzi parierte seinen Fernschuss (25.) aber souverän.

Eine weitaus schlechtere Figur machte der Slowene dann beim Gegentreffer. Nachdem Stanislaw den Ball an der Outlinie unnötig vertändelt hatte, kam der Ball über Svento zu Wallner, der vom Strafraum mitten aufs Gehäuse abzog. Fornezzi ließ sich von dem scharfen Schuss überraschen. Wiener Neustadt hatte dem in der ersten Spielhälfte nur einen zu schwach ausgefallenen Kopfball von Simkovic (26.) entgegenzuhalten. Zu groß schien der Respekt der Niederösterreicher vor dem im eigenen Stadion weiter ungeschlagenen Meister.

Mit der Führung im Rücken stellte Salzburg die Geduld der 8.800 Fans in Wals-Siezenheim nach Seitenwechsel aber auf die Probe. Die Mannschaft agierte nur noch destruktiv und wollte den Sieg mit dem geringsten Kraftaufwand über die Zeit bringen. Wiener Neustadt schöpfte daraus Mut.

Nachdem die Mannschaft von Trainer Peter Schöttel bereits einige Male gefährlich im Strafraum aufgetaucht war, brach Aigner schließlich völlig verdient die Salzburger Torsperre. Gustafsson bändigte nach einem Freistoß einen Ramsebner-Kopfball nur kurz, der Tiroler staubte aus kurzer Distanz ab. Nach Schlusspfiff sowie der in der zweiten Spielhälfte vielleicht schlechtesten Leistung unter Stevens begleitete Salzburg ein gellendes Pfeifkonzert seiner Anhänger in die Kabine.


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