Salzburg schielt vor LASK-Heimspiel noch auf Winterkrone

Dabbur (re.) will gegen den LASK anschreiben.
Dabbur (re.) will gegen den LASK anschreiben. - © Red Bull / GEPA
Nach der Ehrung als Halbzeit-Meister hofft Red Bull Salzburg auf einen weiteren inoffiziellen Titel – jenen des “Winterkönigs” der Bundesliga. Um auf Platz eins ins neue Jahr zu gehen, benötigt der Doublegewinner am Samstag (LIVETICKER ab 15.55 Uhr) zum Jahresabschluss einen Heimsieg über den LASK und einen Tag später einen Punkteverlust von Spitzenreiter Sturm Graz bei der Austria.

Zumindest die eigenen Hausaufgaben wollen die seit 21 Pflichtspielen ungeschlagenen, doch zuletzt dreimal sieglosen “Bullen” erledigen. “Das Motto für Samstag ist: Alle Kräfte mobilisieren, um einen erfolgreichen Abschluss zu finden”, erklärte Trainer Marco Rose. Seine Mannschaft konnte sich erstmals seit langer Zeit wieder eine ganze Woche auf ein Match vorbereiten. “Das haben wir zur Regeneration genutzt. Deswegen bin ich optimistisch, dass wir eine gute Leistung und volle Power auf den Platz kriegen”, meinte der Deutsche.

“Sturm hat herausragende Hinrunde gespielt”

Der vorwöchige Verlust der Tabellenführung schmerzt nach wie vor. “Natürlich wollen wir immer oben stehen”, sagte Rose, musste aber auch eingestehen: “Sturm hat eine herausragende Hinrunde gespielt, das muss man akzeptieren. Deshalb war es wichtig, dass wir eine stabile Hinrunde gespielt haben, um den Abstand klein zu halten.” Damit der Abstand vor der Winterpause nicht noch größer wird, müssen gegen einen unangenehmen Gegner drei Punkte eingefahren werden. “Der LASK ist sehr gut organisiert, die machen das gegen den Ball sehr gut. Sie machen die Räume eng und verteidigen aggressiv. Sie haben aber auch Jungs, die nach vorne gut sind. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden”, vermutete Rose.

Salzburg heuer ohne Heimspielniederlage

Das gilt wohl umso mehr für die Linzer, schließlich hat Salzburg in dieser Saison erst eine Niederlage kassiert und 2017 noch kein Heimspiel verloren. “Wir werden alles ausschöpfen, was in unseren Möglichkeiten steckt, damit wir nach einem Jahr die ersten sind, denen das gelingt”, versprach LASK-Coach Oliver Glasner. Der Oberösterreicher arbeitete beim Serienmeister bis 2014 als Assistenztrainer. “Ich komme immer gern nach Salzburg zurück, weil ich hier aus dieser Zeit noch viele Bekannte habe.” Mit Gastgeschenken dürfen die Mozartstädter jedoch nicht rechnen – schon im ersten Saisonduell mit dem LASK in der Red-Bull-Arena reichte es nur zu einem 1:1. “So wie damals wird auch jetzt wieder eine kompakte Defensive der Schlüssel für uns sein”, sagte Glasner.

Aufsteiger LASK auf Erfolgskurs

Sollte die Sensation gelingen und in Wals-Siezenheim ein Sieg für die Oberösterreicher herausschauen, könnte der im Moment fünftplatzierte Aufsteiger auf Rang vier überwintern. Doch selbst wenn dieses Szenario nicht eintritt, wird Glasner auf eine momentan zufriedenstellende Spielzeit zurückblicken. “Unser Ziel war es, sorgenfrei durch die Saison zu kommen, und das haben wir bisher tadellos bewerkstelligt.”

(APA)

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