Salzburger Liga: Tops und Flops der 24. Runde

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Union Halleins Patrick Sparber (li.) stellte seine Torgefahr auch gegen Altenmarkt unter Beweis.
Union Halleins Patrick Sparber (li.) stellte seine Torgefahr auch gegen Altenmarkt unter Beweis. - © Krugfoto
Union Hallein und der SAK können im Abstiegskampf etwas durchatmen. Während sich Austria Salzburg und Zell am See für das TV-Livespiel mit Kantersiegen warm schossen, wird die Luft für Hallwang und Bergheim immer dünner.




Das Team der Stunde heißt nach der 24. Runde in der Salzburger Liga Union Hallein. Die Salinenstädter krönten ihren Erfolgslauf mit einem 2:0-Sieg gegen Altenmarkt und verlassen erstmals die Gefahrenzone.

TOPS: Erzrivale bringt Hallein Glück

Sechs Partien lang war für die Gegner der Halleiner kein Kraut gewachsen. Die letzte Niederlage fing sich die Eder-Crew zum Rückrundenstart gegen das Topteam Neumarkt (0:1) ein. Darauf folgten Gladiatoren-Auftritte der Tennengauer. Vor sieben Tagen triumphierte der Abstiegskandidat bei Austria Salzburg. Nun spürten dezimierte Altenmarkter ausgerechnet in der Heimat des Erzrivalen die Stärke der Halleiner. Da vor einem halben Jahr ein Zaun am Hauptplatz der Union umfiel, ist an ein Spiel in der Heimstätte nicht zu denken. Patrick Sparber ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und köpfte im “Gamp Nou” des FC Hallein zur Führung ein, ehe Christoph Kendler den Endstand besorgte. “Diese Liga ist verrückt, da kann alles sehr schnell gehen”, sagte Union-Trainer Thomas Eder, dessen Zukunft noch immer nicht geklärt ist. Altenmarkt hingegen spielt somit wieder voll um den Klassenerhalt mit.

Mit “Rumpftruppe” aus dem Keller

Sieben Ausfälle musste der SAK im Duell gegen Bramberg am Sonntag verkraften. “Der Trainer hat alles oder nichts spielen lassen. Uns fehlten sieben Spieler”, verriet Präsident Christian Schwaiger, der einen souveränen Auftritt der Nonntaler bei den sonst heimstarken Pinzgauern zu sehen bekam. Mit dem 0:3-Auswärtserfolg fügten die blau-gelben den Brambergern die höchste Heimniederlage seit 595 Tagen (0:3 gegen Neumarkt) zu. “Die schlechteste Heimleistung in der Saison”, sagte Brambergs sportlicher Leiter Martin Innerhofer. Die Tore von Danijel Vucanovic (6.), Lukas Alterdinger (30.) und Mersudin Jukic (86.) fielen allesamt nach individuellen Fehlern. Die Städter vergrößerten dadurch den Abstand auf die Abstiegsplätze auf sechs Zählern und können erstmals tief durchatmen.

FLOPS: Bergheim zerfällt in Einzelteile

Bergheim kann den Negativlauf auch gegen Zell am See nicht stoppen. Im Gegenteil: Das Tabellenschlusslicht musste bei der 7:1-Schlappe eine ordentliche Tracht Prügel verkraften. Nach neun Minuten stand es gegen giftige Zeller bereits 2:0, ehe der Tabellenletzte in den letzten 20 Minuten noch vier Tore einstecken musste. In den vergangenen 16 Runden gelangen nur ein Sieg und vier Remis, der Winterschlaf setzt sich beim Ex-Meister von 2016 fort. “Bergheim hat zwar alles probiert, aber gegen unsere gute Leistung nicht dagegen halten können”, sagte Zell-Trainer Wolfgang Reindl, dessen Team sich für das Livespiel auf ORF Sport plus warm schoss. Gleich wie Austria Salzburg, das gegen das stärkste Rückrundenteam etwas glücklich mit 5:1 siegte. “Das ausgeglichene Spiel lief komplett für uns”, weiß Christian Schaider den Triumph einzuschätzen. Bleibt abzuwarten, ob in Maxglan am Donnerstag ab 10 Uhr ebenso ein Feuerwerk der beiden Teams zu sehen sein wird.

Neumarkt bestraft Hallwangs Tiefschlaf

Auch Hallwang kommt weiter nicht in Tritt und ging gegen Neumarkt beim 4:2 erneut leer aus. Die Aschauer-Elf verschlief die ersten 27 Minuten komplett und rannte einem 3:0 (Veselinovic und zwei Mal Kadrija) vergeblich hinterher. “Individuelle Fehler waren für den hohen Rückstand ausschlaggebend”, sagte Aschauer, dessen Team sich in der Folge mit einer Aufholjagd fast belohnte. Miller und Dietmann brachten den Nachzügler auf 3:2 heran, während Neuzugang Nemanja Asanovic drei Mal das nötige Glück zum Ausgleich fehlte. Kadrija setzte mit seinem Dreierpack Hallwang Schachmatt, womit der Liga-Dino nun in den verbleibenden sechs Runden – laut Statistik der letzten Jahre – wohl noch mindestens neun Punkte für den Klassenerhalt benötigen wird. Ähnlich ging es auch Golling, das gegen Eugendorf, wo der Vertrag von Georg Seidl nicht verlängert wird, mit 1:3 verlor. Mario Lürzer bewies in Golling Handschlag-Qualität und steht zu seiner bereits versprochenen Vertragsverlängerung. Die Stunden der Wahrheit sind im Abstiegskampf somit geschlagen.

 

Salzburger Liga: 24. Runde

  • TSV Neumarkt : UFC SV Hallwang 4:2 (3:2)
  • SV Bürmoos : SK Strobl 2:2 (1:1)
  • SK Bischofshofen : SV Kuchl 4:2 (3:1)
  • SV Straßwalchen : SV Austria Salzburg 1:5 (1:1)
  • SC Golling : USC Eugendorf 1:3 (1:2)
  • ÖTSU Hallein : UFC Altenmarkt 2:0 (1:0)
  • FC Zell am See : FC Bergheim 7:1 (3:1)
  • TSU Bramberg : SAK 1914 0:3 (0:2)

 


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