Salzburg wird zum Kältepol: Das sind die kältesten Orte

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In Salzburg muss man am Montag kälteresistent sein.
In Salzburg muss man am Montag kälteresistent sein. - © APA/Gindl/Archiv
Ein paar Orte in Salzburg zählen am Montag zu den kältesten in ganz Österreich, und das in der bisher kältesten Nacht des Jahres. Vor allem im Lungau lagen die Temperaturen in der Früh großteils tiefer als minus 20 Grad. Hier zeigen wir euch, wo es in Salzburg am kältesten ist.

Der Lungau war am Montag Österreichs Kältepol. In St. Michael wurden um 7 Uhr morgens -24,4 Grad gemessen. In der Nacht – die bisher kälteste Nacht des Jahres – wurden sogar -25,2 Grad gemessen. Das ist seit Beginn der Messreihe im Jahr 1968 der tiefste jemals im Februar verzeichnete Wert. Der alte Rekord lag hier bei minus 24,6 Grad am 3.2.1991. Viel „wärmer“ war es auch an den anderen Orten im Lungau nicht: Auch bei den -23,5 Grad in Tamsweg, -23 Grad in Mariapfarr oder -20,6 Grad am Katschberg (Stand: 7 Uhr) hieß es warm anziehen.

Noch etwas kälter war es freilich auf den Bergspitzen: Am Sonnblick (3.114 Meter Seehöhe) wurden von der Zentralanstalt für Meterologie und Geodynamik (ZAMG) in der Nacht -30,6 Grad gemessen, so kalt war es in ganz Österreich nirgends. Auf der Rudolfshütte waren es immerhin noch -23,9 Grad.

Auch Radstadt knackt -20-Grad-Marke

Im Pinzgau und Pongau war es in Radstadt mit -20,5 Grad am kältesten. Andernorts blieben die Temperaturen hier zumindest über dem -20-Grad-Punkt: -16,6 Grad im Großarltal (Pongau) und in Rauris (Pinzgau), in Bad Gastein (Pongau) und Hochfilzen (Grenze Pinzgau/Tirol) wurden -15,1 Grad gemessen, in Saalbach (Pinzgau) hatte es -13,5 Grad, in St. Johann (Pongau) -12,9. Auf der Schmittenhöhe (1.954 Meter) standen -21 Grad am Thermometer.

Die Eisschicht auf Salzburgs Seen ist noch viel zu dünn. /FMT-Pictures/MW Die Eisschicht auf Salzburgs Seen ist noch viel zu dünn. /FMT-Pictures/MW ©

Durchgehend kälter als -10 Grad

Nicht ganz so kalt war es im Tennengau, Flachgau und in der Stadt Salzburg. In der Stadt Salzburg war es am Flughafen Salzburg mit -12,6 Grad am kältesten. Der Kältepol im Flachgau war Mattsee mit -12,7 Grad. Die Abtenauer (Tennengau) mussten am Montagmorgen bei -15,4 Grad frieren. Am Kolomansberg (1.110 Meter) hatte es um 7 Uhr knackige 18,7 Grad.

Übrigens: Wärmer als -10 Grad war es Montagmorgen an den Messstellen der ZAMG im Land Salzburg nirgends.

Das sind die Tiefstwerte in Österreich

Österreichweit wurde es vereinzelt noch kälter: Der kälteste Ort in Österreich war in der Nacht auf Montag Flattnitz mit minus 25,4 Grad. Von allen ZAMG-Messstationen war es mit 30,6 unter dem Gefrierpunkt am Sonnblick am kältesten. Und die Temperaturen werden noch weiter fallen.

St. Michael als zweitkältester Ort Österreichs

Von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik wurden noch weitere bemerkenswerte Werte gemessen: Minus 30,3 am Tiroler Brunnenkogel und minus 26,9 am Dachstein/Gletscher. Von den bewohnten Orten folgen auf Flattnitz St. Michael im Lungau (-25,2), Zeltweg in der Steiermark (-24,3) und Mariapfarr in Salzburg (-24,2). Sogar in Wien wurden auf der Jubiläumswarte minus 15,8 Grad gemessen.

Nacht auf Mittwoch wird noch kälter

An dieser Wetterlage wird sich auch in den nächsten beiden Tagen wenig ändern, es bleibt verbreitet kalt und kälter, was zum internationalen Eisbärtag am Dienstag passt. Der Zenit wird laut Hoher Warte wohl in der Nacht auf Mittwoch erreicht: Die Quecksilbersäule kann dann sogar im Osten auf minus 20 Grad fallen.

Föhn bringt Plusgrade am Donnerstag

Ab Donnerstag werden durch ein Tiefdruckgebiet über dem Atlantik über eine Südwestströmung mildere Luftmassen Österreich erreichen. An der Alpennordseite ist Föhn zu erwarten, was tagsüber Plusgrade bringen könnte. Im Osten hingegen bleibt es weiter kalt, Hochnebel über dem Wiener Becken hält die kühle Luft “gefangen”, weshalb wir hier mit minus zehn Grad ins Wochenende gehen werden. “Danach ist die Frage, wann die kalte Luft ausgeräumt wird”, meinte ein Meteorologe. Dann seien wieder zarte Plusgrade möglich.

Die sibirische Kälte verdanken wir übrigens buchstäblich dieser eisigen Luft aus Russland. Bisher hatten wir in Österreich eher Westlagen, weshalb der Winter eher mild verlaufen war.

(SALZBURG24/APA)

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