Salzburg blickt vor Schlager nicht zu viel auf Rapid

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Trainer Garcia fordert von seinem Team mehr Konzentration.
Trainer Garcia fordert von seinem Team mehr Konzentration. - © Red Bull/GEPA
Red Bull Salzburg hat die Personalrochaden bei Rapid natürlich mitbekommen. Vor dem Schlager der 15. Fußball-Bundesliga-Runde am Sonntag (16.30 Uhr) in der Red-Bull-Arena will der Meister aber gar nicht zu viel in Richtung der Wiener blicken. “Der Trainerwechsel bei Rapid war innerhalb der Mannschaft kein Thema. Die vollste Konzentration gilt uns selber”, sagte Goalie Alexander Walke. SALZBURG24 wird im Live-Ticker berichten.

Laut dem 33-jährigen Deutschen, der im Vorfeld der Partie seinen Vertrag bis 2019 verlängerte, sei es vor allem wichtig, das eigene Spiel durchzuziehen. Im ersten Saisonduell hatte es im Allianz Stadion am 28. August ein torloses Remis gegeben. Ob die Hütteldorfer ähnlich ausgerichtet antreten wie damals, ist offen. Rapids Neo-Coach Damir Canadi hatte immerhin schon eine Woche Zeit, um seine neue Mannschaft mit seinen Ideen vertraut zu machen. “Ich erwarte von Canadi, dass er taktisch etwas anderes machen wird”, sagte Walke.

“Besonders motivierte Gegner” erwartet

Sein Coach Oscar Garcia rechnete jedenfalls mit einem “besonders motivierten” Gegner. “Die Spieler werden sich dem Trainer beweisen wollen”, vermutete der Spanier. Doch nicht nur deshalb rechnete er mit einer schwierigen Aufgabe: “Es ist zwar ein neuer Trainer, aber die Spieler sind die gleichen. Und die haben sehr gute Spiele in der Europa League abgeliefert, daher wird es nicht einfach werden.”

Salzburg fürchtet sich nicht

Angst vor dem viel zitierten Trainereffekt hat der Salzburg-Coach nicht. “Es gibt auch in Spanien immer wieder die Diskussion betreffend des Trainereffekts und es wird davon gesprochen, dass ein neuer Trainer einen sicheren Sieg bedeuten würde. Studien haben aber ergeben, dass die meisten Spiele dann mit einem Unentschieden oder einer Niederlage endeten”, erklärte Oscar.

Bullen verlieren gegen Mattersburg

Beide Mannschaften haben etwas gutzumachen. Rapid unterlag zuletzt dem WAC zu Hause 0:1, die Bullen verloren bei teils irregulären Bedingungen in Mattersburg knapp 1:2. Da auch Tabellenführer Sturm Graz in der 14. Runde verlor, wurde der Rückstand der beiden Titelfavoriten Nummer eins auf die Steirer aber zuletzt nicht größer. “Sturm und Altach haben es konstant gut gemacht. Wir haben geschwächelt, es ist aber noch nicht einmal Halbzeit. Wir werden alles daran setzen, um uns eine gute Ausgangsposition für das Frühjahr zu schaffen”, sagte Walke.

Duell gegen Rapid

Trotz der Chance, Rapid um acht Punkte zu distanzieren, sei es noch keine richtungsweisende Situation. “Es wäre noch zu früh”, betonte der Goalie vor einem der “Highlight-Spiele” in dieser Saison. Enorm wichtig sei das Duell aber klarerweise. “Mit einem Sieg haben wir einfach die Möglichkeit, weiter nach oben zu kommen”, weiß Walke. Laut ihm spricht die eigene Heimstärke für seine Truppe. Von den jüngsten 23 Heimspielen ging nur eines verloren. In einem intensiven Herbst-Finish warten in der Folge auch noch die Duelle mit den restlichen Topteams Austria (a), Altach (h) und Sturm Graz (a).

Bessere Konzentration nötig

Aufpassen heißt es für die gegen Rapid vier Partien unbesiegten Salzburger vor allem bei Standardsituationen der Wiener. Die jüngsten fünf Liga-Gegentreffer fielen nach ruhenden Bällen. “Am Anfang der Saison haben wir sehr gut verteidigt. Da muss jetzt wieder eine höhere Konzentration her, um das zu vermeiden”, forderte der deutsche Schlussmann. Nicht für Salzburg spricht eine besondere Statistik: Die letzten sieben Rapid-Trainer gingen bei ihren Debüts nicht als Verlierer vom Platz. Bis am Freitag waren 12.000 Karten verkauft, gerechnet wird mit 15.000 Anhängern bei voraussichtlich bestem Fußball-Wetter am Sonntag.

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