Salzburger Landescup: Der Stellenwert wird hart kritisiert

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Straßwalchen (li.) feiert einen Kantersieg, während Altenmarkt (re.) einen Prestige-Erfolg im Pongau-Derby bejubeln konnte.
Straßwalchen (li.) feiert einen Kantersieg, während Altenmarkt (re.) einen Prestige-Erfolg im Pongau-Derby bejubeln konnte. - © Krugfoto
Neben vier Westligisten qualifizierten sich drei Salzburger-Liga-Vereine und ein Landesligist für das Viertelfinale des Salzburger Landescups. Die Stimmen bezüglich den sinkenden Stellenwert des Cups werden immer lauter.




Titelverteidiger Grödig kam mit einem knappen 1:2 gegen Cup-Spezialist St. Koloman am Dienstag zwar weiter, dennoch genießt der Stellenwert des Wettbewerbs bei den Flachguern keine hohe Priorität.

Fötschl: “Cup genießt geringsten Stellenwert”

Für Grödig zählt heuer nur die Meisterschaft und der Aufstieg in die zweite Liga. “Für uns zählt nur die Liga. Der Cup genießt den geringsten Stellenwert”, sagte Fötschl im Gespräch mit SALZBURG24. Nach dem Rückstand von Siller drehten Jukic und Pichler das Spiel zugunsten des Westliga-Spitzenreiters. Die Pflicht wurde erfüllt, mehr auch nicht. Auch bei Anif, das dieses Jahr den Gewinn des Turniers als Ziel ausgibt, ergab sich gegen Salzburgligist Bürmoss der selben Spielverlauf. Erst als Bergmüller mit dem ersten Torschuss für den 1:0-Rückstand sorgte, wachte die Hofer-Elf durch die Treffer von Sorda und Hödl auf. “Für uns war es wichtig, dass wir auch im Frühjahr im Bewerb bleiben. Da in der Meisterschaft nur wenige Spiele anstehen, wollen wir soweit wie möglich kommen und den Titel holen”, gab Hofer die Marschroute aus.

Deliu sieht Cup als überflüssig

Ins selbe Rohr wie Fötschl bläst auch Altenmarkt-Trainer Deliu. Sogar beim prestigträchtigen Pongau-Derby gegen St. Johann, das Altenmarkt mit 1:0 gewann, wurden die negativen Stimmen gegenüber dem Cup laut. “Schön, dass es ihn gibt, aber für mich ist der Cup überflüssig”, sagte Deliu, dem die Tatsache, dass man die roten Karten (Sahiti, Anm.) auch in der Meisterschaft mitnimmt, sauer aufstößt. “Das gehört klar getrennt, ich verstehe nicht, dass der Verband da jahrelang zuschaut. Die Vereine müssen ihre Untätigkeit in Bezug auf das Reglement sportlich ausbaden”, fügte Deliu an. Geht es nach dem Altenmarkt-Coach sollten auch die Vereine aus der Salzburger Liga erst später in dem Bewerb zustoßen. “Dann könnte man eine ordentliche Vorbereitung absolvieren und muss nicht, ohne den unterklassigen Vereinen nahetretten zu wollen, nach Mauterndorf oder Radstadt reisen.”

Pinzgau legte in der Vergangenheit null Stellenwert auf den Landescup

Da sich Pinzgau in den letzten drei Jahren immer wieder im Abstiegskampf der Westliga befand, kam den Pinzgauern der Cup auch ungelegen. “Wir haben Null Augenmerk darauf gelegt”, sagte Coach Fürstaller, für den im Pinzgau-Derby gegen Zell am See dennoch “verlieren verboten” galt. Zell am See setzte – trotz der speziellen Begegnung – mit einer geschwächten Startelf ebenso ein Ausrufezeichen. Das Spiel endete mit einem klaren 1:4-Triumph für den Westligisten. “Im Moment müssen wir jeden Erfolg genießen und froh darum sein”, erklärte Fürstaller, dessen Team das Schlusslicht in der Regionalliga West inne hält.

SAK und Straßwalchen tanken Selbstvertrauen

Westliga-Absteiger SAK, der durchwachsen in die Salzburger Liga gestartet ist, konnte am Mittwoch einen 2:0-Erfolg bejubeln. Die Nonntaler setzten sich beim Landesligisten Tamsweg durch Tore von Vavrousek und Larionows durch. “Es bringt zwar keine Punkte für die Meisterschaft, aber jedem im Verein tut dieser Sieg gut. Über den Stellwert will ich mich nicht negativ äußern. Für die kleinen Klubs ist es auch schön, dass sie solche Begegnungen spielen dürfen“, erklärte SAK-Trainer Gierzinger, der am Samstag auf Tabellenführer Bischofshofen trifft. Auch Straßwalchen, das in der Vorwoche gegen Hallwang eine bittere 1:0-Niederlage hinnehmen musste, schoss sich gegen ATSV Salzburg mit einem 4:0 den Frust von der Seele. Auch für Wals-Grünau war das Achtelfinal-Duell gegen Berndorf eine klare Angelegenheit. Die Aigner-Crew behielt mit einem 6:0-Erfolg die Oberhand. Bad Hofgastein qualifizierte sich als einziger Verein aus der Landesliga mit einem 4:2-Sieg gegen Mattsee für das am 11. April stattfindende Viertelfinale.

 

Salzburger Landescup: Achtelfinale

  • ATSV Salzburg : SV Straßwalchen 0:4 (0:1)
  • SV Bürmoos : USK Anif 1:2 (1:1)
  • USK St. Koloman : SV Grödig 1:2 (1:2)
  • UFC Altenmarkt : TSV McDonald´s St. Johann 1:0 (1:0)
  • USC Mattsee : SC Bad Hofgastein 2:4 (1:1)
  • SC Tamsweg : SAK 1914  0:2 (0:2)
  • USV 1960 Berndorf : SV Wals-Grünau 0:6 (0:2)
  • FC Zell am See : FC Pinzgau Saalfelden 1:4 (1:3)

 

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