Immer mehr Missbrauchsfälle werden bekannt. - © Bilderbox
Nach dem Bekanntwerden eines Missbrauchsfalles in der Erzabtei St. Peter in Salzburg und dem Rücktritt des Erzabtes haben sich nun weitere Opfer von sexuellen Übergriffen durch Kirchenvertreter gemeldet.
Beim ORF meldete sich eine Frau, die in den 1970er Jahren von einem inzwischen verstorbenen Stadtpfarrer wiederholt an der Brust berührt worden sein soll. “Als ich in die Pubertät gekommen bin, hat er mich immer wieder gefragt, ob ich schon aufgeklärt bin. Dann hat er mir immer wieder mit beiden Händen an die Brust gefasst. Das war mir sehr unangenehm”, sagte die Frau im Radio-Frühjournal.
Sie äußerte auch den Verdacht, dass ihre Mutter Opfer des Pfarrers geworden sei, als diese sich einmal Geld in der Pfarre lieh. Da die Mutter schon tot sei, lasse sich das aber nicht mehr klären. Der Priester ist laut Radio damals nach einschlägigen Gerüchten versetzt worden. Nach diesem Bericht meldete sich noch eine weitere Frau beim ORF, die ebenfalls von dem Pfarrer unsittlich berührt worden sei.
Auch der Prior von St. Peter, Korbinian Birnbacher, berichtete von drei neuen Fällen. In den Jahren 1965 bis 1972 sollen eine Ordensfrau, Ordensbrüder, ein Weltpriester und ein Mitschüler einen Mann missbraucht haben. Der Fall betreffe aber nicht St. Peter. “Das Gespräch war erschütternd”, schilderte Birnbacher im “Kurier”.