Salzburger Liga: Tops und Flops der 20. Runde

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Salzburger Liga: Tops und Flops der 20. Runde
© Die Führung von Halleins Zeljko Crnogorcevic (li.) reichte gegen Brambergs Daniel Schöppl und Co. nicht zum Sieg. /Krugfoto
Bischofshofen eilt in der Salzburger Liga unaufhaltsam in Richtung Meistertitel. Während die halbe Liga gegen den Sturz in die Fünftklassigkeit kämpft, dreht sich das Transferkarussell bei den Trainern bereits heftig.




Die Bischofshofener waren in den bisherigen drei Frühjahrspartien nicht unbedingt die bessere Mannschaft. Die drei Punkte landeten dennoch am Konto der Heissl-Crew. Bereits sechs Partien konnten die Pongauer in dieser Saison mit einem Tor Unterschied für sich entscheiden. Wie auch am Samstag beim 1:0-Heimerfolg gegen Strobl – so wird man Meister!

TOPS: Bischofshofen – Meister der Effizienz

Wie gewöhnlich legte Bischofshofen viel Wert auf die spielerische Überlegenheit. Bei schwierigen Platzverhältnissen blieb der Tabellenführer lange Zeit geduldig, hatte aber mit Strobls Stadler viele Probleme. Der Unruheherd wirbelte heftig vor BSK-Keeper Fritz Kühleitner und konnte im zweiten Abschnitt nur mit zwei persönlich abgestellten Bewachern unter Kontrolle gebracht werden. Die Strobler Defensive machte hinten dicht und ließ so Barnjak und Co. kaum zur Entfaltung kommen. Erst als Youngster Khalil (79.) mit einer Einzelaktion das Goldtor bescherte, konnten die Pongauer aufatmen. Wie schon so oft in der Saison gingen die BSKler aufgrund individueller Klasse als Sieger vom Platz und nutzten einer ihrer wenigen Chancen. Wenig Chancen dürften sie allerdings bei einem Aufstieg im Kampf um Abwehrboss Alex Pöllhuber haben. Der Ex-Profi wird den Gang in die Westliga wohl nicht mit antreten.

Weil Neumarkt gegen Bürmoos erneut nicht über 2:2 hinaus kam, beträgt der Abstand bereits acht Punkte. Coach Bojceski sprach im SALZBURG24-Gespräch daraufhin offen über seine Zukunft und wird das Gespräch mit dem Vorstand suchen.

Kuchl kann es auch in der Fremde

Erst im zehnten Anlauf klappte es mit dem ersten Auswärtserfolg für Kuchl. “Für den Kopf extrem wichtig. Auch wenn es ein mörderischer Schweinskick war”, schnaufte Kuchl-Trainer Perlak tief durch. Der desolate Bergheimer Rasen ließ ein Fußballspiel kaum zu – die Folge waren viele hohe Bälle und unzählige Zweikämpfe. Mit dem besseren Ende für die Tennengauer, weil Bergheims Keeper Strutz zunächst nach einem unnötigen Torraub vom Platz gestellt wurde und die Heimischen quasi mit dem Pausenpfiff ein Elfergeschenk verteilten. Waldmann (45. + 2.) schoss sich mit der Führung den Frust von der Seele, ehe Kapitän Seiwald (58.) einen fragwürdigen Ausflug von Ersatztormann Zhilyaev mit dem 0:2 bestrafte. “Danach hatten wir Angst vor dem Gewinnen, die Mannschaft musste erst mit dem ungewohnten Gefühl zurecht kommen”, erklärte Perlak.

Hier erzielte Kuchl-Kapitän Maximilian Seiwald das 2:0 gegen Bergheim. /Krugfoto Hier erzielte Kuchl-Kapitän Maximilian Seiwald das 2:0 gegen Bergheim. /Krugfoto ©

FLOPS: Eugendorf erhält nächste “Watschn”

Nach dem 7:1 gegen Bischofshofen, dem 0:4 gegen Kuchl überrannte nun auch Austria Salzburg mit vier Toren Unterschied Titelaspirant Eugendorf. Die Austria dominierte nach der Umstellung auf 4-3-3 das ganze Geschehen. Lazarevic bekam den Vorzug gegenüber Patrick Mayer und zahlte Coach Schaider das Vertrauen zurück. Erst traf Nico Mayer per Freistoß, ehe Lazarevic das 2:0 durch Purkrabek per Kopf vorbereitete und das dritte Tor selber beisteuerte. Die nächste “Watschn” für Eugendorf machte Joker Patrick Mayer (82.) mit dem 4:0 perfekt. “Die 800 angereisten Zuseher kamen auf jeden Fall beim Auftritt der blutjungen Mannschaft auf ihre Kosten. Hoffentlich kommen das nächste Mal noch mehr Leute, um uns zu unterstützen”, sagte Schaider.

Union Hallein und Hallwang kommen nicht vom Fleck

Golling nimmt im Abstiegskampf gehörig an Fahrt auf. Vergangene Woche konnte Bürmoos in die Schranken verwiesen werden. Am Samstag gewann das ehemalige Schlusslicht gar gegen die starken Altenmarkter. Das Goldtor steuerte Kanonier Mario Lürzer (65.) nach seiner Vertragsverlängerung mit dem 20. Volltreffer bei. Altenmarkts Coach Arsim Deliu gab darauf das Ende seiner Ära bekannt.

Abstiegskonkurrent Union Hallein führte lange Zeit durch Zeljko Crnogorcevic (31.), ehe Bramberg-Rückkehrer Thomas Straka (67.) den Ausgleich beisteuerte. “Wir belohnen uns einfach nicht. In den letzten zwei Spielen wäre mehr drinnen gewesen”, ärgerte sich Hallein-Betreuer Thomas Eder. Ins gleiche Rohr bläst auch Hallwang-Coach Jürgen Aschauer. “Wir bringen leider unsere Leistungen nicht über die volle Spielzeit auf das Feld.” In der Vorwoche schlug die Austria erst in Minute 94 zu, gegen Straßwalchen gab man eine Führung durch Kirchberger (29.) aus der Hand und verlor schlussendlich unglücklich 3:1. Somit bilden Hallein und Hallwang hinter Bergheim und Golling das Schlusslicht.

Die Führung von Halleins Zeljko Crnogorcevic (li.) reichte gegen Brambergs Daniel Schöppl und Co. nicht zum Sieg. /Krugfoto Die Führung von Halleins Zeljko Crnogorcevic (li.) reichte gegen Brambergs Daniel Schöppl und Co. nicht zum Sieg. /Krugfoto ©

Salzburger Liga: 20. Runde

  • SV Straßwalchen : UFC SV Hallwang 3:1 (1:1)
  • TSV Neumarkt : SV Bürmoos 2:2 (1:1)
  • SK Bischofshofen : SK Strobl 1:0 (0:0)
  • FC Zell am See : SAK 1914 0:1 (0:0)
  • FC Bergheim : SV Kuchl 0:2 (0:1)
  • SC Golling : UFC Altenmarkt 1:0 (0:0)
  • ÖTSU Hallein : TSU Bramberg 1:1 (1:0)
  • SV Austria Salzburg : USC Eugendorf 4:0 (3:0)

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