EL-Quali: Salzburg als Favorit in Rumänien gefordert

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Trainer Rose warnt vor dem rumänischen Meister
Trainer Rose warnt vor dem rumänischen Meister - © APA
Für Red Bull Salzburg steht am Donnerstagabend (20.45 Uhr/live in Konferenz auf Puls 4) viel auf dem Spiel. Die Bullen gehen als klarer Favorit ins Play-off gegen Viitorul Constanta. Nach dem Aus in der Champions-League-Qualifikation auch die Europa League zu verpassen, wäre eine herbe Enttäuschung. Der Grundstein zum Aufstieg soll im Hinspiel in Rumänien gelegt werden.

Sechsmal haben die Salzburger die Gruppenphase der Europa League bereits erreicht. Jene der Königsklasse ist ihnen auch im zehnten Anlauf verwehrt geblieben. Der Double-Gewinner ist in dieser Saison in neun Pflichtspielen unter Neo-Trainer Marco Rose noch ungeschlagen. “Wir wissen aber, dass wir gegen eine wirklich gute Mannschaft spielen”, betonte der Deutsche. “Rumänischer Meister wird man nicht im Vorbeigehen.” Rose hob mit seiner Mannschaft am frühen Mittwochnachmittag in Richtung Schwarzmeerküste ab. Mit an Bord war auch Keeper Alexander Walke. Wegen dessen Fingerluxation samt Rissquetschwunde wird aber Cican Stankovic das Tor hüten, bestätigte der Chefcoach. “Cican hat uns schon in Altach den Arsch gerettet“, erinnerte Rose an dessen Paraden beim 1:0-Ligasieg am Samstag.

Viitorul mit Fehlstart in Liga

Den Druck auf seine Mannschaft wollte Rose nicht überbewerten. “Ja, wir wollen unbedingt in die Europa League. Uns wird aber immer Druck auferlegt. Wichtig ist, wie wir damit umgehen”, erklärte der 40-Jährige. Die Enttäuschung nach dem CL-Out aufgrund der Auswärtstorregel gegen Rijeka (1:1 und 0:0) gilt es zu überwinden. Auch die Rumänen waren in der Qualifikation für die Königsklasse gescheitert – nach Verlängerung an APOEL Nikosia. In der heimischen Liga läuft es für das Team von Clubchef und Trainer Gheorghe Hagi auch alles andere als rund. Fünf Spiele ist Viitorul dort bereits sieglos, hat zudem 480 Minuten kein Tor erzielt. “Wir wissen, dass sie suboptimal in die Saison gestartet sind”, sagte Rose. “Aber wir messen diesen Ergebnissen keine Aussagekraft bei. Das ist eine wirklich gute Mannschaft mit fußballerischen Qualitäten.”

Leistungsträger verlassen Verein

Mit den Verteidigern Bogdan Tiru und Cristian Ganea verfügt Viitorul über zwei aktuelle rumänische Teamspieler. Mit Romario Benzar und Dragos Nedelcu haben zuletzt aber auch zwei Leistungsträger den Club in Richtung Steaua Bukarest verlassen. Mit dem 19-jährigen Florinel Coman könnte bis Transferschluss ein dritter folgen. Legionäre stehen mit dem Spanier Dani Lopez, dem Franzosen Kevin Boli und dem Brasilianer Eric nur drei im Kader.

Zahlreiche Talente in Hagi-Akademie

Größter Star des Teams ist der Trainer, der den Club samt Akademie 2009 selbst gegründet hat. “Gheorghe Hagi war eine Größe im Weltfußball, und seine Mannschaft spielt auch ein wenig so”, erklärte Rose. Viitorul, gespeist aus den zahlreichen Talenten der Hagi-Akademie, versuche zumeist “fußballerische Lösungen zu finden”. In der Vorsaison brachte das dem jungen Verein sensationell den Meistertitel. Hagi bezeichnete es als “das größte Wunder des rumänischen Fußballs”. Dass ihm seine besten Spieler abhandenkommen, ist der 52-Jährige mittlerweile gewöhnt. Auf anderer Ebene kann davon auch Salzburg ein Lied singen. “Wir haben uns immer verbessert und bleiben das, was wir sind – ein Ausbildungsverein”, erklärte Hagi.

“Cool bleiben und unser Spiel durchziehen”

Gegen diesen will Salzburg Österreichs magere Europacup-Bilanz gegen rumänische Clubs aufbessern. In bisher 13 K.o.-Duellen setzte sich nur fünfmal der ÖFB-Vertreter durch. Ein Sieg in Constanta wäre erst der zehnte im Europacup-Vergleich Österreich vs. Rumänien – im 31. Spiel. Für Salzburg gab es in der Europa-League-Gruppenphase 2014 unter Trainer Adi Hütter gegen Astra Giurgiu aber zwei Erfolge. Diese Phase wieder zu erreichen ist das Ziel. “Wir möchten gerne ein Auswärtstor schießen”, sagte Rose, der im Angriff erneut auf Hwang Hee-chan und Munas Dabbur setzen dürfte. Letzterer mahnte vor dem Auftritt in Ovidiu bei Constanta volle Konzentration ein. “Gerade weil Viitorul in der Meisterschaft noch nicht so ganz auf Touren gekommen ist, werden sie alle Kraft in die Europa League stecken”, meinte Dabbur. “Wir müssen dagegenhalten, cool bleiben und unser Spiel durchziehen.”

(APA)

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