Salzburger Liga: Tops und Flops der 9. Runde

Kristijan Bogosavac eröffnete den Torreigen gegen Union Hallein.
Kristijan Bogosavac eröffnete den Torreigen gegen Union Hallein. - © Krugfoto
Der SAK bleibt in der Salzburger Liga nach einem internen Hierarchie-Gespräch das Maß aller Dinge. Dahinter lässt sich Austria Salzburg mit einem Remis von Neumarkt als erster Verfolger verdrängen, während im Keller die Lage für Union Hallein und Bramberg immer prekärer wird. Die Tops und Flops der 9. Runde im Überblick.




Dass der SAK qualitativ die besten Einzelspieler der Liga hat, steht wohl außer Frage. Es ist jedoch auch kein Geheimnis, dass im Kader der Nonntaler viele Alpha-Tiere um die Rangordnung innerhalb des Teams ringen. Trainer Andreas Fötschl bat daher zum klärenden Gespräch vor dem Duell gegen Zell am See.

TOPS: Hierarchie geklärt – Führung verteidigt

Bei der einberufenen “Mannschaftssitzung” wurde die Struktur der Hierarchie geklärt und auf den Teamgedanken hingewiesen. Die Fötschl-Crew nahm sich dies zu Herzen und lieferte eine Top-Leistung gegen die Zeller ab. In der Offensive zeigten sich Kopleder, Jukic und Co. fast schon zu uneigennützig. “Das war beinahe ein wenig übertrieben. Das ein oder andere Mal hätten die Spieler auch selber schießen können, anstatt quer zu legen. Aber es ist schön zu sehen, dass sie die Forderungen umgesetzt haben”, sagte Fötschl im Gespräch mit SALZBURG24. So kam auch das klare 5:1-Ergebnis zustande. Kopleder und Jukic trafen doppelt, während Peter das 4:1 markierte.

Der Abstand auf den neuen Verfolger Neumarkt beträgt somit zwei Zähler. Die Jonjic-Elf bezwang mit dem selben Ergebnis Aufsteiger Adnet und hält als Liga-Kanonier bei bereits 32 Treffer in neun Spiele.

Bürmoos ringt Austria Salzburg einen Punkt ab

Austria Salzburg musste aufgrund des torlosen Remis in Bürmoos Rang zwei abgeben. Die Nullnummer hatte für die Violetten eine Premiere zu bieten: Das erste Mal in der laufenden Saison blieben die Maxglaner ohne Torerfolg. Zum einen, weil Mayer ein Treffer wegen vermeintlichen Handspiels verwehrt geblieben ist, Omerovic das Visier nicht richtig eingestellt hatte und das Aluminium ein Mal im Weg stand. Zudem stellte Interismstrainer Alex Trappl das System auf 3-5-2 um und verteidigte eine Linie tiefer. Bei einer Großchance verhinderte gar Austria-Schlussmann Schlosser Schlimmeres.

Für Trappl war das 0:0 auf jeden Fall ein Achtungserfolg gegen seinen Ex-Verein: “Für mich ist es eine Prestige-Sache gewesen. Ich werde den Verein, bis er einen neuen Trainer gefunden hat, weiter unterstützen. Das Team ist super und mir macht es viel Spaß mit ihnen zu arbeiten. Mithilfe von unserem Physiotherapeuten Dominik Klappacher kriegen wie das derzeit ganz gut hin.”

FLOPS: Vor Keller-Duell schlechteste Saisonleistung

Bramberg bekam die nächste Abfuhr auf eigenem Rasen. Nach der 6:1-Schlappe gegen Altenmarkt in der Vorwoche zeigte auch Golling den Pinzgauern die Grenzen auf. Zur Pause stand Bramberg schon mit einem 3:0 mit dem Rücken zur Wand. “Das war die schlechteste erste Halbzeit seit ich wieder im Amt bin. Ich bin das erste Mal unzufrieden mit dem Auftritt meiner Jungs”, gestand Bramberg-Trainer Helmuth Baic. Weil Huremovic insgesamt vier Mal traf und Lürzer seinen sechsten Saisontreffer feiern konnte, siegte Golling hochverdient mit 5:2.

Ebenfalls angeschlagen findet sich auch Union Hallein mit drei Punkten in neun Runden im Keller wieder. “Die 5:0-Niederlage in Eugendorf hätte durchaus auch höher ausfallen können. Wir waren in allen Belangen schlechter und müssen und bei Keeper Damir Ramic bedanken, dass er Schlimmeres verhindert hat”, erläuterte Hallein-Trainer Thomas Eder. Am Mittwoch steigt der Showdown der “angeschlagenen Boxer”. Für Bramberg spricht, dass sie alle fünf Punkte bislang in der Fremde holten. Union Hallein hingegen punktete bislang gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. “Ein Sieg kann als Befreiungsschlag dienen”, weiß Eder, der sich unabhängig vom Ausgang der Partie danach mit der Vereinsführung zusammensetzen wird.

Eugendorfs Martin Winklhofer (li.) hatte mit Union Hallein leichtes Spiel. Krugfoto Eugendorfs Martin Winklhofer (li.) hatte mit Union Hallein leichtes Spiel. /Krugfoto ©

Puch am absteigenden Ast

Bei Aufsteiger Puch hat sich der Schlendrian eingeschlichen. Derzeit läuft es alles andere als gut für die Tennengauer. Zeigten die Mirkovic-Mannen zu Saisonstart mit Siegen gegen Bramberg (4:2) und Thalgau (2:1) auf, setzte es am Freitag gegen Straßwalchen mit dem 2:0 die siebte Saisonniederlage. Mit 35 Gegentreffern avancieren die Pucher zur “Schießbude” der Liga und fallen in der Tabelle immer tiefer ab. Die dünne Personaldecke sowie Ausschlüsse wie jener von Kapitän Mamadi Keita nach einer Tätlichkeit tragen ihren Teil dazu bei. Chance zur Wiedergutmachung bietet sich im Tennengau-Derby gegen Golling an. Gelingt die Trendwende nicht und siegt Union Hallein gegen Bramberg, droht die rote Laterne.

Salzburger Liga: 9. Runde

  • Puch : Straßwalchen 0:2 (0:1)
  • Kuchl : Altenmarkt 1:0 (0:0)
  • SAK 1914 : Zell am See 5:1 (2:0)
  • Eugendorf : ÖTSU Hallein 5:0 (2:0)
  • Bürmoos : SV Austria Salzburg 0:0 (0:0)
  • Neumarkt : SK Adnet 5:1 (2:0)
  • Thalgau : SK Strobl 4:2 (3:2)
  • Bramberg : SC Golling 2:5 (0:3)

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