Red Bull Salzburg besiegt Dornbirn dank Raffls Doppelpack

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Salzburgs Nummer 5, Thomas Raffl, traf zwei Mal.
Salzburgs Nummer 5, Thomas Raffl, traf zwei Mal. - © FMT-Pictures/TA
Zwei Treffer von Thomas Raffl (8., 53.) genügten Red Bull Salzburg am Donnerstag zu einem wenig spektakulären Erfolg über den Nachzügler Dornbirner EC. Zwei Tage zuvor beim 3:3 in Bern in der Champions Hockey League stark auftretend, war der Meister gegen die Vorarlberger zwar überlegen (34:19 Schüsse), die Chancenauswertung ließ aber zu wünschen übrig.

Die “Bullen” übernahmen nach dem dritten Erfolg in Serie zumindest für 24 Stunden die Führung in der Erste Bank Eishockey Liga vor den punktgleichen Vienna Capitals (je 19). Die Wiener empfangen am Freitagabend Nachzügler Fehervar. Die drittplatzierten Black Wings Linz (17 Punkte) gastieren in Znojmo.

Salzburg ohne Latusa, Herburger, Roy und Kristler

Ohne Manuel Latusa, Raphael Herburger, Matty Roy und Andreas Kristler, dafür gleich mit drei Talenten aus dem Salzburger AHL-Team – Daniel Wachter (19), Daniel Jaku-bitzka (20) und Dario Winkler (19) – empfingen die Red Bulls die Gäste aus dem Ländle. Und die legten erstmal voll los und brachten die Hausherren in den Anfangsminuten unter Bedrängnis. Torhüter Luka Gracnar war bei einigen starken Schüssen hellwach und dann begann das Spiel der Red Bulls Form anzunehmen.

Nach und nach verlagerte sich der Schwerpunkt des Geschehens in Richtung Gästetor, während die Salzburger hinten immer stabiler wurden. In der achten Minute versenkte Thomas Raffl einen schönen Querpass von John Hughes im Netz und sorgte für den einzigen Treffer im ersten Abschnitt. Danach hatte immer Dornbirns Goalie Florian Hardy seine Hände oder den Schläger im Spiel und machte zwei, drei echte Torchancen zunichte. Auch die letzte von Thomas Raffl in der 20. Minute, als er völlig frei vorm Goalie nur dessen Schulter traf.

Dornbirner Goalie verhindert klare Führung der Red Bulls

Im zweiten Abschnitt hätten die Salzburger mindestens drei oder vier Tore schießen können, doch jeder Angriff oder Torschuss endete beim immer stärker werdenden Dornbirner Goalie. Egal ob aus dem Slot, von der blauen Linie oder nach Kombination, die Scheibe wollte einfach nicht rein, obwohl die Vorarlberger in der Verteidigungszone zeitweise richtig eingeschnürt wurden. Die schlechteste Phase hatten die Red Bulls ausgerechnet bei einem Vier-Minuten-Powerplay, in dem fast nichts ging. In der 30. Minute wurde es auch vor dem Salzburger Tor brenzlig, als Christopher D’Alvise frei vor Luka Gracnar abdrückte, den 22-jährigen Slowenen aber nicht überwinden konnte. Die Red Bulls führten also auch nach 40 Minuten mit 1:0, hätten sich zu diesem Zeitpunkt aber schon längst einen guten Vorsprung erarbeiten können.

Thomas Raffl sichert 2:0-Sieg

Im Schlussabschnitt änderte sich das Bild etwas. Zwar hatte Daniel Welser gleich nach Wiederbeginn bei einem Solo unter Bedrängnis den zweiten Treffer auf dem Schläger, doch wenig später musste Luka Gracnar in Unterzahl einige Male höllisch aufpassen. In der 47. Minute entschärfte er u.a. die beste Möglichkeit von Christopher D’Alvise, der in Unterzahl bei einem Breakaway am Goalie scheiterte. Die Red Bulls taten sich jetzt schwer mit der Dornbirner Spielweise, doch genau in dieser Phase traf Thomas Raffl in der 53. Minute, fixierte sein Doppelpack und verschaffte den Salzburgern den beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung. In den Schlussminuten spielten die Red Bulls noch ein gutes Powerplay und ließen gegen sechs Feldspieler nichts mehr anbrennen.

Salzburgs Head Coach Greg Poss freute sich über den dritten EBEL-Sieg in Serie und meinte: „Wir hatten wieder viele Chancen, die leider nicht immer reingegangen sind. Im Schlussdrittel hing der Ausgleich sogar kurz mal in der Luft. Aber andererseits war Luka Gracnar sehr stark und in den ersten zwei Dritteln haben wir kaum Chancen des Gegners zugelassen. Auch einige junge Spieler haben wieder auffällig gespielt und gut gekämpft.“ Angesprochen auf das schlechte Powerplay sagte er: „Das kann, sollte aber nicht passieren.“

Doppeltorschütze Thomas Raffl sagte: „Es ist immer schwer, gegen Dornbirn zu spielen, da sie eine defensiv ausgelegte Taktik haben. Aber Luka (Gracnar) hat sehr gut gehalten und letztlich reichen auch zwei Tore, um das Spiel zu gewinnen.“

Weiter geht es für die Red Bulls am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen Fehérvár AV19. In der laufenden Meisterschaft ist es das erste Aufeinandertreffen beider Teams.

(SALZBURG24/APA)

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