Salzburger Rauchfangkehrer weihen neue Innungsfahne ein

Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP, mitte) und Ex-Landesrat Hans Mayr (SBG, rechts) schauten bei der Feier vorbei.
Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP, mitte) und Ex-Landesrat Hans Mayr (SBG, rechts) schauten bei der Feier vorbei. - © Neumayr
Mit einer großen Feier und einer kirchlichen Weihe in der Stiftskirche St. Peter in der Stadt Salzburg haben unsere Rauchfangkehrer am Donnerstag ihre neue Innungsfahne offiziell in Dienst gestellt. Aus diesem Anlass werfen wir auch einen kurzen Blick darauf, warum Rauchfangkehrer eigentlich als Glücksbringer gelten.

Die alte Fahne war 125 Jahre alt. Aufgrund starker Beschädigungen nicht mehr repariert werden konnte.

Große Feier für Salzburgs Rauchfangkehrer

Salzburgs Rauchfangkehrer-Innungsmeister Kurt Pletschacher freute sich über die fast 300 Gäste bei der Fahnenweihe. Neben Vertretern aus allen Salzburger Rauchfangkehrerbetrieben waren auch Fahnenabordnungen aus den anderen Bundesländern sowie von befreundeten Salzburger Innungen wie die Fleischer, Tischler, Holzbaumeister, Dachdecker und Baumeister gekommen, wie die Wirtschaftskammer Salzburg in einer Aussendung berichtete. „Ich bin sehr stolz, dass wir in unserem Gewerbe einen so starken Zusammenhalt haben. Mit der Weihe der Fahne haben wir gleichsam den Schutz unseres Patrons, des heiligen Florian, für eine gute Zukunft des Handwerks erbeten“, sagte Pletschacher. Die Innungsfahne ist bei offiziellen Anlässen der Innung bzw. des Gewerbes immer dabei. Sie wurde von FAHNENGÄRTNER in Mittersill hergestellt.

39 Rauchfangkehrerbetriebe in Salzburg

In Salzburg gibt es insgesamt 39 Rauchfangkehrbetriebe die rund 160 Mitarbeiter beschäftigen. Sowohl die Landesinnung Salzburg als auch die meisten Mitgliedsbetriebe sind EMAS-zertifiziert. EMAS (European Eco-Management Audit Scheme) ist das Gütesiegel der EU für das weltweit anspruchsvollste Umweltmanagement-System.

Warum Rauchfangkehrer als Glücksbringer gelten

Warum Rauchfangkehrer, Kamin- oder Schornsteinfeger vielerorts vor allem zu Beginn eines neuen Jahres als Glücksbringer gelten, hat vor allem einen praktischen Grund. Seit dem Mittelalter war in den Städten das gewerbliche Kaminkehren Vorschrift, denn die Häuser waren teils aus Holz und deshalb war die Ausbreitung von Bränden ein großes Problem.

Aus dem Kehren wird ein High-Tech-Beruf

Über die Jahrhunderte veränderte sich das Berufsbild durch technische Fortschritte. Durch moderne Heizungen ist die Brandgefahr weit geringer als früher. Heute sind Rauchfangkehrer auch Energieberater und Brandschutzsachverständige. Die Rauchfangkehrer sind mittlerweile Profis in allen Fragen rund um Kamin und Feuerstätten. Sie beheben Mängel, führen Rauch- und Abgasmessungen durch, erstellen Gutachten und Befunde und informieren die Kunden über den energiesparenden und umweltschonenden Betrieb der Heizung. Unter anderem sind die Rauchfangkehrer auch befugt, den Energieausweis für Häuser und Wohnungen auszustellen. Darüber hinaus sorgen sie natürlich für saubere Kamine und ziehende Öfen.

„Ich gratuliere den Salzburger Rauchfangkehrern zur neuen Fahne. Sie symbolisiert den Stolz und den Gemeinschaftssinn dieser traditionsreichen Berufsgruppe“, betonte WKS-Präsident Konrad Steindl bei der anschließenden Festsitzung im Stieglkeller. Und Landeshauptmann Wilfried Haslauer ergänzte: „Die Salzburger Rauchfangkehrer nehmen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft ein. Mit ihrer Arbeit und ihrem Fachwissen tragen sie aktiv zum Brandschutz und zum Schutz der Umwelt bei.“

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