Salzburg glaubt an Lazio-Wunder in Europa League

Akt.:
3Kommentare
Berisha hat Hoffnung: "Vielleicht können wir es noch umdrehen, daheim ist alles möglich."
Berisha hat Hoffnung: "Vielleicht können wir es noch umdrehen, daheim ist alles möglich." - © Red Bull / GEPA
Red Bull Salzburg hat eine gute Ausgangslage im Kampf um den Aufstieg ins Halbfinale der Europa League vergeben und muss kommende Woche auf ein kleines Wunder hoffen. Im Viertelfinal-Hinspiel bei Lazio Rom verlor die Rose-Elf am Donnerstagabend mit 2:4 (1:1). “Wir müssen zuhause als Heimmacht auftreten, abschreiben darf man uns noch nicht”, macht Teamspieler Stefan Lainer klar.

Der Tabellenfünfte der italienischen Serie A wurde seinem Ruf als Torfabrik am Ende gerecht. Salzburgs Niederlage war in dieser Form dennoch bitter, fielen die entscheidenden Gegentreffer doch aus Abwehrfehlern. “Wir haben im Spielaufbau Fehler gemacht und Lazio damit in die Karten gespielt. Es war wieder eine Bombenleistung von uns, wir sind zweimal zurückgekommen”, so Kapitän Alexander Walke. “Dann hat uns aber die Ruhe gefehlt, wir haben zu hektisch gespielt und Fehler gemacht. Die Chancen stehen nach wie vor 50:50.”

Einmalige Atmosphäre im Römer Olympiastadion. /Red Bull / GEPA Einmalige Atmosphäre im Römer Olympiastadion. /Red Bull / GEPA ©

Blitzstart im Olympiastadion

Gestartet war Salzburg mit fast gewohnter Ausgangslage. Zum dritten Mal in der K.o.-Phase bestritten die Bullen das Hinspiel auswärts. Hielten sie gegen Real Sociedad und Borussia Dortmund die Partien lange Zeit offen, durften die stark startenden Römer schon nach wenigen Minuten erstmals jubeln. Stürmerstar Immobile bediente Dusan Basta, dessen Hereingabe der aus dem Rückraum kommende Lulic ins lange Eck verwertete.

Lazio spielt furios auf

Torhüter Alexander Walke war in seinem 200. Pflichtspieleinsatz für Salzburg geschlagen, Lazios Traumstart zur Freude des Großteils der 40.000 Zuschauer im weiten Olympiastadion komplett. Die “Biancocelesti” überzeugten mit einem kompakten Mittelfeld und schnellen Gegenstößen. Der anstelle des gesperrten Hwang Hee-chan aufgebotene Fredrik Gulbrandsen brachte nur eine Minute nach dem 0:1 immerhin den ersten Versuch in Richtung Lazio-Tor an.

Berisha behält die Nerven

Salzburg spielte trotz des frühen Schocks immerhin unbeirrt weiter – und wurde belohnt. Nach einer Hereingabe von rechts fuhr Basta im Strafraum gegen Dabbur den Arm aus. Der rumänische Schiedsrichter Ovidiu Hategan ließ zunächst sekundenlang weiterspielen, gab nach Intervention eines Assistenten aber dann doch verzögert Elfmeter. Der von einer Oberschenkelblessur wieder genesene Berisha trat wie schon gegen Real Sociedad und Dortmund an und verwertete auch in Rom sicher.

Im intensiv geführten Spiel fielen insgesamt sechs Tore. /Red Bull / GEPA Im intensiv geführten Spiel fielen insgesamt sechs Tore. /Red Bull / GEPA ©

Parolo-Tor mit der Ferse

Nach dem Seitenwechsel legte Lazio erneut forsch los. Lulic tankte sich durch und bediente Alberto, dessen Hereingabe Parolo sehenswert mit der Ferse ins Salzburger Tor lenkte. Walke war wieder geschlagen und konnte weiter nicht einmal eine Parade zeigen. Lazio hatte nun Überhang, störte Salzburg früh und mit Nachdruck. Andreas Ulmer versuchte sich indes erfolglos aus 17 Metern (56.).

Minamino kommt, sieht und trifft

In einer Parallele zu den ersten 45 Minuten hielt Salzburg aber dagegen, ehe Rose ein goldenes Händchen bewies. Nur eine Minute nach seiner Einwechslung wurde Minamino von Dabbur bedient und schloss souverän ab. Die Freude der rund 1.000 mitgereisten Salzburg-Anhänger währte jedoch nur kurz. Felipe und Immobile mit seinem siebenten Treffer im achten Europa-League-Einsatz sorgen noch für ausgelassenen Jubel bei Inzaghi. Für Salzburg bitter war auch die Gelbe Karten für Diadie Samassekou, der damit im Rückspiel gesperrt ist.

Aus in der Europa League?

“Wir sind sehr enttäuscht“, sagte Coach Rose nach dem Spiel. „Wir haben Gegentore bekommen in Situationen, über die wir geredet haben. Es ist jetzt wichtig, dass wir uns schnell aufrappeln und an Sonntag denken. Da haben wir die Möglichkeit, Dinge besser zu machen. Es ist wichtig, dass wir schnell wieder Brust und Kopf oben haben.”

Viertelfinale: Sechs Tore in Rom

Senad Lulic brachte die Italiener in der 8. Minute voran, ehe Valon Berisha per Elfmeter (30.) der Ausgleich gelang. Nach der Pause trafen Lazios Marco Parolo (49.) bzw. Takumi Minamino (71.), ehe Felipe Anderson (74.) und Ciro Immobile (76.) für die Römer anschrieben.

(APA/S24)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Roland K.: Musiker belastet im... +++ - Das erwartet euch heuer bei Li... +++ - Darum gehen Salzburgs Gastrono... +++ - Antimuslimischer Rassismus deu... +++ - ÖH startete Kampagne gegen Stu... +++ - Österreich nun mit 5G-Strategi... +++ - Land Salzburg von Blitzen über... +++ - 27 Deos im Test: Elf mangelhaf... +++ - Klimawandel beschert Österreic... +++ - Unwetter und Hagel: Feuerwehr ... +++ - Salzburger bei Ö3-Marathon-Cha... +++ - Salzburger Landtagswahl: Grüne... +++ - Verlängerung: Obus 5 fährt 201... +++ - Nach Zugunfall in Salzburg: Er... +++ - Lotto-Solo-Sechser: Salzburger... +++
3Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel