Salzburg Airport: Großes Flughafenfest zum 90. Geburtstag

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Mit einem Tag der offenen Tür hat der Salzburg Airport am Sonntag sein 90-Jahr-Jubiläum ausgiebig gefeiert. Die Highlights für die rund 20.000 Besucher des Flughafenfestes war mitunter eine Abfangübung der österreichischen Luftstreitkräfte in Zusammenarbeit mit den Flying Bulls sowie ein Rennen zwischen einem Alpha Jet und einem Formel-1-Boliden.

Das Flughafenfest wartete am Sonntag mit einem fulminanten Programm auf. Nach der offiziellen Eröffnung durch die Militärmusik und den Walser Schnalzern folgten ein paar Grußworte der Festredner. Danach stand ein Frühschoppen mit der Trachtenmusikkapelle Maxglan am Programm.

“The Race”: Alpha Jet gewinnt gegen F1- Bolide

In Schauübungen zeigten sowohl die Hundestaffel der Polizei als auch Berufs- und Flughafenfeuerwehr ihr Können. Um kurz vor 13 Uhr folgte eines der Highlights des Tages. Ein Alpha Jet der Flying Bulls ging auf der Start- und Landebahn gegen einen Formel-1-Boliden ins Speedrennen. Das Ergebnis: Der Jet war um einiges schneller als der RB7.

Mit seinen umgerechnet 10.600 PS, einer Spannweite von 9,1 Metern und einer Höchstgeschwindigkeit von 1.000km/h ist der Alpha Jet der Flying Bulls eines der schnellsten Flugzeuge in der Flotte der fliegenden Bullen. Doch die 800 PS des RB7 in Kombination mit seinem Gewicht von nur 640 Kilo sind gerade am Start nicht zu unterschätzen.

Sensationelles Rennen auf der Start- und Landebahn

Bei windstillen und trockenen Bedingungen gingen der Alpha Jet mit Pilot Philipp Haidbauer und der RB7 mit Fahrer Patrick Friesacher an den Start. Zwei Mal musste die Strecke der Start- und Landebahn des Salzburger Flughafens so schnell wie möglich zurückgelegt werden. Friesacher und Haidbauer reagierten am Start nahezu gleich schnell, wobei sich der Alpha Jet zwar schneller in Bewegung setzte, aufgrund seines höheren Gewichts jedoch einen kleinen Nachteil hatte.

In weiterer Folge entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch als der Alpha Jet erstmal abgehoben war, spielte er seine volle Power aus. Die Entscheidung fiel dann direkt nach der ersten Länge. Als der Formel-1-Bolide in die Wende einlenkte, setzte der Alpha Jet zu einer “Cuban Eight” an und konnte im Gegensatz zu Friesacher im Auto sogar noch Tempo dazu gewinnen. Dieser versuchte aus dem RB7 auf der zweiten Länge noch einmal alles rauszuholen, doch Haidbauer ließ sich den Sieg zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nehmen.

Eines der Highlights: Eine Abfangübung direkt über dem Salzburger Flughafen./Miller/Bundesheer Eines der Highlights: Eine Abfangübung direkt über dem Salzburger Flughafen./Miller/Bundesheer ©

Eurofighter-Abfangübung über dem Salzburg Airport

Neben dem spektakulären Rennen zeigten die Flying Bulls auch andere Schmuckstücke ihrer Flotte in einem Static Display. Die Zuschauer bekamen so die Möglichkeit Flugzeuge wie die Douglas DC-6 oder die North American T-28B Trojan aus nächster Nähe zu bestaunen. In Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Bundesheer gab es auch eine Abfang-Demonstration zweier Eurofighter Typhoon und eines Dassault-Breguet/Dornier Alpha Jets. Dabei wurde gezeigt, wie die Eurofighter einen Eindringling abfangen und zur Landung am Flughafen Salzburg zwingen.

Von 1926 bis heute: Der Salzburg Airport

Eine Entwicklung, die sich sehen lassen kann: Im August 1926 nahm die deutsche Luft-Hansa mit einer Fokker II den Linienbetrieb auf der Strecke München – Salzburg – Bad Reichenhall auf, heute nutzen mehr als 1,8 Mio. Fluggäste jährlich den Salzburg Airport.

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