Salzburger bemüht um Naturschutz: Acht Flachgauer ausgezeichnet

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Das Weidmoos im September.
Das Weidmoos im September. - © Land Salzburg/Riehl
Das Land Salzburg hat zum ersten Mal das Umwelt-Verdienstzeichen verliehen. Acht Flachgauer Bürger wurden für ihr Engagement im Naturschutz damit ausgezeichnet.

Die Vielfalt der natürlichen Lebensräume und ihrer beheimateten Tier- und Pflanzenarten zu erhalten ist dem Land Salzburg ein großes Anliegen. Der Flachgau bietet eine große Zahl an schützenswerten Naturräumen. Acht Flachgauer wurden nun für ihre Bemühungen um diese mit dem Umwelt-Verdienstzeichen ausgezeichnet.

Amphibien schützen in Neumarkt und Henndorf

Die Organisation und Durchführung von Amphibienschutzmaßnahmen in Neumarkt und Henndorf ist seit Jahren eine große Leidenschaft von Hiltrud Stockinger. Besonders engagierte sie sich bei dem Projekt „Biotopverband Neumarkt“ und sorgt mit ihren Exkursionen und Kräuterwanderungen für Verständnis bei Naturschutzmaßnahmen in der örtlichen Bevölkerung.

Bürmooser Moor und Weidmoos

Der nördliche Flachgau rund um die Gemeinden Lamprechtshausen, Bürmoos und St. Georgen ist gesegnet mit Naturräumen. Der Schutz dieser liegt vielen am Herzen.

Die Gemeinde Lamprechtshausen hat einen umtriebigen Bürgermeister. Johann Grießner war wesentlicher Initiatior des Moor-Revitalisierungsprojektes im Weidmoos, das sich über die Gemeindegrenzen Lamprechtshausens hinausstreckt. Das Projekt wurde von der Europäischen Kommission als eines der besten Umsetzungprojekte in Europa eingestuft und als „Best oft he best Project“ ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Bürgermeister leitet er den Torferneuerungverein Weidmoos und leitet Führungen im Natur- und Europaschutzgebiet Weidmoos. Dieses ist auch bekannt für seine Vogelvielfalt. Herbert Höflmaier beobachtet Jahrelang akribische, welche Arten sich im Vogelschutzgebiet tummeln, sondern dokumentierte auch spektakuläre Neuzgänge. Für seine ehrenamtliche Tätigkeit wurde er nun ausgezeichnet.

Naturschutzpionier aus Bürmoos

Auch in der Nachbargemeinde von Lamprechtshausen, in Bürmoos, ist man auf sein Moor bedacht. Reinhard Kaiser, Obmann des Torferneuerungsvereins Bürmoos, gilt als Pionier des regionalen Natur- und Landschaftsschutzes. Gemeinsam mit seinen Mitstreitern hat er durch Maßnahmen, wie etwa die Wiedervernässung des Rodingerwinkels und dem Biberschutz, ein naturkundliches Kleinod geschaffen.

Rückbau von Kraftwerken an der Oichten

Durch das Gemeindegebiet von Nußdorf am Haunsberg fließt aus Oberösterreich kommend die Oichten und mündet bei Oberndorf in der Salzach. Seit vielen Jahren arbeitet der Nußdorfer Bürgermeister Johann Ganisl bei wichtige Naturschutzprojekten mit. Zum Beispiel das „Life-Projekt Salzachauen“ und „Flussentwicklung Oichten“, das den Rückbau von Kleinwasserkraftwerken an der Oichten unterstützt. Durch den Rückbau wird der Bach wieder für Fische und andere Organismen passierbar und fungiert auch als Lebensader in der Flachgauer Landschaft.

Rettung des Ursprunger Moors

Das Ursprunger Moor in Elixhausen verdankt zum Großteil seine Rettung Bürgermeister Markus Kurcz. Durch das Renaturierungsprojekt „Ursprunger Moor“ konnte für die Natur im Flachgau ein Hot-Spot der Biodiversität erhalten werden. An der Seite von Kurzc arbeitet Gerhard Oberholzner an der Wiederherstellung des Naturschutzgebietes. Neben seinen umfangreichen Bilddokumetationen trägt er mit Lehrausgängen für Kindergartenkinder und Schüler wesentlich zum Naturverständis bei und hilft bei der Sensibilisierung für dieses Thema.

Jäger und Naturschützer zugleich

Werner Grininger arbeitet seit Jahren rund um die Trumerseen als Berg- und Naturwachtorgan. Seine guten Ortskenntnisse verdankt er seiner Tätigkeit als Jäger, die ihm auch bei der Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Jägerschaft behilfreich ist. Bei dem Konflikt um die Lachmöwenkolonie im Weidmoos war er in besonderer Weise um eine Konfliktlösung bemüht.

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