(v.l.): Bundespräsident Heinz Fischer mit Ehefrau Margit und Bürgermeister Heinz Schaden bei der Eröffnung bei der Eröffnungsfeier. - © APA
Die Salzburger Festspiele stehen heuer unter dem Generalthema “Wo Gott und Mensch zusammenstoßen, entsteht Tragödie”. Rund 190 Veranstaltungen stehen bis 30. August auf dem Programm. Als erste Premiere gab es am Sonntagabend bereits den “Jedermann”.
Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler erinnerte in ihren Begrüßungsworten an das 50-jährige Bestehen des Großen Festspielhauses und gedachte jener drei Persönlichkeiten, die für diesen Bau verantwortlich zeichneten: Architekt Clemens Holzmeister – der Schöpfer des in seiner Geschlossenheit so anziehenden Festspielbezirkes, Dirigent Herbert von Karajan, der unerbittlich die Bauidee vorantrieb und der damalige Landeshauptmann Josef Klaus (V), “der politische Nachteile für sich und seine Partei in Kauf nahm und den umstrittenen Bau im wahrsten Sinne des Wortes durchkämpfte”. Die Festspielausstellung anlässlich des Jubiläums zeige atemberaubende Aufführungen, aber auch Skandale, mitreißende Theaterabende, aber auch Streitigkeiten, außerirdisch schöne Konzerte, aber auch allzu menschliche Eifersüchteleien. Großes Welttheater, so wie es sich abgespielt habe, auf, hinter und neben der Bühne, so Rabl-Stadler, die sich über eine gelungene “Jedermann”-Premiere und eine ebenso gelungene ORF-Übertragung freute.
Neben Bundespräsident Heinz Fischer waren Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (S), die Regierungsmitglieder Bundeskanzler Werner Faymann (S), Vizekanzler Josef Pröll (V), die Ministerinnen Claudia Schmied (S), Maria Fekter und Beatrix Karl (beide V), die Staatssekretäre Josef Ostermayer und Andreas Schieder (beide S) sowie deren schwedischer Amtskollege Henrik Toremark anwesend. Dabei waren auch die Botschafter aus Estland (Eve-Külli Kala), Kasachstan (Yezhan Kazykhanov), der Türkei (Kadri Ecved Tezcan), Südkorea (Yoon-Joe Shim), Serbien (Milovan Bozinovic), Deutschland (Hans-Henning Blomeyer-Bartenstein) und der Russischen Föderation (Sergej J. Netschajew). Bundesratspräsident Martin Preineder und Rechnungshof-Präsident Josef Moser nahmen ebenso an der offiziellen Eröffnung teil wie Erzbischof Alois Kothgasser, die gesamte Salzburger Landesregierung mit Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) an der Spitze.
Seitens der Festspiele waren neben Präsidentin Helga Rabl-Stadler, Jürgen Flimm, Markus Hinterhäuser, Thomas Oberender und der kaufmännische Leiter Gerbert Schwaighofer anwesend. Aus der Kunst- und Kulturszene hatten sich u.a. Christiane Hörbiger und Gerhard Tötschinger, Kammersängerin Christa Ludwig, Ileana Cotrubas, Senta Berger-Verhoeven, Maximilian Schell, Gernot Friedel, “Jedermann” Nicholas Ofczarek und seine “Buhlschaft” Birgit Minichmayr, “Tod” Ben Becker, “Mammon” Sascha Oskar Weis, Regisseur Christian Stückl, Philharmoniker-Chef Clemens Hellsberg, die Schauspielerin Gaby Dohm, Per Olaf Enquist (Österreichischer Staatspreisträger für europäische Literatur 2009), Walter Kappacher (Georg Büchner Preisträger 2009), Josef Winkler (Georg Büchner Preisträger 2008), Paulus Hochgatterer (Literaturpreisträger der Europäischen Union 2009) und Ferdinand Schmatz (Jandl-Preisträger 2009) angesagt.
Zwei Künstler wurden von Rabl-Stadler besonders begrüßt und mit Applaus bedacht: Kammersängerin Christa Ludwig sowie “Dionysos”-Komponist Wolfgang Rihm. Mit Rihms “Brahmsliebewalzer” für Orchester, vom Mozarteumorchester Salzburg unter seinem Chefdirigenten Ivor Bolton gespielt, wurde musikalisch zu den folgenden Reden übergeleitet.