Salzburger Stadtregionalbahn würde laut Preuner 160 Millionen Euro kosten

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Eine Stadtregionalbahn könnte laut Vizebürgermeister Harry Preuner zum Öffi-Umstieg bewegen (Symbolbild).
Eine Stadtregionalbahn könnte laut Vizebürgermeister Harry Preuner zum Öffi-Umstieg bewegen (Symbolbild). - © Neumayr/Archiv
Vizebürgermeister Harry Preuner ÖVP empfing am Mittwoch Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) in Salzburg. Dabei war auch die geplante Stadtregionalbahn Thema, an der sich der Bund künftig mit 50 Prozent an den Kosten beteiligen könnte. Dabei handelt es sich allerdings um eine kürzere Version der bisher diskutierten Stadtregionalbahn.

Eine Problemanalyse zeige, dass der öffentlitche Verkehr (ÖV) in der Stadt Salzburg aufgrund des Individualverkehrs häufig im Stau steht. Damit fehlen den Öffis Hauptkriterien, wie Verlässlichkeit und Pünktlichkeit, welche einen Umstieg auf den öffentlichen Verkehr begünstigen würden.

Preuner: Kaum Steigerung bei Öffi-Nutzung

„Wir unternehmen zwar große Anstrengungen, um den öffentlichen Verkehr zu verbessern, wir treten aber mehr oder weniger auf der Stelle. So bleibt der ÖV-Anteil am Modal–Split seit Jahren bei rund 15 Prozent, Steigerungen erzielen wir kaum. Was es daher braucht, ist eine unterirdische Trassenverlängerung bis zum Mirabellplatz unter Einbindung sämtlicher Gleisrelationen“, so Bürgermeister-Stv. Harry Preuner in einer Aussendung am Mittwoch.

preubotka2 Harry Preuner traf am Mittwoch Innenminister Wolfgang Sobotka in Salzburg. /Stadt Salzburg ©

Stadtregionalbahn: Kosten von bis zu 160 Millionen Euro

Durch diese Maßnahme wäre nach Ansicht Preuners auch eine Steigerung der Fahrgastzahlen erzielbar, welche die Investitionen betriebswirtschaftlich rechtfertigen würden. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich nach derzeitiger Ansicht auf 132 Millionen Euro, wobei für die Planung 17 Millionen Euro und für den Bau 115 Millionen aufgewendet werden.

Dabei würde es sich allerdings um eine weitaus kürzere Version der Stadtregionalbahn handeln, weshalb auch die Kosten weitaus geringer wären. Andere Überlegungen sehen eine Strecke vor, die mitunter bis nach Hallein reicht. Dabei bewegen sich die Kosten zwischen 600 Millionen und 1,5 Milliarden Euro.

Bund soll 50 Prozent der Kosten übernehmen

Rechnet man bei Preuners Version alle zum Bau notwendigen Maßnahmen wie Umleitungen und straßenbauliche Änderung mit ein, steigen die Gesamtkosten auf etwa 160 Millionen Euro. Diese Kosten könnten man sich laut Aussendung der ÖVP aufteilen, Stadt und Land Salzburg sollen jeweils 25 Prozent übernehmen, der Bund 50 Prozent. Der Stadt Salzburg würde die Stadtregionalbahn somit gerade einmal 40 Millionen Euro kosten.

Projekt soll im Gemeinderat behandelt werden

Das Projekt stellte am Harry Preuner Mittwoch Innenminister Wolfgang Sobotka vor. Es soll auf Bundesbene geprüft werden, wenn eine einheitliche Linie in Salzburg sichergestellt ist. Preuner will daher eine rasche Einigung im Gemeinderat, um die unterirdische Verlängerung der Bahn nach Wien weiterzureichen.

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