Salzburger Brenner Stephan Koudelka über das Trendgetränk Gin

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Drei Mal im Monat brennt Stephan Koudelka seinen 5020 Gin.
Drei Mal im Monat brennt Stephan Koudelka seinen 5020 Gin. - © 5020 Gin/Vorderleitner
Aus den heimischen Bars ist der Gin in all seinen Formen seit einigen Jahren nicht mehr wegzudenken. Erlebt der Wacholderschnaps gerade eine Renaissance? Wir haben uns mit Stephan Koudelka vom Salzburger 5020 Gin über das Getränk und den anhaltenden Trend unterhalten.




Schon der britischen Queen Elizabeth II. wird nachgesagt, dass sie sich täglich ein Gläschen Gin gönnt. Auch in Salzburg greift das Trendgetränk immer mehr um sich. Nun hat sich der Salzburger Neo-Brenner Stephan Koudelka dazu entschieden, ins Gin-Geschäft einzusteigen. Drei Jahre lang verfeinerte er seine Rezeptur, seit vergangenem Sommer bringt er seinen Brand in die Salzburger Gastro-Szene und Getränkeläden.

Gin wird zum Trendgetränk

“Mittlerweile gibt es unglaublich viele Gin-Hersteller, auch in Österreich. Da sind natürlich auch einige dabei, bei denen man merkt, dass es hier eher um das Aufspringen auf einen Trend als um die Liebe zum Produkt geht”, so Stephan Koudelka im Interview mit SALZBURG24. Beim 5020 Gin setzt der Salzburger deshalb auf ein qualitativ hochwertiges Produkt. 23 biozertifizierte Zutaten werden beim Brennvorgang nach London Dry Gin-Richtlinien verarbeitet. Das bedeutet, es werden im Nachhinein keine zusätzlichen Aromastoffe oder Zucker hinzugefügt. Ein bisschen also wie ein Reinheitsgebot für Gin.

Gin ein “weibliches” Getränk?

Wird Gin vorwiegend von Frauen getrunken? Diese Frage kann auch Koudelka nicht ganz beantworten. “Frauen trinken den Gin gerne als Mischgetränk, wie etwa Gin-Tonic. Vielleicht mögen die Damen den Gin aber auch aufgrund der Zutaten, die können nämlich durchaus aphrodisierend wirken”, so der 44-Jährige. Als “Frauengetränk” will er ihn aber nicht kategorisieren. Sein eigener Gin schmecke jedenfalls auf Zimmertemperatur oder “on the Rocks” am besten. “Da kommen die Aromen am besten durch. Der Gin eignet sich aber auch bestens als Gin-Tonic, wobei man dann eher ein geschmacksneutrales Tonic verwenden sollte”, erklärt Koudelka.

5020 Gin: Aufwendiger Brennvorgang

Drei Mal im Monat brennt Stephan Koudelka am Rainberg mitten in der Stadt Salzburg seinen Gin. Dabei entstehen zwischen 75 und 80 Flaschen Wacholderschnaps. Die Flaschen werden per Hand abgefüllt, der reine Brennvorgang dauert zwischen 24 und 26 Stunden. Die Hingabe zur Arbeit macht sich auf jeden Fall bezahlt, seit Sommer konnte der Salzburger seinen Gin bei mehreren Bars und Feinkostläden in der Mozartstadt unterbringen. “Mit diesem Zuspruch habe ich eigentlich gar nicht gerechnet. Dass es nun so gut anläuft, freut mich aber natürlich“, so der Schnapsbrenner.

Salzburger will auch Rum und Whiskey brennen

Der 5020 Gin hat 43 Prozent Alkohol, geplant ist nun auch noch eine Ausführung mit 50,2 Prozent. “Der Wunsch kam von den Barbetreibern, die brauchen zum Mischen ein etwas stärkeres Getränk”, weiß Koudelka. Des Weiteren will sich der Salzburger noch im Brennen von Rum ausprobieren, ganz oben auf der Todo-Liste steht auch noch Whiskey: “Der ist aber aufwendiger zu produzieren, da will ich mir noch etwas Zeit nehmen und Erfahrung sammeln.” Nun soll erstmal sein klassischer Gin unter die Leute gebracht werden, zu kaufen gibt es den 5020 Gin übrigens in ausgewählten Bars, Feinkostläden und ab Hof.

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