Salzburger Flughafen: Rettungshubschrauber trifft auf Drohne

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Eine Drohne war über dem Salzburger Flughafen unterwegs. (Themenbild)
Eine Drohne war über dem Salzburger Flughafen unterwegs. (Themenbild) - © APA/AFP/STR/Archiv
Eine unangenehme Begegnung hatte am Mittwochnachmittag der Pilot eines Rettungshubschraubers beim Anflug auf den Salzburger Flughafen. Eine 1,5 Meter große Drohne war in gleicher Höhe wie der Helikopter unterwegs. Immer öfter kommt es zu problematischen Vorfällen mit Drohnen, wie ein Flugsicherheitsoffizier des ÖAMTC hinweist.

Der Pilot eines Rettungshubschraubers nahm am Mittwochnachmittag beim Landeanflug auf den Salzburger Flughafen eine Drohne wahr. Das etwa 1,5 Meter große Fluggerät soll wie der Hubschrauber in 120 Metern Höhe und in gleicher Richtung unterwegs gewesen sein, berichtete die Polizei.

Salzburger Flughafen: Drohne macht sich auf und davon

Wie der Pilot sagte, sei die Entfernung zur Drohne schwer abzuschätzen gewesen. Er habe aber einen gleichbleibenden Abstand halten können. Schließlich wurde die Drohne Richtung Süden gesteuert. Eine Fahndung nach dem Drohnenbesitzer verlief negativ.

Experte: “Flughäfen sind No-Go-Zonen”

“Die Probleme mit Drohnen nehmen zu”, sagte Klaus Egger, Flugsicherheitsoffizier der Rettungshubschrauber-Flotte des ÖAMTC, am Donnerstag zur APA. “Besonders prekär sind Vorfälle, die an oder in der Nähe von Flughäfen passieren. Das sind absolute No-Go-Zonen.” Zwar steige auch das Bewusstsein bei Drohnenpiloten, aber das Wissen, was erlaubt ist und was nicht, sei noch relativ wenig verbreitet. “Wer sich eine Drohne kauft, muss sich aktiv mit der Gesetzeslage beschäftigen – und seinen Hausverstand einsetzten. Wenn ein Hubschrauber auftaucht, muss ich mit meiner Drohne so schnell wie möglich aus dem Weg gehen.”

Auch kleine Drohnen können gefährlich werden

Selbst ganz kleine Drohnen, die vom Gesetz her nicht registriert werden müssen, können für Hubschrauber sehr gefährlich werden. “Sie stellen weniger ein Risiko für das Triebwerk, sondern für die Scheibe dar. Auch kleine und leichte Vögel können bei einem Aufprall im richtigen Winkel eine Hubschrauberscheibe durchschlagen”, warnte Egger. Der ÖAMTC arbeite darum derzeit an Kursen, Informationspaketen und Versicherungen für Drohnenpiloten.

(APA/SALZBURG24)

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