Salzburger Landtagswahl: So feiern Sieger und Verlierer

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LH Wilfried Haslauer mit seiner Frau Christa.
LH Wilfried Haslauer mit seiner Frau Christa. - © FOTO: APA/BARBARA GINDL
Mit Jubelrufen und großem Applaus ist Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) in Begleitung seiner Frau Christina und Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der ÖVP-Wahlparty im “Freiwilligen-Büro” in der Stadt Salzburg empfangen worden. “Vielen Dank, es ist euer Erfolg und unser gemeinsamer. Besonders freut mich, dass wir zusammengewachsen sind”, bedankte sich Haslauer bei den Parteianhängern.

“Bei Erfolg bescheiden und ein bisschen zurückhaltend”, gab Haslauer die Devise vor. Mit dem Vertrauensvorschuss der Wähler habe die Salzburger Volkspartei einen Arbeitsauftrag für die nächsten fünf Jahre erhalten, den es nun umzusetzen gelte. Das Team sei in den zurückliegenden fünf Jahren fleißig gewesen und habe harte Arbeit geleistet, zog der Landeshauptmann Bilanz.

Kurz bezeichnete den Wahlsieg in Salzburg “als tollen Rückenwind, den wir nach Wien mitnehmen dürfen”. “Es ist dein persönlicher Erfolg”, zollte er dem Landeshauptmann Respekt. Haslauer habe gute Arbeit geleistet, “er hat durch seine sachliche Arbeit überzeugt”, sagte der Bundeskanzler im APA-Gespräch. “Er patzt andere nicht an, er konzentriert sich auf seine Arbeit.” Er freue sich, dass die ÖVP erneut bei einer Landtagswahl erfolgreich gewesen sei. “Die Volkspartei hat einen guten Lauf”, sagte Kurz.

FPÖ-Feier ganz im Zeichen von Svazek

“So sehen Sieger aus” und “Marlene”-Rufe im Chor: Bei der Wahl-Party der FPÖ in der Panzerhalle in Salzburg-Maxglan ist am Sonntagabend Spitzenkandidatin Marlene Svazek begeistert empfangen worden. Rund 80 Gäste waren gekommen, um sich bei der Landesparteiobfrau mit “Danke”- und “Marlene”-Schildern zu bedanken. Die posierte für Fotos und gab sogar vereinzelt Autogramme für junge Parteigänger.

Als der ORF im Fernsehen die aktuellste Hochrechnung präsentierte, brandete Jubel auf. Der galt zunächst dem schlechten Abschneiden der Grünen, dann aber dem eigenen Erfolg der Freiheitlichen. Viele der Gäste ließen auch keinen Zweifel, dass dieser zu großen Teilen der Spitzenkandidatin geschuldet war. “Sie steht für Aufbruch und frischen Wind”, meinte eine junge Frau. “Sie kann für uns Junge was ins Positive bewegen”, ergänzte ein RFJ-Mitglied.

Hoffen auf Regierungsverantwortung bei der SPÖ

Mit Worten des Optimismus und der Hoffnung, in der künftigen Landesregierung mitgestalten zu können, ließ die Salzburger SPÖ den Tag der Landtagswahl 2018 im Brunauerzentrum ausklingen – also dort, wo sie vor fünf Jahren nach der brutalen Abfuhr als Folge des Finanzskandals und dem Verlust der Nummer 1 im Land noch tränenreich die Wunden geleckt hatte.

Mit lange anhaltendem stehenden Applaus wurde Spitzenkandidat Parteichef Walter Steidl kurz vor 19.00 Uhr im Saal begrüßt, wo er zunächst zahlreiche Mitstreiter umarmte, unter anderem seine Vorgängerin Ex-Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. “Die Wahl hat nicht das gebracht, was wir uns erwartet haben. Das schmerzt natürlich, das ist enttäuschend”, begann er seine kurze Ansprache. Zum einen habe man das erste Ziel verfehlt, nämlich einen Zugewinn an Vertrauen, aber man habe das zweite Ziel geschafft, nämlich vor der FPÖ zu bleiben, was erneut lauten Applaus auslöste.

NEOS feiern mit Blick über die Stadt Salzburg

Bei den Salzburger NEOS war am Sonntagabend Feierlaune angesagt. Die Unterstützer der Partei versammelten sich am frühen Abend im Lokal “M32” am Mönchsberg, mit Blick über die Stadt – wo Spitzenkandidat Sepp Schellhorn und Bundesparteichef Matthias Strolz noch einmal mit pinken Luftballons für Fotos posierten, bevor man gemeinsam die aktuellsten Ergebnismeldungen bejubelte.

Schellhorn hat angekündigt, im Fall einer Regierungsbeteiligung als Landesrat nach Salzburg wechseln zu wollen. Dass er sich damit einen “Fürsten der Finsternis” in den eigenen Reihen einhandeln könnte, wies Strolz allerdings zurück: “Er wird sicher kein Ministrant sein, kein Ministrant der Finsternis”, sagte Strolz, sondern er werde Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) schon heben.

(APA)

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