Salzburger Liga: Tops und Flops der 11. Runde

Akt.:
Der SAK 1914 zieht an der Salzburger-Liga-Spitze nun fast einsam seine Kreise.
Der SAK 1914 zieht an der Salzburger-Liga-Spitze nun fast einsam seine Kreise. - © Krugfoto
Nach dem Liga-Gipfel im Verfolgerduell zwischen Neumarkt und Austria Salzburg geht Leader SAK als größter Gewinner der 11. Salzburger-Liga-Runde hervor. Bramberg ist nach “saudummen Fehlern” Letzter, während Golling just zum Derby-Doppel in ein Formtief schlittert.




“Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte” – diese Floskel beschreibt den 11. Spieltag in Salzburgs höchster Fußball-Amateurklasse wohl am besten. Während sich Neumarkt und Austria Salzburg mit einem 1:1 begnügen und die Nonntaler etwas ziehen lassen müssen, gibt sich der SAK keine Blöße.

TOPS: SAK beendet Straßwalchens Erfolgslauf

Satte neun Runden hat Straßwalchen kein Spiel mehr verloren und zeigte mit Siegen über Neumarkt und Kuchl teils groß auf. Am Samstag fand die Kalhammer-Crew allerdings mit Ligakrösus SAK seinen Meister. Der Tabellenführer diktierte das Spiel nach Belieben und feierte den neunten Saisonsieg. Die ungeschlagenen Städter heimsten nach einem Gustostückerl von Mersudin Jukic einen 1:0-Erfolg ein. “Schon langsam werden wir eine richtige Mannschaft. Das merkt man nun bei jedem Torjubel”, freute sich SAK-Trainer Andreas Fötschl im Gespräch mit SALZBURG24.

Der Sieg soll laut Fötschl nie in Gefahr und mehr als verdient gewesen sein. “Wir wollen den ganzen Herbst ungeschlagen bleiben, auch wenn Golling eine harte Nuss sein wird”, erklärte Fötschl, der die Tennengauer im Derby beobachtet hat.

Mersundin Jukic zirkelte aus 23 Metern einen Freistoß zum Goldtreffer in den Maschen. /Krugfoto Mersundin Jukic zirkelte aus 23 Metern einen Freistoß zum Goldtreffer in den Maschen. /Krugfoto ©

Keeper Christian Schlosser zieht Neumarkt den Zahn

Zu Saisonbeginn erhielt Christian Schlosser vor Austria-Legende Stefan Ebner den Vorzug – die Entscheidung von Trainer und Sportchef Christian Schaider löste im Umfeld des Klubs nicht gänzlich Freudensprünge aus. Vielmehr herrschte Skepsis, ob der 22-Jährige bei seiner Rückkehr in Ebners Fußstapfen treten kann. Dass er die Erwartungshaltungen mehr als erfüllt, bewies der Deutsche im Liga-Gipfel gegen Neumarkt. Drei Mal rettete der Schlussmann im eins gegen eins in Extremis. “Da hat er super reagiert und der Austria den Punkt festgehalten”, streute sogar Neumarkt-Trainer Tomislav Jonjic dem Keeper Rosen.

Zuvor trafen Andreas Pär (22.) und Austria-Joker Andrej Lazarevic (60.) jeweils nach Abstaubern für ihre Farben. “Ein gerechtes Ergebnis, wie ich finde. Auch wenn es im Titelkampf keiner Mannschaft so richtig weiter hilft.”

FLOPS: “Saudumm” – Bramberg nun Letzter

Brambergs Ergebnis-Krise hält auch nach dem Kellerduell gegen Adnet weiter an. Die Baic-Crew muss sich im Torfestival der Runde mit 3:4 daheim geschlagen geben. Somit warten die Pinzgauer auf heimischer Anlage immer noch auf den ersten Sieg. Im Schnitt erhält die “Schießbude der Liga” pro Spiel drei Treffer – zu viel, um aus dem Keller herauszuklettern. “Wir spielen nicht schlecht, schießen uns durch saudumme Fehler die Tore allerdings selber rein”, fand Baic klare Worte. Statt 3:0 in Führung zu gehen, fing sich Bramberg durch die Premierentreffern von Eigengewächs Horst Patrick Nestaval (27., 35. ) und Andreas Schnöll drei Stück ein. Christian Haipl (45+2.) machte nach den Anschlusstreffern von David Nindl, der später seinen Dreierpack perfekt machte, das Pausen-4:2 perfekt. “Aus dilettantischen und saudepperten Eigenfehlern bringen wir uns um die Früchte. Zudem fehlt schlussendlich auch die Routine sowie Klasse im Team”, gestand Baic.

Pleiten-Serie just zum Derby-Doppel

Vor der englischen Runde machte Golling den miserablen Start unter anderem mit Siegen über die Austria, Adnet und Bürmoos vergessen. Just zum Derby-Doppel gegen die Nachbarn schlich sich ein wenig Sand ins gelb-blaue Getriebe ein. Auch wenn die 3:0-Pleite gegen Kuchl vermeidbar gewesen wäre, kommt das Formtief nach der 3:4-Schlappe am Mittwoch gegen Puch wohl zum ungünstigsten Zeitpunkt. “Die Leistung war nicht schlecht, nur lief zu Beginn bei uns nichts zusammen”, sagte Golling-Trainer Philip Buck, der derzeit bei der UEFA-A-Lizenz in Lindabrunn weilt.

Vor 750 Zusehern eröffnete Michael Pletschacher (11.) mit einem Prachtfreistoß die Partie, ehe Maximilian Seiwald (68.) von der Torlinie aus spitzem Winkel das 2:0 gelang und Christian Kaindl (90+2.) den Deckel drauf machte. Besonders bitter für Buck: Ausgerechnet gegen seine Ex-Klubs musste sich der 30-jährige Trainer geschlagen geben. Kuchl bleibt somit die Nummer eins im Tennengau.

Union Hallein feierte indes gegen Puch den ersten Saisonsieg. Der bereits angezählte Trainer Thomas Eder bleibt somit nach dem 3:1-Auswärtserfolg weiterhin im Amt und wird auch Derby gegen Kuchl auf der Bank sitzen. “Er leistet gute Arbeit, aber die Spieler haben es nicht auf den Platz gebracht. Derzeit haben wir keine Trainerdiskussion”, stärkt Sportchef David König dem Coach den Rücken.

Salzburger Liga: 11. Runde

  • Eugendorf : Bürmoos 2:0 (0:0)
  • Thalgau : Altenmarkt 3:0 (1:0)
  • Strobl : Zell am See 3:1 (3:0)
  • Neumarkt : Austria Salzburg 1:1 (1:0)
  • Puch : ÖTSU Hallein 1:3 (0:2)
  • SAK 1914 : Straßwalchen 1:0 (1:0)
  • Kuchl : Golling 3:0 (1:0)
  • Bramberg : Adnet 3:4 (2:4)

 

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Neue Volksschule in Großarl fe... +++ - Salzburgs Jugend ist digital u... +++ - Schönfeldspitze: 19-Jährige st... +++ - Salzburg AG schnürt Obus-Maßna... +++ - Sanierung des Justizgebäudes v... +++ - Motorrad kracht in Magistratsa... +++ - Autolenker in Großarl mit 2,16... +++ - DSGVO: Müssen auch in Salzburg... +++ - Auto brennt in Anif völlig aus... +++ - Alle drei Stunden ereignet sic... +++ - Welt-Händewaschtag: So werden ... +++ - Salzburgerin bei Sturz in Bach... +++ - Vermisstensuche am Untersberg:... +++ - Pfefferspray-Attacke auf Busfa... +++ - Wolf-Dietrich-Studentenheim im... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen