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Salzburger Pilotprojekt für Diabetespatienten zeigt erste Erfolge

Genügend Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes vor. Genügend Bewegung und gesunde Ernährung beugen Diabetes vor. - © Bilderbox
Mehr Bewegung und eine gesündere Ernährung sind Schlüsselfaktoren, um bei Patienten mit Typ 2 Diabetes die Stoffwechselwerte zu verbessern und Spätfolgen der Erkrankung hintanzuhalten.

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An der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) zeigt ein Pilotprojekt mithilfevon Peergruppen, dass diese Lebensstiländerung dauerhaft gelingen könnte. Das Konzept wurde am Donnerstag bei einem Pressegespräch vorgestellt.

Tolle Ergebnisse

“Die Patienten sind fitter und nehmen weniger Kalorien und Fett zu sich”, berichtete Univ.-Prof. Andreas Sönnichsen, Vorstand des Instituts für Allgemein-, Familien- und Präventivmedizin der PMU, von den ersten Ergebnissen der seit rund einem Jahr aktiven Peergruppen. Das Programm “Aktivtreff Diabetes” setzt auf Menschen, die selbst an Diabetes erkrankt sind und sich als Gruppenleiter zur Verfügung stellen. Die Peergruppen bieten einmal pro Woche Bewegungseinheiten sowie Gesprächsrunden mit Experten an. Ziel ist es, eine dauerhafte Lebensstiländerung zu erreichen und das Selbstmanagement der Patienten zu verbessern. In der Gruppe gelinge das besser als allein, ist Sönnichsen überzeugt.

Diabetes-Patienten reduzieren Gewicht

Die ersten Erhebungen unter den rund 200 Teilnehmern in 17 Gruppen geben ihm Recht: Im Durchschnitt wurde das Gewicht der Patienten um 1,3 Kilogramm reduziert, die körperliche Leistungsfähigkeit hat sich bei rund zwei Drittel verbessert. Die Stoffwechselwerte der Teilnehmer sollen im kommenden Jahr kontrolliert werden. Gesündere Ernährung und mehr Bewegung sollen den Langzeitzuckerwert senken und stabilisieren und das kardiovaskuläre Gesamtrisikoprofil verbessern. Bisherige Programme, die auf eine Schulung nach der Erkrankung und keine weitere Begleitung setzten, erzielten meist keine lang anhaltende Veränderung des Lebensstils.

“Aktivtreff Diabetes”

Das Programm “Aktivtreff Diabetes”, das noch bis Mai nächsten Jahres läuft, wurde als eines von vier Langzeitprojekten weltweit von der International Diabetes Federation (IDF) mit 400.000 US-Dollar gefördert. Wie es mit den Gruppen nach Auslaufen des Programms weitergeht, steht noch nicht fest. Derzeit wird mit der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) über eine Finanzierung verhandelt.

Mehr Bewegung, weniger Essen

Der Bedarf für solche Gruppen sei groß, ist Norbert Muss, leitender Arzt der SGKK, sicher. Er tritt für eine Kofinanzierung mit dem Land Salzburg ein. In Österreich seien 4,2 bis 4,6 Prozent aller Erwachsenen von Diabetes Typ 2 betroffen. Zu wenig Bewegung und zu viel Essen gelten als die Hauptrisikofaktoren.



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