Salzburg bekommt drei neue Obusse

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Leonhard Schitter, Heinz Schaden und Horst Ebner bei der Übergabe.
Leonhard Schitter, Heinz Schaden und Horst Ebner bei der Übergabe. - © LMZ
Die Stadt Salzburg investiert 2,4 Millionen Euro in drei neue Obusse. Sie fahren mit 100 Prozent erneuerbarer Energie, sparen pro Jahr 1.300 Tonnen Kohlendioxid. Außerdem führt Österreich in der EU die Liste mit den meisten Neuzulassungen von E-Pkw an. Alleine im Bezirk St. Johann im Pongau gibt es acht mal mehr Zulassungen als in Deutschland.

Bürgermeister Heinz Schaden hat am Freitag gemeinsam mit Horst Ebner, Vorstand der Salzburg AG und Leonhard Schitter, Vorstandssprecher Salzburg AG, die drei Obusse an die Salzburger übergeben.

Pro Fahrgast 982 Gramm Co2 gespart

Besonders im Stadtverkehr wird sich der elektrische Antrieb positiv auswirken, ist sich Leonhard Schitter sicher: “Der Obus ist durch den Elektroantrieb leise und fährt völlig emissionsfrei, jeder Fahrgast spart im Schnitt 982 Gramm CO2. Bis zu einem Viertel des Stroms gewinnen die Obusse beim Bremsvorgang zurück.”

Er sieht Salzburg mit seinen Obussen europaweit als Vorzeigebeispiel. Bürgermeister Heinz Schaden ergänzt: “Der Obus ist Garant für einen funktionierenden Stadtverkehr. Nachdem wir dieses Jahr mit der Linie neun die Erschließung des Stadtteils Taxham umsetzen, folgen kommendes Jahr zwei sinnvolle Erweiterungen der Linie drei und der Linie acht zur Messe.”

Obusse sind barrierefrei und können auch mit Akku fahren

Die neuen Obusse bringen viele Vorteile für die Fahrgäste: Eine ausklappbare Rampe in der Fahrzeugmitte bringt Fahrgästen mit schweren elektrischen Rollstühlen eine deutliche Erleichterung beim Ein- und Aussteigen. “Die neuen Obusse, können bei Baustellen oder Umleitungen ohne Fahrleitung fahren, neuerdings dabei nicht mit einem Diesel-Notaggregat sondern einem Akku, welcher für die nötige Fahrenergie sorgt”, erklärt Ebner.

Österreich fährt elektrisch

Nicht nur die Obusse in Salzburg fahren elektrisch. Bei den Neuzulassungen von vollelektrischen Fahrzeugen ist Österreich mit 1,2 Prozent Spitzenreiter in der Europäischen Union. Das ergab eine Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Frankreich und die Niederlande folgen mit jeweils 1,0 Prozent. Knapp mehr als 45.000 Batterie-Elektrische Pkw wurden in der EU in den ersten neun Monaten neu zugelassen, davon fast 3.000 allein in Österreich.

St. Johann führt in Salzburg

Salzburg liegt im Bundesländer-Vergleich an zweiter Stelle hinter Vorarlberg. Im Land Salzburg ist der Anteil mit 1,6 Prozent höher als im Österreich-Schnitt. Spitzenreiter im Bundesland ist der Bezirk St. Johann im Pongau mit 2,6 Prozent vollelektrischen Neuzulassungen. Hier ist der Anteil der elektrischen Pkw acht Mal so hoch wie in Deutschland. “Allein in diesem Bezirk wurden heuer doppelt so viele vollelektrische Pkw neu zugelassen wie in ganz Polen”, verdeutlicht VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Tamsweg: Nur 0,3 Prozent der Neuzulassungen elektrisch

Innerhalb Salzburgs hat der Bezirk Zell am See mit 2,1 Prozent bei Neuwagen den zweithöchsten Anteil vollelektrischer Pkw, vor dem Bezirk Hallein und Salzburg  Land. Den geringsten Anteil weist der Bezirk Tamsweg mit 0,3 Prozent auf.

Ladestationen in Österreich verbessern

Damit die E-Autos in der EU in Fahrt kommen, braucht es auf EU-Ebene rasch niedrigere CO2-Grenzwerte für Neuwagen. “Die Politik muss Vorgaben setzen, damit die Hersteller deutlich mehr E-Pkw Modelle auf den Markt bringen. Je früher, umso besser für die Umwelt und die Wirtschaft. Hier gibt es um einen weltweiten Markt, Vorreiter zu sein heißt, viele Arbeitsplätze für die Zukunft zu sichern”, betont VCÖ-Experte Gansterer.

Zudem ist sicherzustellen, dass der Strom für die E-Fahrzeuge aus erneuerbarer Energie kommt. Innerhalb Österreich gilt es die Ladeinfrastruktur zu verbessern und den Ausbau zu fördern. Mit der wachsenden Anzahl der E-Autos braucht es neben den privaten Lademöglichkeiten zu Hause oder am Arbeitsplatz auch mehr öffentlich zugängliche Ladestationen.

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