Salzburger Liga: Profi-Angebot für Grünaus Stefan Federer

Von Aleksandar Andonov
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Stefan Federer (Mitte) könnte als Spätzünder den Sprung in den Profi-Fußball schaffen.
Stefan Federer (Mitte) könnte als Spätzünder den Sprung in den Profi-Fußball schaffen. - © Krugfoto
Nach dem Wechsel von Martin Baier (Mattersburg/Athletiktrainer) könnte die Salzburger Liga nun einem Spieler zum Karrieresprung verhelfen. Wie SALZBURG24 exklusiv erfahren hat, steht Mittelfeld-Regisseur Stefan Federer vom Leader Wals-Grünau im Fokus eines Zweitligisten.




Der Lieferinger gilt seit mehr als einem Jahrzehnt zu den besten Fußballspielern im Land Salzburg. Mit Austria Salzburg gelang Federer der Durchmarsch von der letzten Klasse bis in die Regionalliga West.

Federer spielt sich ins Rampenlicht

Insgesamt stehen neben 253 Einsätzen in der Kampfmannschaft schon 52 Tore als Spielgestalter zu Buche. Im Landescup traf der Spielmacher bislang 15 Mal. Neben vier Meistertiteln in Serie und einem Triumph im Salzburger Landescup (2011 mit Austria Salzburg) setzte sich der Kreativgeist heuer mit dem Sieg im Salzburger Stier die Krone im Salzburger Fußball-Unterhaus auf. Nun könnte es nach dem Interesse vom Zweitligisten FAC Wien endgültig zum Ritterschlag kommen. “Das war schon immer mein Traum, ich kann die Freude gar nicht in Worte fassen. Sechs Jahre habe ich daran gearbeitet und schon selber gar nicht mehr daran geglaubt”, erklärte Federer im SALZBURG24-Gespräch. In der laufenden Saison lautet Federers Ziel mit Grünau der Meistertitel. “Das hat derzeit oberste Priorität. Ich fühle mich in Grünau sehr wohl und schätze Franz Aigner als Trainer.”

FAC flirtet mit Federer

Die Wiener liegen in der Ersten Liga mit drei Zählern Rückstand auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Treffen mit dem FAC-Geschäftsführer Dominik Glawogger steht nach S24-Informationen kurz bevor. “Wir sind in Gesprächen mit Federer, aber von einer Einigung noch weit entfernt. Wir müssen den Spieler erst persönlich kennen lernen und schauen, ob er zu uns passt”, so Glawogger. Den Sprung in den Profi-Fußball würde der werdende Vater auf jeden Fall wagen. “Seit ich laufen kann, gibt es nichts, was ich mir mehr wünsche”, so Federer. Der Wechsel wäre für den bereits 26-Jährigen dennoch ein großer Schritt: “Es wäre wahrscheinlich meine letzte Chance, meine Qualitäten als Profi unter Beweis zu stellen”, so Federer, der den Ligaverbleib der Hauptstädter als Voraussetzung zur Unterschrift sieht.

Familie steht im Vordergrund

“Als werdender Vater steht die Familie natürlich im Vordergrund. Sollten alle Komponenten passen, können die Gespräche intensiviert werden”, so der Kreativposten. Sein derzeitiger Coach Aigner sieht das Interesse mit einem stolzen und weinenden Auge: “Erstmals müssen wir abwarten ob es konkreter wird. Die Entscheidung sollte gründlich überlegt werden und der Verein muss den Spieler aus voller Überzeugung haben wollen. Ich würde mir aber wünschen, dass er uns erhalten bleibt – seine Qualitäten sind unumstritten.”

Als Spätzünder zum Fußball-Profi?

Der Fußball schreibt bekanntlich seine eigenen Geschichten. Dennoch sind Transfers mit Mitte 20 in die höchsten Spielklassen Rarität. Schielt man nach England, Deutschland oder Italien, gibt es einige bekannte Beispiele welche als Spätzünder in den Profisport aufgestiegen sind. Nicht nur Jamie Vardy (25), Oliver Giroud (26) und Luca Toni (26) erreichten ihren Durchbruch erst mit gehobenem Alter. Warum sollte auch Federer nicht in Österreich erst als Spätzünder durchstarten? “Vom Können her würde ich es ihm zutrauen, jedoch müsste er seine körperlichen Defizite wett machen”, erklärte Federers ehemaliger Coach Miroslav Bojceski.

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