Salzburg oder Leipzig: Droht den Bullen ein internationales Startverbot?

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Droht Leipzig oder Salzburg das Startverbot in der UEFA Champions League?
Droht Leipzig oder Salzburg das Startverbot in der UEFA Champions League? - © GEPA/ Red Bull
Sportlich könnte die Welt im Red-Bull-Fußballimperium nicht besser laufen. Doch nun könnte die UEFA den millionenschweren Vereinen aus Leipzig und Salzburg schlaflose Nächte bereiten. Informationen der Salzburger Nachrichten (SN) nach soll es seitens der UEFA erste Signale geben, dass nur ein Bullen-Club international spielberechtigt ist.

Sowohl Leipzig als auch Salzburg befinden sich auf dem Weg zu einer internationalen Qualifikation. In der Bundesliga führt der Weg zum Meistertitel wie erwartet nur über Salzburg. Und in Deutschland liegt Aufsteiger RB Leipzig noch immer an zweiter Stelle mit einem komfortablen Vorsprung auf den dritten Platz.

Nur ein Klub vom gleichen Geldgeber ist spielberechtigt

Laut Regularien der UEFA dürfen Klubs, die vom gleichen Geldgeber finanziert beziehungsweise gesteuert werden, nicht in der Eliteliga teilnehmen. Die Strukturen der beiden Klubs wurden erst vergangenes Jahr angepasst. In Salzburg, so die damalige Meinung der Bullen, sei man damit gewappnet um eine mögliche UEFA-Prüfung zu überstehen. Sportdirektor Christoph Freund betonte gegenüber den Salzburger Nachrichten: “Ich gehe davon aus, dass sowohl Leipzig als auch Salzburg in der nächsten Saison an einem internationalen Bewerb teilnehmen können.” Auch RB-Vorstandsboss Oliver Mintzlaff bezieht in der BILD Stellung: “Mit Überraschung habe ich den Artikel der Salzburger Nachrichten gelesen. Glauben Sie mir, es gibt bei RB Leipzig keine Nervosität und auch die vermeintlichen Signale der UEFA gibt es nicht.”

Endgültige Klarstellung erfolgt erst bei Antrag

Eine endgültige Entscheidung darüber wird von der UEFA erst nach Saisonende getroffen werden können. Und zwar erst dann, wenn beide Vereine des Red-Bull-Fußballimperiums ihre Nennung für einen internationalen Bewerb abgegeben haben. Dabei geht es um die Vertrauens- und Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs. Die UEFA schreibt in ihrem Regulativ vor, dass nicht zwei Clubs gleichzeitig in Europa spielen können, wenn sie vom selben Geldgeber oder von den gleichen Personen gesteuert werden. Wie die SN erfahren haben wollen, ist man in Leipzig aktuell ziemlich nervös und suche nach Lösungen. Einen negativen UEFA-Bescheid will man mit aller Macht abwenden.

Regulativ spricht derzeit für Salzburg

Sollte die UEFA nur ein Team an der Teilnahme am gleichen Bewerb (in diesem Fall die Champions League) zulassen, würde das Regulativ für die österreichische Mannschaft sprechen. Der kontinentale Fußballverband würde nämlich jenes Team bevorzugen, das in der nationalen Meisterschaft eine bessere Endplatzierung erreicht. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass Salzburg freiwillig auf seinen Europacup-Startplatz verzichtet und der Weg so für Leipzig frei wäre. Ein durchaus vorstellbares Szenario, da die Prioritäten von der Führungsetage der Bullen durchaus bei Leipzig liegen könnten.

Bei Salzburgs Verzicht droht Lizenzentzug

Ein Verzicht von Salzburg hätte drastische Konsequenzen. Auf Anfrage von 90minuten.at heißt es dazu von der Bundesliga: “Wir können bestätigen, dass es im Rahmen der Lizenzierung ein entsprechendes A-Kriterium gibt, wonach jeder Lizenznehmer an den von der ÖFBL, ÖFB, UEFA und FIFA anerkannten und genehmigten Wettbewerben teilnehmen wird.” Das heißt konkret: Sollte Salzburg freiwillig auf die Teilnahme verzichten, wird sich der Bundesliga-Senat damit befassen. Die Höchststrafe bei Entfall eines A-Kriteriums ist klar definiert: Lizenzentzug.

UEFA bezeichnet CL-Verbot als “Spekulation”

Die Europäische Fußball-Union hat die Medienberichte über ein drohendes Champions-League-Verbot für RB Leipzig als “Spekulation” bezeichnet. “Wir haben in der Tat Regeln, die die Integrität des Wettbewerbs und das Thema der Mehrfach-Eigentümer betreffen”, sagte ein Sprecher und verwies auf die entsprechenden Artikel für UEFA-Club-Wettbewerbe. Diese Darstellung wies die UEFA zurück, da eine Entscheidung erst nach dem Saisonende fallen werde, wenn alle Clubs ihre Unterlagen eingereicht haben. “Im Moment ist das daher Spekulation”, erklärte der Sprecher.

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