Salzburger Liga: SAK entlässt Chefcoach Gierzinger und holt Ex-Grödiger

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Die Ära Gierzinger ist bei SAK 1914 Geschichte.
Die Ära Gierzinger ist bei SAK 1914 Geschichte. - © Krugfoto
Pünktlich zum Jahresbeginn heißt es beim SAK wieder: Und raus bist du! Genau wie im Vorjahr muss der Cheftrainer kurz vor dem Vorbereitungsstart seinen Hut nehmen. Diesmal erwischt es Robert Gierzinger. Der Neue steht bereits in den Startlöchern.




Und täglich grüßt das Murmeltier. Der Filmklassiker aus dem Jahre 1993 ist seit über zwei Jahrzehnten ein Dauerbrenner an den Fernsehgeräten. Was die Komödie mit SAK 1914 zu tun hat? Nun ja, die Protagonisten erleben den 2. Februar jeden Tag wieder neu. Beim SAK passiert das Gleiche zwar nicht täglich, doch schleicht sich im Nonntal jedes Jahr zum Jahreswechsel wohl ein ähnliches Gefühl ein, nachdem man wieder einmal den Trainer vor die Türe setzte.

Vakanter Trainerposten beim SAK

Eidke Wintersteller wurde nach eineinhalb Saisonen am 11. Jänner des Vorjahres entlassen. Auf ihn folgte mit Martin Hettegger ein Coach, der nur fünf Monate im Amt blieb und danach selbst Adieu sagte. Für Robert Gierzinger ging die Trainertätigkeit nur acht Tage nach dem Jahreswechsel zu Ende – ebenso nach nur einer halben Saison.

Nach dem drittletzten Platz in der Salzburger Liga sprachen sich die Vereinsverantwortlichen der Städter des Öfteren pro Gierzinger aus und versprachen ihm einen “festen Sattel“. Er stünde nicht zu Diskussion, hieß es vom Präsidenten Christian Schwaiger und dem Sportlichen Leiter Walter Larionows. Nach Silvester entwickelte sich der Sattel allerdings zum Schleudersitz. Nicht einmal ein dritter Platz beim prestigeträchtigen Salzburger Stier konnte ihm noch den Posten sichern. “Ich habe damit gerechnet, dass ich mit dem Team in die Rückrunde gehe. Eine Woche vor Trainingsstart finde ich den Schritt etwas komisch“, sagte Gierzinger im SALZBURG24-Gespräch. “Es war keine Entscheidung gegen Gierzinger, sondern eine für den neuen Mann”, erläuterte Schwaiger.

Wie geht es für Gierzinger weiter?

Mit seinen 30 Jahren trainierte der dreifache Familienvater zehn Jahr die Nachwuchsabteilung von Red Bull Salzburg. Seine erste Station als Chefcoach im Erwachsenenbereich fand nun ein jähes Ende. Dem Salzburger wurde vom Verein eine Postion im Trainerteam beziehungsweise die Jugendkoordination angeboten. “Ich bin in der UEFA A-Lizenz-Ausbildung und will weiter eine Mannschaft als Cheftrainer leiten“, erklärte Gierzinger.

Entlassung überraschte Spieler

Nachdem am Montagabend die Entscheidung den Spieler vermittelt wurde, bekam Gierzinger viele Anrufe seiner Ex-Akteure. “Die Mannschaft hat das auch nicht so gut angenommenen, stellte sich hinter mich und wollte intervenieren. Mir war aber wichtig, dass sie keine unnötige Unruhe reinbringen – der Vorstand hat eben so entscheiden“, fügte Gierzinger an.

Die Spieler vom SAK standen hinter Gierzinger./Krugfoto Die Spieler vom SAK standen hinter Gierzinger./Krugfoto ©

Fötschl dockt beim SAK an

Doch nun soll sich alles ändern. Und dafür hat man sich einen Trainer ins Boot geholt, der sich nicht im Salzburger Unterhaus-Fußball auskennt, nein, er weiß wie man Titel gewinnt. Anfang November des Vorjahres kursierten Spekulationen über einen Trainerwechsel. Nun steht es fest: Andreas Fötschl heißt der Mann, der das Team aus der Landeshauptstadt zurück zu alten Erfolgen und der Regionalliga West führen soll. Mit dem USC Eugendorf hat er dieses Kunststück bereits 2013 vollbracht. “Wir haben nun sehr viel Qualität in die Mannschaft gebracht und wollten nun noch mehr Erfahrung ins Trainerteam reinbringen”, sagte Schwaiger.

Nummer vier von Grödig

Somit holt Schwaiger, der letztes Jahr dort als Sponsor agierte, den vierten im Bunde vom SV Grödig. Wie bereits berichtet zog nach Tormanntrainer Oliver Scheucher es mit Jukic und Feiser auch zwei Spieler vom Ex-Bundesligisten zu den Blau-Gelben. “Er ist einer der traditionsreichsten Vereine in Salzburg und somit eine sehr reizvolle Aufgabe für mich. Ich kenne die handelnden Personen sehr gut und weiß was auf mich zukommt. Außerdem hat sich in der letzten Zeit sehr viel getan, da habe ich nicht lange überlegen müssen”, äußerte sich Fötschl.

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