Salzburger Liga: Bischofshofen bleibt Anlaufstelle für gescheiterte Profis

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Bischofshofen verstärkt weiterhin das Image einer Multikulti-Truppe.
Bischofshofen verstärkt weiterhin das Image einer Multikulti-Truppe. - © Krugfoto
Dass sich Bischofshofen und BSK-Boss Patrick Reiter schwer tun einheimische Fußballer für sich zu gewinnen, verdeutlicht erneut die derzeitige Transferperiode. Während sich die Konkurrenten mit Salzburger Kicker verstärken, sind die Pongauer wieder einmal gezwungen sich im Ausland umzuschauen.




Profi-Fußball ist fast wie das Show-Business. Hast du keinen Erfolg, verschindest du ganz schnell von der Landkarte – oder landest in der Salzburger Liga bei Bischofshofen.

Bischofshofen lockt Ex-Profis

Alexander Pöllhuber machte sich in der Bundesliga mit 177 Einsätzen als Innenverteidiger einen Namen. Unter anderem spielte er bei Red Bull Salzburg, Mattersburg und Altach groß auf. Vor eineinhalb Jahren erlag der 32-Jährige dem Lockruf von Reiter und sicherte sich neben dem Fußball mit einem fixen Arbeitsplatz ein Standbein für die Zukunft. Ihm machte es Dario Bodrusic von NK Zagreb gleich und fand mit seinen 34 Jahren eine neue Heimat im Pongau. Goran Antunovic (28) verschlug es aus der Slowakei zum BSK, während Juraj Javorovic seine Vergangenheit bei HASK Zagreb hatte und nun neben dem Fußball mit einem Job in Salzburg Fuß fassen möchte.

Goran Antunovic (li.) und Vait Ismaili (re.) werden weiter für den BSK auflaufen. Camaron Barksdale (Mitte.) ist weg. /Krugfoto Goran Antunovic (li.) und Vait Ismaili (re.) werden weiter für den BSK auflaufen. Cameron Barksdale (Mitte) ist weg. /Krugfoto ©

Pielorz schließt sich dem BSK an

In den beiden polnischen Ligen hat der nächste Neuzugang aus dem Ausland 226 Einsätze (21 in der ersten Liga) vorzuweisen. Lukasz Pielorz startet als 34-jähriger Familienvater in Österreich einen Neuanfang und wird entweder einen handwerklichen- oder kaufmänischen Beruf, dem ihm Reiter besorgt hat, ausüben. Auf dem Platz soll er im zentralen defensiven Mittelfeld als Routiner eine Achse mit Pöllhuber (Innenverteidiger) und Neo-Stürmer Barnjak bilden. “Mit seiner Qualität erwarten wir uns in der Defensive noch stabiler zu werden, um in der Rückrunde den Vorsprung auf die Verfolger ausbauen zu können”, erklärte Reiter im SALZBURG24-Gespräch.

Talent mit Santos-Vergangenheit dockt an

Bei der 1:7-Testspiel-Schlappe am Dienstag gegen Hartberg bot Fernando Zanon (19), der beim FC Santos ausgebildet wurde, eine solide Leistung und steht vor einem Transfer von Karabakh Wien (Regionalliga Ost) zu der Polak-Crew. “Die Vorstellung kann sich sehen lassen. Wenn sein soziales Gefüge es zulässt und er uns mit seinem Charakter überzeugen kann, werden wir ihn holen”, sagte Reiter, der immer noch nach Spielern aus dem Umfeld Ausschau hält.

Petrit Nika von Straßwalchen stand kurz vor der Unterschrift, zog aber im dritten Anlauf zurück und entschied sich gegen die Pongauer. “Wir haben einen klaren Plan. Die Spieler, die wir von der Umgebung holen wollen, kriegen wir allerdings erst im Sommer”, erläuterte Reiter. Daher schlug der Salzburger-Liga-Leader bei Donau Linz zu und holte mit Muhamed Mujic einen 19-Jährigen für die Offensivabteilung.

Projekt- und Business-Developer soll Marke stärken

Neben Trainer Polak und Manager Viertlmayr soll mit einem 57-jährigen Briten der dritte Vollzeitbeschäftigte folgen. Constantinus Sellas lebt im Gasteinertal und hat laut Reiter 40 Jahre Geschäftserfahrung als Projekt- und Business-Developer. Mit seinen Kompetenzen erhofft sich Bischofshofen die Breite des Clubs zu stärken und neue Märkte bzw. Partnerschaften zu erschließen.

Nachhaltigkeit als großer Sargnagel?

Im Sommer kamen Spieler aus aller Welt in die Arbeiterstadt. Durch “Surge international”, einem Sportprojekt für Flüchtlinge, holte Reiter Rodewald, Barksdale und O’Keefe nach Österreich – alle drei US-Boys sind ihm abhanden gekommen. Auch Michael Petautschnig verlässt – gleich wie Alexander Veljkovic (Serbien) – den Pongau und geht zu Kuchl. “Nachdem wir im Sommer an 26 regionalen Spielern gescheitert sind, bieten sich drei Spieler pro Woche selber bei uns an. Sogar aus der zweiten und dritten Liga”, lautete das Statement vom BSK-Boss Anfang November. Gekommen ist nach der Vorstellung von Barnjak und Schilchegger noch niemand.

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