Salzburger Liga: Tops und Flops der 26. Runde

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Neumarkt (weiß) vertagt Vorentscheidung im Titelkampf und übt Druck auf Leader aus.
Neumarkt (weiß) vertagt Vorentscheidung im Titelkampf und übt Druck auf Leader aus. - © Krugfoto
Der Vorsprung von Leader Bischofshofen betrug zwischenzeitlich 13 Punkte. Folgt nun das große Zittern? Neumarkt nimmt nämlich gehörig Fahrt auf. Genauso wie Union Hallein und Golling im Abstiegskampf. SAK und Bürmoos feiern hingegen den Klassenerhalt. Zudem stehen drei Trainer vor ihrem Amtsantritt.




Als hätte Bischofshofens Thomas Heissl eine Vorahnung gehabt. Der Neo-Trainer hat sich nie frühzeitig zum Meistertitel gratulieren lassen. Auch nicht, als am 20. April der Vorsprung auf Verfolger Neumarkt 13 Zähler betrug. “Die Liga ist eng und ausgeglichen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und müssen immer fokussiert sein”, sagte er vor 24 Tagen im Gespräch mit SALZBURG24.

TOPS: Neumarkt übt Druck auf Leader aus

Da die Pongauer in den letzten zwei Spielen nur einen Zähler (1:1 gegen Bergheim und 1:3 gegen Austria Salzburg) holten und gegen Eugendorf verlor, schmolz der Polster auf fünf Punkte. Weil auch Neumarkt immer besser in Fahrt kommt und vier Siege in Serie verbuchen kann. Am Samstag setzte die Bojceski-Crew mit dem 5:2-Kantersieg gegen Kuchl das nächste Ausrufezeichen. “Das war eines der besten Spiele in der Rückrunde, einfach überragend, was die Jungs nun abliefern”, sagte der scheidende Bojceski, dessen Erbe Ex-Spieler und Straßwalchen-Akteur Tomislav Jonjic übernehmen könnte. “Fünf Punkte in vier Spielen aufzuholen ist dennoch schwer”, erklärte Bojceski.

Das Restprogramm beider Teams hat es allerdings in sich: Mit Straßwalchen und Zell am See warten auf die Titelkandidaten die besten Mannschaften im Jahr 2018.

Neumarkt-Kapitän Christoph Hübl (weiß) erzielt gegen Kuchl-Goalie Plainer das 2:0. /Krugfoto Neumarkt-Kapitän Christoph Hübl (weiß) erzielt gegen Kuchl-Goalie Plainer das 2:0. /Krugfoto ©

SAK feiert Klassenerhalt – Union Hallein nicht zu stoppen

Vier Runden vor Schluss kann der SAK mit einem 2:4-Sieg über Altenmarkt den Ligaverbleib feiern. Nach einem 0:2-Rückstand hatten die Städter den längeren Atem. Mersudin Jukic erlegte die Deliu-Elf mit einem Viererpack im Alleingang. “Zwei Spiele in zwei Tagen ist hirnrissig. Da sind einige Gehirn-Athleten im Fußballverband am Werke”, ärgerte sich Deliu über die Spielansetzung, dessen Team nun voll im Abstiegskonzert mitspielt.

“Dass wir so früh durch sind, hätte ich nicht gedacht”, atmete SAK-Trainer Andreas Fötschl hingegen tief durch. Auf einem ähnlichen Weg befindet sich auch Union Hallein, das im Frühjahr 13 Punkte einheimste und nur gegen Straßwalchen verlor. “Wir steigen nicht ab. Das habe ich schon immer gesagt”, gibt sich Halleins sportlicher Leiter David König kämpferisch. Sein Team hat auf die beiden Letzten, Bergheim und Hallwang, nun fünf Zähler Vorsprung.

Halleins Ljubisa Crnogorcevic (li.) gelang die Führung gegen Strobl. /Krugfoto Halleins Ljubisa Crnogorcevic (li.) gelang die Führung gegen Strobl. /Krugfoto ©

FLOPS: Luft für Hallwang immer dünner

Ganz anders steht hingegen der Liga-Dino Hallwang da. Die Elf von Jürgen Aschauer scheint das Gewinnen verlernt zu haben. Heuer stehen nur schlappe vier Punkte auf der Habenseite. Am Donnerstag gab es trotz Chancen für drei Spiele bei der knappen 1:2-Heimniederlage gegen Bramberg nichts zu holen. Am Samstag verloren die Hallwanger mit demselben Ergebnis in Bürmoos. Innenverteidiger Benjamin Maier egalisierte Bergmüllers Führung, ehe Geburtstagskind Stefan Permanschlager seinem Team den Klassenerhalt bescherte. Somit nimmt die Abschiedstournee von Coach Manuel Rödl ein gutes Ende. Heißer Kandidat für seine Nachfolge soll Kuchl-Betreuer Gerhard Perlak sein. Hallwang hingegen hadert mit der Chancenverwertung und billigen Gegentreffern: “Wir belohnen uns nicht für den Aufwand. Nun wird es richtig eng”, sagte Hallwangs Aschauer.

 

Bergheim verliert Keller-Krimi

Am Montag warf Andreas Strasser das Handtuch bei Bergheim. Am Donnerstag holte der Abstiegskandidat unter der Regie vom sportlichen Leister Alexander Peter sen. einen Punkt gegen Leader Bischofshofen. Am Sonntag gab es dann im Keller-Derby gegen Golling einen Rückschlag. Im Spiel der vergebenen Chancen hatten beide Teams Angst vor dem Gewinnen. Josip Lukacevic, der über einen Wechsel nachdenkt, gelang quasi mit dem Pausenpfiff nach einem Freistoß aus 35 Metern der Dosenöffner. Bergheim hatte darauf Pech mit Lattentreffern nach Standards, aber auch die Tennengauer zeigten Nerven im Abschluss. Ausgerechnet Bergheims Daniel Leitner sorgte in Minute 87 mit einem Eigentor für den 2:0-Triumph der Buck-Elf. “Das war eine schwere Geburt. Zum Glück ist es gut gegangen”, erklärte Golling-Trainer Buck, dessen Team nun vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge hat. Bei Bergheim soll am Dienstag der neue Trainer präsentiert werden.

Hänge Köpfe bei Bergheim nach der Pleite in Golling. /Krugfoto Hänge Köpfe bei Bergheim nach der Pleite in Golling. /Krugfoto ©

Salzburger Liga: 26. Runde

  • FC Zell am See : SV Straßwalchen 3:0 (2:0)
  • TSV Neumarkt : SV Kuchl 5:2 (2:0)
  • SK Bischofshofen : SV Austria Salzburg 1:3 (1:0)
  • ÖTSU Hallein : SK Strobl 2:1 (1:0)
  • UFC Altenmarkt : SAK 1914 2:4 (2:0)
  • SV Bürmoos : UFC SV Hallwang 2:1 (1:0)
  • TSU Bramberg : USC Eugendorf 0:4 (0:1)
  • SC Golling : FC Bergheim 2:0 (1:0)

 

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