18. Juni 2012 15:16; Akt.: 18.06.2012 15:16

Salzburger Liga: Der große Nachbericht

Die Meisterfeier dauerte das ganze Wochenende an, wie uns Wals-Grünau Trainer Rene Pessler verriet. Die Meisterfeier dauerte das ganze Wochenende an, wie uns Wals-Grünau Trainer Rene Pessler verriet. - © KRUG
von Oliver Klamminger - Die Salzburger Liga zeichnete sich in der abgelaufenen Saison durch extreme Spannung an der Spitze und einem Krimi am letzten Spieltag aus. Des einen Freud, des anderen Leid.

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 Nach 29 Runden in der Salzburger Liga standen Meister und Absteiger immer noch nicht fest. An der Spitze duellierten sich, wie schon die ganze Saison lang, SAK, Wals-Grünau, Hallwang und Grödig 1b. Zwar stand die Spielgemeinschaft PSV/ASK bereits als Fixabsteiger fest, der zweite Absteiger musste jedoch erst ermittelt werden.

30- Spieltag: Es ist angerichtet

Am letzten Spieltag war die Spannung auf den Fußballplätzen des Landes beinah greifbar. Leader SAK benötigte einen Sieg gegen den Tabellenzweiten Hallwang, um sich zum Meister zu krönen. Die Hallwanger hatten selbst auch noch die Chance dazu – diese war aber sehr gering. Während sich Platz eins und zwei duellierten, schlich Wals-Grünau beinah unbemerkt auf Platz eins und kämpft nächste Saison in der Regionalliga West um Punkte. Doch alles der Reihe nach: Da der SAK im allerletzten Heimspiel gegen Hallwang mit 2:3 in die Knie ging und Wals-Grünau den Abstiegskandidaten SV Anthering 3:0 besiegte, war die Meisterschaft entschieden. Gleichzeitig mit der Meisterschaft schickten die Walser die Antheringer in die 1. Landesliga.

„Die geilste Liga überhaupt“

„Mittlerweile bin ich wieder nüchtern. Wie es meinen Jungs geht weiß ich nicht“, so ein überglücklicher Wals-Grünau Trainer Rene Pessler am Montag, im Gespräch mit SALZBURG24. Wer sich auf solch spektakuläre Weise am letzten Spieltag zum Meister kürt, dem vergönnt man auch das Feiern. „Mir wäre es aber lieber gewesen, wenn wir schon vor vier Wochen alles klar gemacht hätten“, meint Pessler und spielt auf die Probleme in der Kaderplanung an. Wo andere RLW-Teams schon bald mit dem Aufbautraining für die neue Saison beginnen, gehen die Spieler von Wals-Grünau jetzt erst einmal in den verdienten Urlaub. Diesen Nachteil will die Pessler-Elf mit Einsatz und Spielfreude wieder gut machen. „Die Regionalliga ist einfach die geilste Liga überhaupt. Man spielt gegen die besten Teams Salzburgs, muss nicht sooo weit fahren und mit Glück hat man gegen die Austria auch noch 2.000 Zuseher – es ist einfach die geilste Liga“, schwärmt Pessler. Für die erste Saison in der Regionalliga gibt er erstmal den Klassenerhalt als Ziel vor. „Ich bin mir aber sicher, dass wir nach der Eingewöhnungsphase für einige Überraschungen sorgen können“, so der Wals-Grünau-Trainer abschließen.

Grüße von der Konkurrenz

Auch der künftige Regionalliga-Konkurrent Austria Salzburg übermittelte den Walsern Grüße: „Wir freuen uns auf spannende und faire Duelle nächste Saison und gratulieren unserem Grünauer Neuzugang Benjamin Taferner zum heutigen Tor und Meistertitel!“, posteten die Violetten am Samstag via Facebook.

ASK/PSV verlässt die Salzburger Liga

Wenig überraschend war der Abstieg der Spielgemeinschaft ASK/PSV aus der Salzburger Liga. Die Salzburger konnten sich von Beginn an nie wirklich aus der Abstiegszone herauskämpfen und hielten beinah durchgehend die Rote Laterne inne. Dem SC Golling gelang am letzten Spieltag im Kellerderby der Befreiungsschlag mit einem 4:2-Sieg gegen Fixabsteiger PSV/ASK. Die Freude bei den Tennengauern war natürlich riesengroß. Sie hatten es aber natürlich auch leichter als Anthering, die gegen den zukünftigen Meister ran mussten.

Getrübte Stimmung bei ASK/PSV

„Heute ist die Stimmung natürlich getrübt. Morgen und diese Woche wird’s das auch noch sein, aber irgendwann geht’s dann wieder weiter“, so ASK/PSV-Trainer Wolfgang Peischl im Interview mit SALZBURG24 am Montag. Im Grunde war ihnen klar, dass es mit dem Klassenerhalt nichts mehr wird. Deshalb begann man bei der Spielvereinigung auch schon vor drei-vier Wochen mit der Kaderplanung für die 1. Landesliga. „Die Probleme im Sturm müssen behoben werden, darum führen wir momentan auch intensive Gespräche mit diversen Spielern“, so Peischl, der uns aber noch nicht verraten wollte, mit wem er verhandelt. „Das wäre derzeit eher schlecht, weil nicht einmal die Vereine der Spieler davon wissen“, vertraut er uns an. Die Ziele für die kommende Saison in der 1. Landesliga könne er noch nicht vorgeben, solange die Kaderplanung noch nicht abgeschlossen ist. „Der Kern der Mannschaft bleibt beisammen. Das spricht für den Charakter meiner Spieler“ so Peischl, der natürlich den Wiederaufstieg als Ziel vorgibt.

Stabiles Mittelfeld

So spannend es an der Spitze um am Tabellenende der Salzburger Liga zuging, so unspektakulär war der „Kampf“ im Mittelfeld. SV Kuchl, FC Hallein 04, SV Straßwalchen und der FC Puch tauschten zwar immer wieder ihre Positionen im stabilen Mittelfeld, konnten aber weder Oben mitspielen und waren auch nie in Gefahr in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Eines der wenigen Highlights war die Strafe gegen den FC Puch.

Salzburger Liga empfängt Aufsteiger

Anders als etwa in Tirol ist die Liga in Salzburg noch in Ordnung. Die Mannschaften wollen tatsächlich aufsteigen. Durch das „aufsteigen-wollen“ von Wals-Grünau – ist ja nicht überall so – in die Regionalliga West, werden drei Plätze in der Salzburger Liga frei. Diese Plätze nehmen der souveräne Landesliga-Meiser Berndorf, Verfolger TSU Bramberg und Schwarzach ein. Wir würden uns wünschen, dass sie die Liga in der nächsten Saison genauso aufwirbeln, wie es Grödig 1b in dieser Spielzeit gelang. Auch der SAK wird sich für 2012/13 wohl mehr vornehmen als zweimal Zweiter zu werden.

Wir schnaufen in der spielfreien Zeit mal kurz durch und freuen uns schon auf die ersten Spiele der neuen Saison.

Die SALZBURG24-Sportredaktion



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